Welt & Politik Welthungerhilfe: "Der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch"

05:40  14 oktober  2021
05:40  14 oktober  2021 Quelle:   dw.com

Ernährungssituation: Jeder zehnte Mensch auf der Erde hungert

  Ernährungssituation: Jeder zehnte Mensch auf der Erde hungert Die Welt sei weit vom Ziel entfernt, bis zum Jahr 2030 den Hunger zu besiegen, warnt die Welthungerhilfe. Kriege, Corona und der Klimawandel verschlimmerten die Situation. Nichts zu tun, sei "Mord", sagt Entwicklungsminister Müller. © Kaung Htet Lin/dpa Kinder einer vom Welternährungsprogramm unterstützten Familie in Myanmar sitzen beim Mittagessen in ihrer Hütte. Jeder zehnte Mensch auf der Erde hungertDie Welthungerhilfe hat vor einer Zunahme von Hungersnöten gewarnt.

Die Welthungerhilfe zeichnet in ihrem neuesten Bericht ein dramatisches Bild: Mehr Hungersnöte, COVID-19, Nahrungsknappheit - und politisches Versagen auf Kosten der Ärmsten. Eine Zahl ist besonders erschreckend.

Provided by Deutsche Welle © Tsiory Andriantsoarana/WFP/dpa/picture alliance Provided by Deutsche Welle

Fast eine Milliarde Menschen auf der Erde hungern. Das geht aus dem aktuellen Welthunger-Index 2021 hervor, den die Welthungerhilfe an diesem Donnerstag vorstellt. Den Zahlen zufolge hungern rund 811 Millionen Menschen weltweit und 41 Millionen stünden kurz vor einer Hungersnot.

"Der aktuelle Welthunger-Index zeigt, dass 47 Länder noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau bis 2030 erreichen werden", sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

TV-Tipps am Mittwoch

  TV-Tipps am Mittwoch In "Breisgau - Bullenstall" (ZDF) wird eine Journalistin ermordet. Bei "The Taste" (Sat.1) steht das Schnellkochen an. In "Side Effects" (arte) hat eine Wunderpille schlimme Auswirkungen auf die junge Emily.Am Tag der Beerdigung seiner Frau will Patrick (Justus von Dohnányi) sich das Leben nehmen. Doch plötzlich taucht Malte (Ulrich Matthes) bei ihm auf, sein bester Freund aus Jugendzeiten, den er seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Während Malte offenbar nahtlos an die alte Freundschaft anknüpfen will, bleibt Patrick zunächst distanziert und macht dem unerwarteten Besucher Vorwürfe wegen dessen damaligem Verschwinden aus dem kleinen Ort und aus seinem Leben.

Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe © Christoph Papsch/Welthungerhilfe Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe

Politik ist in der Pflicht

Die Welthungerhilfe prangert in ihrem jüngsten Bericht einen Anstieg von Hungersnöten an und fordert die Politik auf, die mit Nahrungsknappheit zusammenhängenden Krisen zu bekämpfen. "Wir sind dramatisch vom Kurs Zero Hunger bis 2030 abgekommen, denn der Hunger ist wieder auf dem Vormarsch", betonte Mogge. Es brauche politische Initiativen, um die Konflikte in aller Welt einzudämmen, und finanzielle Anstrengungen, um den akuten Hungersnöten zu begegnen. Zudem seien verbindliche Vereinbarungen auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow Ende Oktober zur Bekämpfung des Klimawandels nötig.

Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung

  Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung Lesen Sie hier alle Entwicklungen zum Coronavirus im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sieben Personen, die an Covid-19 erkrankt seien, würden aktuell noch in den vier Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt. Auf Intensivstationen liege unterdessen keiner der Betroffenen.27 weitere bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet meldet der Krisenstab für Freitag und Samstag. Die Fallzahlen von Sonntag und Montag hat der Stab für Dienstag angekündigt.

Die Ernährungslage verschlechtere sich durch viele verschiedene Krisen. "Kriege und Konflikte, der Klimawandel sowie die Folgen der Corona-Pandemie", zählte Mogge gegenüber dem RND auf. "Gewaltsame Konflikte haben in den letzten Jahren wieder zugenommen. Sie sind einer der größten Hungertreiber. Wo Krieg herrscht, werden Ernten, Felder sowie Infrastruktur zerstört und fliehen Menschen aus ihren Dörfern."

Mangelernährte Kinder in Madagaskar - das Land hat einen der schlechtesten Werte auf dem Welthunger-Index © Welternährungsprogramm WFP/picture alliance Mangelernährte Kinder in Madagaskar - das Land hat einen der schlechtesten Werte auf dem Welthunger-Index

Der hungernde Kontinent

Vor allem afrikanische Länder südlich der Sahara und Südasien sind dem Index zufolge von Hungersnöten betroffen. In Somalia wird mit 50,8 der schlechteste Wert auf der 100-Punkte-Skala erreicht, was bedeutet, dass die dortige Lage "gravierend" ist. Als "sehr ernst" wird die Situation in der Zentralafrikanischen Republik (43), im Tschad (39,6), der Demokratischen Republik Kongo (39), in Madagaskar (36,3) und im Jemen (45,1) eingestuft. Bei 47 Ländern ist es laut Index inzwischen ausgeschlossen, dass sie bis 2030 ein niedriges Hungerniveau erreichen.

Für den Bericht wurde die Lage in 135 Ländern bewertet, für 116 von ihnen liegen detaillierte Auswertungen vor.

mak/fw (epd, kna, afp, dpa)

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