Welt & Politik: Weniger Meuthen wäre schön gewesen - - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikWeniger Meuthen wäre schön gewesen

09:50  20 mai  2019
09:50  20 mai  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Bayern Münchens Arjen Robben rückblickend: "Mit Pep wäre mehr drin gewesen"

Bayern Münchens Arjen Robben rückblickend: Arjen Robben hat kurz vor dem Ende seiner Zeit beim FC Bayern bedauert, in München nicht noch mehr Titel geholt zu haben. "Sicher hätte ich gerne noch zwei, drei Titel mehr gehabt", gestand der Niederländer im Interview mit dem kicker. Insgesamt konnte er in zehn Jahren beim Rekordmeister elf nationale Titel sowie einmal die Champions League gewinnen. "Mit Pep Guardiola wäre mehr drin gewesen", war Robben überzeugt. In der dreijährigen Guardiola-Ära konnten die Bayern zwar immer die Bundesliga gewinnen, allerdings verpasste man 2014/15 den DFB-Pokal und konnte nicht die Champions League gewinnen, seit dem Triumph 2013 kam der FCB nicht mehr ins Finale.

Jörg Hubert Meuthen (* 29. Juni 1961 in Essen) ist ein deutscher Politiker (AfD) und Wirtschaftswissenschaftler. Seit Juli 2015 ist er einer von zwei Bundessprechern (Parteivorsitzender) der AfD

“Wir wussten schon . vor Einzug, dass die Miete zu hoch ist.” Vor wenigen Tagen hat der Berliner Senat den Mietendeckel beschlossen, der Mieter*innen unter anderem ermöglichen soll, ihre Miete zu senken.

Weniger Meuthen wäre schön gewesen © NDR/Wolfgang Borrs Bei

Die Talksendung "Anne Will" versucht, die Auswirkungen des Strache-Videos auf die Europawahl zu ergründen. Und scheitert.

War die Zeit zu knapp, um nachzudenken? Am Tag zwei nach dem Strache-Video versucht eine Runde bei "Anne Will" zu ergründen, was dieses Ereignis für die europäische Politik und für den Ausgang der Europawahlen kommende Woche bedeuten könnte. Und scheitert, mit Ausnahme der einzigen klaren Erkenntnis des Abends: dass nämlich absäuft, wer sich mit Rechtsextremen ins Boot setzt. Aber die hatten einige Zuschauer mutmaßlich schon vor der Sendung.

Kurzweilig ist es trotzdem. Man kommt nicht aus dem Staunen heraus über die Chuzpe des AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen, der sich, immerhin, ins Studio traut. Hat sich nicht gerade einer seiner wichtigsten politischen Kumpel in Europa im Koks- und Wodkawahn aus dem politischen Betrieb geschossen und dabei abgründige Denk-, Verhaltens- und Charaktermuster offenbart, zu denen sich Parallelen bei "Schwesterparteien" in mehreren Ländern finden lassen, auch und gerade in Deutschland, wo es eine Partei gibt, deren Höckes und Gedeons aus ähnlichem Holz geschnitzt sind? Für den grinsenden Meuthen ein "singulärer" Vorgang, rein "innerösterreichisch", ohne Außenwirkung. "Das schadet uns überhaupt nicht, Sie sehen mich bester und entspannter Laune."

Tausende Anhänger bei Kundgebung von europäischen Rechtspopulisten in Mailand

Tausende Anhänger bei Kundgebung von europäischen Rechtspopulisten in Mailand Überschattet vom Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers und FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache haben sich Rechtspopulisten und Rechtsnationalisten aus mehreren europäischen Ländern am Samstag zu einer gemeinsamen großen Kundgebung versammelt. Der Rechtspopulist musste am Samstag als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurücktreten, nachdem ein heimlich auf Ibiza aufgenommenes Video bekannt geworden war. Darin zeigt er sich vor der Parlamentswahl 2017 bereit, als Gegenleistung für verdeckte Wahlkampfgelder öffentliche Aufträge an die angebliche Nichte eines russischen Oligarchen zu vergeben.

Jörg Meuthen gilt als der nette Wirtschaftsliberale der AfD. Doch nun kommen weniger Flüchtlinge ins Land, und Wirtschaft ist wieder angesagt. Jörg Meuthen , 55 Jahre alt, ist in Essen-Holsterhausen aufgewachsen. Sein Vater war ein gut verdienender Angestellter.

Meuthen war gescheitert. Nach kurzer Beratung beschlossen er und seine zwölf Gleichgesinnten, die Fraktion zu verlassen. Da hatte Petry sich schon auf den Petry sagt, dass sie im Dienste der Partei unterwegs sei. So griff sie vor Wochen schon ein, als Meuthen Gedeon ausschließen lassen wollte.

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Genauer besehen, hat die Sache mit diesen "beiden Männern" noch nicht einmal etwas mit der FPÖ zu tun, die man keinesfalls "in Mithaftung" nehmen dürfe, schließlich kennt Meuthen ganz hervorragende Akteure in der Partei, die so tolle Arbeit geleistet habe. "An der Ausrichtung der FPÖ ändert das gar nichts", sie bleibe der Partner der AfD in Österreich, "wie die Lega in Italien und so weiter".

Aber einer wie Meuthen hält sich gar nicht mit Verteidigung auf, er greift lieber an. Wirft beiläufig den Namen von Sebastian Edathy in die Diskussion, des SPD-Politikers, der sich an Bildern nackter Kinder ergötzt hat. Attackiert die öffentlich-rechtlichen Medien ("faul bis ins Mark"), einschließlich dem immer gleichen Gejammer über unfaire Behandlung. Vergleicht den Versuch der medienpolitischen Machtergreifung in Ungarn, Gipfel des Absurden, mit den Beteiligungen der SPD an mehreren Medien in Deutschland. Bezeichnet Menschen, die eine CO2-Bepreisung oder eine Finanztransaktionssteuer fordern, als "verstrahlt". Und vergisst natürlich keinesfalls, Claas Relotius zu erwähnen, den Spiegel-Mann, der seine Reportagen fälschte.

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„Fast schon krank“ nennt der Vorsitzende Meuthen eine Kritik Margot Käßmanns an der Partei. Und zitiert falsch aus dem eigenen Grundsatzprogramm.

Meuthen brachte am Donnerstag gleich schon eine Alternative zu Petry ins Spiel: Alice Weidel, 37, wirtschaftsliberale Finanzexpertin im Bundesvorstand. Sie habe dafür „das Format“ und werde sich „in wenigen Tagen öffentlich äußern“. Ist die Kandidatur für Alice Weidel wirklich kein Thema?

Zum Glück ist in Martin Knobbe ein redlicher Spiegel-Kollege anwesend, der ruhig und sachlich das Vorgehen der beteiligten Medien in der Strache-Affäre erklärt. Zum Glück weiß auch Anne Will dazwischenzufahren, sie geißelt, wo nötig, Meuthens Respektlosigkeiten mit scharfen Worten und bringt dankbarerweise auf den Punkt, was der "versammelten europäischen Rechten" gemein ist: eine Verachtung für Institutionen, für den Staat, für die Medien, und eine übergroße Nähe zu Russland.

Weniger glücklich äußern sich die übrigen Anwesenden. Katarina Barley (SPD) hat offene Flanken. Etwa in Rumänien, wo die sozialdemokratische Schwesterpartei sich gerade anschickt, die Korruptionsbekämpfung und die Unabhängigkeit der Justiz nach ungarischem Vorbild zu unterminieren. Oder im österreichischen Burgenland, dessen SPÖ-Landeshauptmann die unselige Zusammenarbeit mit der FPÖ erst an diesem Wochenende aufgekündigt hat.

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Denn Meuthens Wahl zum Vorsitzenden gelangte schon am Dienstagabend an die Öffentlichkeit – ohne Wissen der Rest-AfD und bevor die Wahl der anderen Vorstandsmitglieder abgeschlossen war. „Wir haben uns überfahren gefühlt“, sagte die Alt-AfD-Sprecherin. Meuthen ist nicht mehr schwach.

Jörg Meuthen lehnt einem Zeitungsbericht zufolge eine Kandidatur von Alice Weidel für eine Doppelspitze in der Parteiführung ab. Der 76-jährige Gauland strebt schon aus Altersgründen nicht an die Parteispitze. Neue Parteispitze soll Anfang Dezember gewählt werden.

Dem CSU-Mann Manfred Weber wiederum fällt es schwer, die jahrelange intensive Kungelei seiner Partei mit dem Autokraten Viktor Orbán zu rechtfertigen. "Wir haben da keinen Nachholbedarf", sagt er und hat offensichtlich vergessen, dass seine CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament ganz überwiegend gegen die Aufnahme eines Rechtsstaatsverfahrens nach Art. 7 gegen Ungarn votierten. Weber schafft es immerhin, eine Lanze für die Pressefreiheit zu brechen, bleibt ansonsten wie Barley durchweg im Wahlkampfmodus. An die "Mitte" appelliert er, "aufzustehen und das Parlament in die Hand zu nehmen".

Besonders dünn spricht Ska Keller, die grüne Spitzenkandidatin, die nach eigenen Worten "jetzt nicht krass schockiert" war von der Sache mit Strache. Über die erwähnte Aussage, dass man mit den Rechten besser nichts zu tun haben sollte, hinaus ist bei Keller inhaltlich wenig zu holen. Dass sie trotzdem weiterredet und in ihrer brandenburgischen Kumpeligkeit noch manche Sätze ohne jegliche Bedeutung aneinanderreiht, bringt ihr ein erfreutes Grunzen von Meuthen und einen bösen, aber angebrachten Satz der Moderatorin ein: "Wenn ich das zusammenfasse, was Sie sagen, hab ich das Gefühl, Sie wissen nicht, was Sie tun wollen."

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Последние твиты от Prof. Dr. Jörg Meuthen (@Joerg_ Meuthen ). Читаю Вы читаете @Joerg_ Meuthen . Отмена Перестать читать @Joerg_ Meuthen . В черном списке @Joerg_ Meuthen в черном списке.

Dies ist die offizielle Facebook-Seite von Prof. Dr. Jörg Meuthen Merkels Höflinge wie beispielsweise der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther - welcher schon vor Monaten zur Kooperation mit den SED-Nachfolgern riet! - liefern sich erbitterte und unversöhnliche

So hat Meuthen freie Bahn, das zu tun, was Populisten seines Schlags am besten können: Angst zu schüren, vor der "Maßregelung, die permanent von Brüssel ausgeht", vor "Gender budgeting" und neuen Steuern, vor einem "unerfreulichen Abend" für die Mitte-Parteien bei der Europawahl. Man hätte sich den Mann sehr viel kleiner gewünscht an diesem Abend.

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