Welt & PolitikIWF spricht sich für weltweite CO2-Steuer aus

20:20  04 mai  2019
20:20  04 mai  2019 Quelle:   dw.com

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Mitten in der deutschen Debatte über eine CO 2 - Steuer macht sich der Internationale Währungsfonds dafür stark, den Ausstoß von Kohlendioxid massiv zu verteuern. Aktuell liege der Preis im weltweiten Durchschnitt bei nur zwei Dollar pro Tonne CO 2 -Ausstoß.

IWF -Chefin Christine Lagarde und ihr Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, halten eine weltweite CO 2 - Steuer für nötig. Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, spricht sich der Internationale Währungsfonds ( IWF ) für die Einführung einer weltweiten CO 2 - Steuer zur Bekämpfung des

IWF spricht sich für weltweite CO2-Steuer aus © Provided by Deutsche Welle Braunkohlekraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen

Mitten in der deutschen Debatte über eine CO2-Steuer macht sich der Internationale Währungsfonds dafür stark, den Ausstoß von Kohlendioxid massiv zu verteuern. Anders sei der Klimawandel nicht zu stoppen.

Der Klimawandel sei die "große existenzielle Herausforderung unserer Zeit", erklärten die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde und der IWF-Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, müssten der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um ein Drittel reduziert und eine Abgabe in Höhe von rund 70 Dollar (62 Euro) pro Tonne CO2 erhoben werden. Aktuell liege der Preis im weltweiten Durchschnitt bei nur zwei Dollar pro Tonne CO2-Ausstoß.

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Der Internationale Währungsfonds ( IWF ) hat sich für die Einführung einer weltweiten CO 2 - Steuer zur Bekämpfung des Klimawandels ausgesprochen. Allerdings würde sich die Besteuerung in unterschiedlichem Ausmass auf den CO 2 -Ausstoss der einzelnen Länder auswirken.

Der Internationale Währungsfonds ( IWF ) hat die Einführung einer weltweiten CO 2 - Steuer zur Bekämpfung des Klimawandels gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sich IWF -Chefin Christine Lagarde und der IWF -Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, für eine solche Abgabe aus.

IWF spricht sich für weltweite CO2-Steuer aus © Getty Images/S. Loeb IMF-Chefin Christine Lagarde

Es gebe einen "wachsenden Konsens" darüber, dass die Besteuerung das "effizienteste Instrument" sei, um den Verbrauch fossiler Energien sowie den damit verbundenen Ausstoß von CO2 zu begrenzen, erklärten Lagarde und Gaspar in einem Blog-Beitrag. Sie biete umfassende Anreize, um den Energieverbrauch zu senken, sauberere Kraftstoffe zu verwenden und private Finanzierungen zu mobilisieren. Zudem beschere die Abgabe die notwendigen Einnahmen für die Wende hin zu erneuerbaren Energien.

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IWF -Chefin Christine Lagarde und ihr Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar, halten eine weltweite CO 2 - Steuer für nötig. Damit werde der Verbrauch fossiler Energien und der Ausstoß von CO 2 begrenzt. Sie schlagen auch einen konkreten Betrag vor.

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Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gilt als eine der großen Ursachen des Klimawandels. Lagarde und Gaspar verweisen auf das Pariser Klimaabkommen von 2015, nach dem die Erderwärmung klar unter 2 Grad begrenzt, möglichst aber bei 1,5 Grad gestoppt werden soll.

Städte und Gemeinden sehen den Bund in der Pflicht

In Deutschland ist zuletzt eine heftige Debatte über eine mögliche CO2-Steuer als eine Maßnahme hin zu mehr Klimaschutz entbrannt. Die Städte und Gemeinden fordern eine größere Unterstützung vom Bund um die Klimaschutzziele zu erreichen. Inzwischen wüssten alle, dass dazu eine Verkehrswende notwendig sei, die mehr öffentlichen Personennahverkehr und weniger Individualverkehr ermögliche. "Das wird aber nur funktionieren, wenn Bund und Länder die Mittel deutlich aufstocken, die gesetzgeberischen Vorgaben für neue Trassen deutlich erleichtert werden und auch die Deutsche Bahn ihr Netz in der Fläche massiv ausbaut", sagte Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg. Hintergrund ist der Beschluss des Gemeinderats von Konstanz, einen "Klimanotstand" auszurufen.

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Der Internationale Währungsfonds ( IWF ) hat sich für die Einführung einer weltweiten CO 2 - Steuer zur Bekämpfung des Klimawandels ausgesprochen. Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, müssten der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um ein Drittel reduziert und

Doch es gibt Zweifel, ob eine neue Steuer auf CO 2 auch wirklich die Verursacher der Ausstöße trifft. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer bringt eine andere Idee ins Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, spricht sich der Internationale Währungsfonds ( IWF ) für die Einführung einer weltweiten

Kritik am Unionswiderstand gegen CO2-Steuer

Die Grünen warfen derweil der CDU vor, den Klimaschutz "auf die lange Bank zu schieben". Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die CDU habe "den Ernst der Lage nicht verstanden". Die Grünen-Politikerin reagierte damit auf die offenkundige Absage an eine CO2-Steuer durch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Ausstoß des klimaschädlichen CO2 müsse endlich "einen fairen Preis bekommen", forderte Göring-Eckardt. Eine Erweiterung des Emissionshandels, den die Union erwägt, nannte sie "sozial-und klimapolitisch nicht sinnvoll".

IWF spricht sich für weltweite CO2-Steuer aus © picture-alliance/dpa/H. Schmidt Annegret Kramp-Karrenbauer, Parteivorsitzende der CDU

Die neue CDU-Parteivorsitzende hatte mit Blick auf eine mögliche CO2-Steuer erklärt, sie sei offen für eine solche Steuer, zugleich aber davon überzeugt, dass es intelligentere Methoden für mehr Klimaschutz gebe. Hinter einer CO2-Steuer verberge sich nichts anderes als eine stärkere Belastung für Benzin, Diesel, Heizöl und Gas, sagte sie am bei einem Landesparteitag in Halle in Sachsen-Anhalt. Dies würde Berufspendler und Menschen mit geringeren Einkommen besonders treffen, ergänzte Kramp-Karrenbauer.

Zuvor hatte sich bereits Kanzlerin Angela Merkel gegen eine CO2-Steuer ausgesprochen. In der Unionsparteien CDU und CSU gibt es Sorgen, dass eine CO2-Steuer zu ähnlichen Protesten wie denen der sogenannten Gelbwesten-Bewegung in Frankreich führen könnte.

qu/uh (dpa, afp, rtr)


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