Welt & PolitikScharfe Kritik für Medienstrategie: Kanzler Kurz hält sich in Österreich zurück – und gibt der "Bild" ein ausführliches Interview

17:46  20 mai  2019
17:46  20 mai  2019 Quelle:   stern.de

KSC schießt sich zurück in die Zweite Liga

KSC schießt sich zurück in die Zweite Liga Der Karlsruher SC ist zurück in der 2. Bundesliga. Zwei Jahre nach dem Abstieg machten die Badener am vorletzten Spieltag mit einem 4:1 (2:0)-Auswärtssieg bei Preußen Münster die Rückkehr in die Zweite Liga perfekt. Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 Marvin Pourié (33.), Damian Roßbach (45.+2), Anton Fink (55.) und Martin Röser (57.) erzielten in Münster die Treffer für die Mannschaft von Alois Schwartz. Martin Kobylanski (66.) traf für die Preußen, die die Partie nach einer Gelb-Roten Karte gegen Sandrino Braun (84.) in Unterzahl beendeten.

Scharfe Kritik für Medienstrategie : Kanzler Kurz hält sich in Österreich zurück – und gibt der " Bild " ein ausführliches Interview . Viele Österreicher wollen wissen, was ihr Kanzler über den Videoskandal der FPÖ denkt, finden in österreichischen Medien dazu aber kaum etwas.

Bisher war er als Kritiker von Kanzlerin Merkel aufgetreten. Der 31-jährige Sebastian Kurz ist der neue Regierungschef in Österreich . Während seiner Zeit als österreichischer Außenminister (seit 2013) hatte Kurz häufig Kritik am Kurs der Kanzlerin geübt, vor allem in der Flüchtlingspolitik.

Viele Österreicher wollen wissen, was ihr Kanzler über den Videoskandal der FPÖ denkt, finden in österreichischen Medien dazu aber kaum etwas. Dafür aber bei "Bild" – und das hinter einer Paywall.

Scharfe Kritik für Medienstrategie: Kanzler Kurz hält sich in Österreich zurück – und gibt der "Bild" ein ausführliches Interview © AFP/Roland Schlager Sebastian Kurz spricht bei einer Presseerklärung

Viele Österreicher wollen wissen, was ihr Kanzler über den Videoskandal der FPÖ denkt, finden in österreichischen Medien dazu aber kaum etwas. Dafür aber bei "Bild" – und das hinter einer Paywall.

Es ist ein gewaltiger Skandal, der die Alpenrepublik Österreich erschüttert. Heinz-Christian Strache, zuvor Vizekanzler und Parteivorsitzender der rechtspopulistischen FPÖ, stolperte in der "Ibiza-Affäre" über heimlich aufgenommene Gespräche mit einer angeblichen russischen Nichte eines Oligarchen. In dem Gespräch vor fast zwei Jahren in einer Villa auf Ibiza hatte Strache der angeblichen Oligarchen-Nichte unter anderem öffentliche Aufträge in Aussicht gestellt, sollte sie der FPÖ zum Erfolg bei den Nationalratswahlen 2017 verhelfen. Außerdem sprach Strache darüber, wie man mithilfe einer Übernahme der österreichischen Boulevardzeitung "Kronen Zeitung" Einfluss auf die Medien im Land gewinnen könnte.

Österreich: Der Videobeweis

Österreich: Der Videobeweis Der aufziehende Skandal um Vizekanzler Heinz-Christian Strache bringt auch Kanzler Sebastian Kurz in Bedrängnis. Seine Strategie im Umgang mit der FPÖ erreicht Grenzen. © Vladimir Simicek/Getty Images Wie glücklich ist Sebastian Kurz (links) mit seinem Vizekanzler Heinz-Christian Strache jetzt? Es hätte ein gewöhnlicher Wahlkampfauftritt für Harald Vilimsky werden sollen. An diesem Freitagnachmittag in Innsbruck wollte der FPÖ-Spitzenkandidat zur Europawahl einmal quer durch die Innenstadt schlendern, zwei Stunden lang, schließlich ist Wahlkampf.

Lucia Steinwender hat Österreichs Kanzler Kurz bei der Klimakonferenz erst das Mikrofon und dann die Der Kanzler hat mir das Mikrofon überlassen, so dass ich unsere Kritik anbringen konnte. Wie hast du Sebastian Kurz erlebt, der ja direkt neben dir stand und sich von dir einiges sagen lassen

Österreichs Kanzler Kurz lehnt ein Ende der Koalition mit der FPÖ ab. Damit löst er bei CDU/CSU Er werde sich immer jede Verfehlung des Koalitionspartners ansehen, das Gespräch suchen und „Wenn es die dann nicht gibt , ist eine rote Linie überschritten“, sagte Kurz . Derzeit gebe es aber

Nach der Enthüllung des Videos kamen die Konsequenzen schnell: Strache trat einen Tag später zurück, die ÖVP-FPÖ-Koalition wurde von Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einigen Stunden später aufgekündigt, Neuwahlen sollen im September stattfinden.

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Für Kurz (ÖVP) ist der Polit-Skandal zu einer schweren Zerreißprobe geworden. Viele Österreicher fragen sich in diesen schweren Tagen, was ihr Kanzler über das Video denkt, was ihm durch den Kopf geht zu dieser schweren Krise und zu Heinz-Christian Strache. Doch Kurz gibt sich in den österreichischen Medien zurückhaltend. Bis auf wenige Presseerklärungen gab es kaum Äußerungen oder gar Interviews in österreichischen Medien, mit Ausnahme eines kurzen Interviews mit der Zeitung "Österreich".

Deutsche Reaktionen zum Strache-Skandal: „Kurz muss diese Regierung sofort beenden“

Deutsche Reaktionen zum Strache-Skandal: „Kurz muss diese Regierung sofort beenden“ Deutsche Politiker reagieren scharf auf die Entwicklungen in Österreich. Es gibt Warnungen vor Rechten – und klare Forderungen an Kanzler Kurz. © Foto: imago images / Metodi Popow SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht keine Alternative zum Ende der Regierung von ÖVP und FPÖ. Der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der rechten FPÖ tritt zurück. Ein brisantes Video legt nahe, dass er einer angeblich reichen Russin öffentliche Aufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht stellte.

Sie sollten nicht nur den Stoff beherrschen, den sie in ihrem Unterricht vermitteln Deutschlands Bildungsministerin Annette Schavan weist die Kritik am deutschen Schulsystem entschieden zurück . Das Kultusministerium in Nordrhein-Westfalen hält den Bericht schlicht für "unbrauchbar".

Ex- Kanzler Kern rät Sebastian Kurz zum Rücktritt. Mit Rechtspopulisten gemeinsame Sache zu machen, ist verantwortungslos“, sagte Maas der „ Bild am Sonntag“. In Österreich will die dortige FPÖ ihre Koalition mit der ÖVP offenbar mit Norbert Hofer als Vizekanzler fortsetzen.

Ein weitaus längeres Interview gab der Bundeskanzler aber dafür einem ausländischen Medium, nämlich der "Bild-Zeitung". In dem Interview spricht er ausführlich unter anderem mit "Bild"-Chef Julian Reichelt über seine Reaktionen und Gedanken zu dem Video und den Anschuldigungen, die zum Teil darin gegen ihn gemacht werden. Außerdem spricht er darüber, wer möglicherweise hinter dem heimlich aufgenommenen Video stecken könnte. So mutmaßt er, der Spindoktor Tal Silberstein könne die Fäden im Hintergrund gezogen haben.

Was einige Österreicher an dem Interview in der "Bild" aber irritiert und stört, ist, dass es hinter einer sogenannten Paywall zu lesen ist. Es muss also dafür bezahlt werden. Auf Twitter reagieren einige darüber verärgert und mit Unverständnis, auch weil Kurz nicht mit österreichischen Zeitungen oder dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ORF gesprochen hat.

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Mit seiner Hilfe kann man sich ein genaues Bild über die Unterschiede zwischen dem österreichischen und dem bundesdeutschen Wortschatz machen. Es gibt aber auch in der Standardsprache Wörter, die in ihrer normalen Form auf -erl enden. Bei ihnen drückt die Endsilbe keine Verkleinerung aus.

Ihm zufolge gebe es kein Dirty Campaigning gegen Kurz . Svazek hält das für eine absolut legitime und humorvolle Art, den "Etikettenschwindel der ÖVP" aufzuzeigen. In Österreich gilt eine Sperrklausel von vier Prozent. Keine Chance auf einen Einzug haben hingegen die seit 1959 nicht

Im Gegensatz zum deutschsprachigen Interview, muss für das Interview, welches ins Englische übersetzt wurde und ebenfalls auf bild.de zu lesen ist, nicht bezahlt werden. Dort ist es in voller Länge und ohne Paywall zu lesen.

Quellen: Twitter, "Bild" (1), "Bild" (2), oe24.at

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Österreichs Kanzler muss sich Misstrauensvotum stellen.
Zuerst hatte eine Splitterpartei die Abstimmung beantragt, nun will auch Österreichs größte Oppositionspartei den konservativen Kanzler Sebastian Kurz abwählen lassen. Pikant: Die SPÖ benötigt Hilfe von ganz rechts. © Getty Images/AFP/APA/R. Schlager Provided by Deutsche Welle Nach dem Ende seiner Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ muss sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Nach der kleinen Partei Liste Jetzt hat auch die große SPÖ einen entsprechenden Antrag beschlossen.

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