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Welt & Politik„Gegenstandlose Anschuldigungen“: Türkei reagiert auf Folter-Vorwürfe von Yücel

16:20  12 mai  2019
16:20  12 mai  2019 Quelle:   berliner-zeitung.de

Natalia Osada und weitere: 20 Influencer in der Türkei abgezockt

Natalia Osada und weitere: 20 Influencer in der Türkei abgezockt Für Natalia Osada und 19 weitere Influencer endete eine Reise in die Türkei als echter Albtraum Natalia Osada, 28, und 19 andere Influencer hatten sich auf einen Luxus-Trip in die Türkei gefreut. Am Ende wartete auf den "Adam sucht Eva"-Star und den Rest der Gruppe ein Desaster. Die Influencer-Truppe wurde nämlich allem Anschein zum Opfer von hinterhältigen Abzockern. Natalia Osada: "Die haben einfach unsere Pässe geklaut" Am vergangenen Samstag wurden die Gruppe in Antalya von der Reiseleitung in Empfang genommen. Alles wirkte seriös.

„Gegenstandlose Anschuldigungen “: Türkei reagiert auf Folter - Vorwürfe von Yücel : Natalia Osada und weitere: 20 Influencer in der © picture alliance/dpa Deniz Yücel bei einer Vernehmung im Bezug auf seine Inhaftierung in der Türkei . Das türkische Außenministerium hat den Vorwurf des

"Wenn es Anschuldigungen gibt, dann müssen sie durch Beweise belegt sein. Bis die vorliegen, sind solche Anschuldigungen nur schwer zu akzeptieren, zumal sie eher gegenstandslos erscheinen", so Dmitri Peskow, Pressesekretär von Präsident Wladimir Putin.

„Gegenstandlose Anschuldigungen“: Türkei reagiert auf Folter-Vorwürfe von Yücel © picture alliance/dpa Deniz Yücel bei einer Vernehmung im Bezug auf seine Inhaftierung in der Türkei.

Das türkische Außenministerium hat den Vorwurf des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel zurückgewiesen, er sei während seiner Haftzeit in der Türkei gefoltert worden. Zugleich wies es eine Mahnung des Auswärtiges Amtes an die Regierung in Ankara zurück, sich an die Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen zu halten.

Die Vorwürfe seien in der Vergangenheit bereits von dem zuständigen Staatsanwaltschaftsbüro untersucht worden, das entschieden habe, die Sache nicht weiter zu verfolgen, hieß es in einer am Sonntagmorgen veröffentlichten Stellungnahme des türkischen Ministeriumssprechers Hami Aksoy. Seit 2003 gelte das Prinzip von „null Toleranz gegenüber Folter“. Die gegenstandslosen Anschuldigungen zielten darauf ab, die Türkei schlechtzumachen.

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Nach kritischen Berichten: Türkei nimmt wieder drei Journalisten fest Beiträge über Korruption oder die Opposition passen der Regierung in Ankara nicht. Sie geht weiter hart gegen unliebsame Medienvertreter vor. © Foto: Emrah Gurel/AP/dpa Demonstration für Pressefreiheit im September 2019. Drei regierungskritische Journalisten sind Medienberichten zufolge in der Türkei festgenommen worden. Es handele sich um die Reporterinnen Canan Coskun und Zeynep Kuray sowie um ihren Kollegen Irfan Tunccelik, berichtete die Zeitung „Cumhuriyet“ am Samstag.

Die Maßnahmen seien eine Antwort auf Großbritanniens »provokatives Handeln« und » gegenstandslose Anschuldigungen « im Fall des vergifteten früheren Doppelagenten Sergej Skripal, erklärte das russische Außenministerium am Samstag.

Das russische Aussenministerium nannte die Sanktionen eine Antwort auf Grossbritanniens «provokatives Handeln» und « gegenstandslose Anschuldigungen » im Fall Skripal und drohte mit zusätzlichen «Massnahmen» als Reaktion auf «weitere unfreundliche Aktionen» Londons.

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Yücel hatte am Freitag in dem von der türkischen Justiz gegen ihn angestrengten Prozess ausgesagt, dass er während seiner Haftzeit in der Türkei gefoltert worden sei. Der Journalist machte dafür vor dem Amtsgericht in Berlin Präsident Recep Tayyip Erdogan verantwortlich. In der schriftlichen Fassung der Aussage erwähnt Yücel Schläge, Tritte, Erniedrigungen und Drohungen durch Vollzugsbeamte in seinen ersten Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul.

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Der Kreml reagierte damit auf Sanktionen, die die britische Premierministerin Theresa May am Mittwoch im Londoner Parlament verkündet hatte. Dazu zählt die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten und das Kappen bilateraler Beziehungen "auf hoher Ebene".

Auswärtiges Amt reagiert auf Folter-Vorwürfe

Das Auswärtige Amt hatte daraufhin die Regierung in Ankara am Samstag aufgefordert, sich an die Anti-Folterkonvention der Vereinten Nationen zu halten. „Wir verurteilen jede Form von Folter und Misshandlung, sie stehen außerhalb des Rechts“, sagte eine Sprecherin, ohne konkret auf die Foltervorwürfe Yücels einzugehen.

Sie forderte die türkische Regierung aber „mit Nachdruck“ dazu auf, „sich an die internationalen Standards zu halten, zu denen sie sich selbst verpflichtet hat“. Dazu gehörten neben der UN-Konvention auch Verpflichtungen des Europarats zur Verhütung von Folter.

Die Stellungnahme aus dem deutschen Außenministerium sei völlig unbegründet, hieß es in der Erklärung aus Ankara vom Sonntag. Alle Orte in der Türkei, wo Menschen ihre Freiheit genommen sei, könnten „durch internationale Mechanismen überprüft“ werden.  (dpa)

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