Welt & Politik Weg frei für Lindner?: Grüne beharren offenbar nicht mehr auf Finanzministerium

01:51  11 november  2021
01:51  11 november  2021 Quelle:   tagesspiegel.de

Das passiert heute in den Soaps

  Das passiert heute in den Soaps Michael gewährt Lia in "Sturm der Liebe" Unterschlupf. In "Alles was zählt" wird Isabells Date mit Yannick intensiver, als erwartet. Nihat zerstört bei "GZSZ" aus Versehen Tuners Halloween-Kostüm.Shirin erkennt, dass sie als Kinderanimateurin im Golfclub nicht genug Geld verdient, um sich den Beautysalon leisten zu können. Sie überlegt, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen, aber da sie sich in Finanzangelegenheiten nicht so gut auskennt, bittet sie Selina um Hilfe. Michael gewährt Lia Unterschlupf und versucht, sie zu überzeugen, sich freiwillig in psychiatrische Behandlung zu begeben.

Nach drei Wochen bleiben noch wichtige offene Fragen in den Verhandlungen der Ampel-Parteien. Jetzt gibt es erste Ergebnisse – und einen möglichen Kompromiss.

Grünen-Chef Robert Habeck überlässt wohl FDP-Chef Christian Lindner das Finanzministerium. © Foto: Michael Kappeler/dpa Grünen-Chef Robert Habeck überlässt wohl FDP-Chef Christian Lindner das Finanzministerium.

Nach knapp drei Wochen gehen die Verhandlungen über eine Ampel-Koalition in eine neue Runde. Nach Abgabe der ersten Arbeitsgruppenergebnisse bei den Parteiführungen von SPD, Grünen und FDP am Mittwoch blieben in zentralen Bereichen Punkte strittig. Nach dpa-Informationen gehören dazu die Themen Klimaschutz, Finanzen, Verkehr sowie Außen- und Verteidigungspolitik.

Woche der Wahrheit für die Ampel-Verhandlungen

  Woche der Wahrheit für die Ampel-Verhandlungen Berlin . Noch gut eine Woche haben knapp 300 Politiker von SPD, Grünen und FDP Zeit, um in 22 Arbeitsgruppen das Fundament für einen Ampel-Koalitionsvertrag zu legen. Über allen Plänen schwebt wie ein Damoklesschwert fehlendes Geld. Gebannt schauen die Verhandler auf die neue Steuerschätzung, die vor der Tür steht. © Kay Nietfeld Wollen nach Nikolaus eine Regierung bilden: Grünen-Chef Robert Habeck (l-r), die Co-Vorsitzende Annalena Baerbock, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Christian Lindner, Fraktions- und Parteivorsitzender der FDP. So verschwiegen waren Koalitionsverhandlungen lange nicht mehr.

Die offenen Fragen sollen nun unter Führung der Parteivorsitzenden geklärt werden. Bis Ende November wollen die Ampel-Parteien die Verhandlungen abschließen. In der Nikolauswoche ab dem 6. Dezember soll dann der bisherige Finanzminister Olaf Scholz vom Bundestag zum Kanzler gewählt und sein Kabinett vereidigt werden.

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Bewegung kommt nun offenbar auch in die potenzielle Besetzung der Ministerien: Die Grünen beharren nicht mehr auf dem Bundesfinanzministerium, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Demnach habe die Zehnerrunde der grünen Verhandler sechs Ministerien definiert, die die Grünen beanspruchen wollen: Das Auswärtige Amt sowie die Ressorts Verkehr, Landwirtschaft, Umwelt, Familie und Transformation.

Lindner gegen Habeck: Beim Geld hört der Spaß auf

  Lindner gegen Habeck: Beim Geld hört der Spaß auf Die FDP besteht darauf, in der kommenden Regierung den Finanzminister zu stellen. Sonst gibt es keine Ampel. Ein Kommentar. © Foto: Michael Kappeler/dpa Finanzminister kann nur einer werden: Grünen-Chef Robert Habeck und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Da denkst du doch, alles ist wie gemalt. Also in Rot, Grün und Gelb, auf dass ein neues, schönes Sittengemälde entsteht. Ist aber nicht so. Die mutmaßlichen Koalitionäre haben schon noch einiges vor sich, um das hinzubekommen, was sich eine Fortschrittskoalition nennen dürfte.

Dem „FAZ“-Bericht zufolge sprechen grüne Verhandlerkreise in diesem Zusammengang von einem denkbaren Szenario. Am Finanzministerium solle die Ampel nicht scheitern. Wahrscheinlich ist, dass die Grünen im Gegenzug von der FDP Zugeständnisse, etwa beim Klima, erwarten. Nach der Bundestagswahl hatten die Grünen noch beteuert, das Finanzministerium sei für sie unverzichtbar, um ihre Klimapolitik umzusetzen.

Die Grünen dementierten den Bericht über ihren angeblichen Verzicht auf das Finanzministerium noch am Mittwochabend. „Das ist falsch“, sagte Grünen-Sprecherin Nicola Kabel der Nachrichtenagentur AFP. „Es gibt keinen Verzicht auf irgendein Ministerium und auch keine Festlegung, wer was wird.“


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Die Koalitionsverhandlungen hatten am 21. Oktober offiziell begonnen. Vorher hatten SPD, FDP und Grüne bereits ein Sondierungspapier ausgehandelt, in dem erste Eckpunkte festgelegt wurden.

Freytags-Frage: Warum ist die Besetzung des Finanzministeriums so wichtig?

  Freytags-Frage: Warum ist die Besetzung des Finanzministeriums so wichtig? Freytags-Frage: Warum ist die Besetzung des Finanzministeriums so wichtig?Die Koalitionsverhandlungen dauern an, und kaum etwas dringt in die Öffentlichkeit. Das ist einerseits gut, weil es zeigt, dass die Verhandlungsführer diszipliniert und hoffentlich vertrauensvoll miteinander arbeiten. Zur Erinnerung: In den Verhandlungen zur Jamaika-Koalition wurden die Ergebnisse des jeweiligen Vortages von einigen gar nicht direkt beteiligten Politikern am nächsten Morgen genussvoll zerpflückt. Das vernichtete Vertrauen. Andererseits deuten die Dauer der Verhandlungen und die Verschwiegenheit auch auf viele noch ungeklärte Fragen hin.

Aus den Gesprächen der Arbeitsgruppen drang danach kaum etwas nach draußen. Das änderte sich auch am Mittwoch nach Abschluss der Beratungen zunächst nicht. Dass in besonders umstrittenen Bereichen wie Klima und Finanzen Punkte offen bleiben, war erwartet worden.

Die Parteiführungen hatten den Arbeitsgruppen sehr detaillierte Vorgaben gemacht, wie sie ihre Ergebnisse bis Mittwoch um 18 Uhr abzuliefern haben: die kleinen Gruppen bis zu drei Seiten, die großen bis zu fünf, Schriftgröße 11, Calibri, Zeilenabstand 1,5. Die Einzelergebnisse sollen in den nächsten Tagen zusammengeführt werden, bevor die Arbeit an den noch offenen Punkten beginnt.

Die meisten Menschen in Deutschland glauben aber nicht daran, dass der ehrgeizige Zeitplan bis zur Kanzlerwahl eingehalten werden kann. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gehen 50 Prozent von einer Verlängerung aus. Weitere 10 Prozent meinen sogar, dass die Gespräche scheitern werden. Nur 23 Prozent erwarten, dass die Regierung wie geplant bis zum 10. Dezember im Bundestag vereidigt wird.

FDP-Chef Lindner kandidiert nicht mehr für BVB-Wirtschaftsrat

  FDP-Chef Lindner kandidiert nicht mehr für BVB-Wirtschaftsrat FDP-Parteichef Christian Lindner (42) steht dem Wirtschaftsrat von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund künftig nicht mehr zur Verfügung. © Bereitgestellt von sport1.de FDP-Chef Lindner kandidiert nicht mehr für BVB-Wirtschaftsrat FDP-Parteichef Christian Lindner (42) steht dem Wirtschaftsrat von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund kün "Mit einem weinenden Auge", schrieb der gebürtige Wuppertaler bei Instagram, habe er dem BVB mitgeteilt, dass er "auf eine neuerliche Kandidatur" verzichten müsse.

Auch die Grünen hatten einen pünktlichen Abschluss der Verhandlungen in Frage gestellt und sich unzufrieden mit den Fortschritten vor allem beim Thema Klimaschutz gezeigt. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) warnte sogar schon vor Neuwahlen.

Die SPD will aller Skepsis zum Trotz am bestehenden Zeitplan festhalten. „Olaf Scholz soll in der Woche nach Nikolaus zum nächsten Kanzler gewählt werden“, sagte Generalsekretär Lars Klingbeil der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Ob das dann am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag passiert, das werden wir noch besprechen.“

Zur Unzufriedenheit bei den Grünen sagte Klingbeil, man sei in den entscheidenden Tagen. „Da sitzen 300 Fachpolitiker aus drei Parteien zusammen, die ihre Themenschwerpunkte durchboxen wollen. Es ist doch total normal, dass sich da auch mal etwas verhakt - und trotzdem: es wird am Ende klappen.“ Man komme jetzt auf die Zielgerade, „wo alle noch mal ihre Standpunkte deutlich machen“. (dpa, Tsp)

Die Wahrheit über Green Card Recapture .
© Thinkstock Die Wahrheit über Green Card Realpocteure Viele Fehlinformationen hat sich im Widerspruch zum Bauen von besseren Rechtsvorschriften entstanden als "Giveaway zu Big Tech". Gegner zu dieser Bestimmung zitieren mit seiner -Unterstützung von Advocacy-Organisationen wie FWD.US, der von Tech- und Business-Führern gegründet wurde. Also, was ist dieses Visum "Giveaway"? Die kurze Antwort ist, dass es keine solche gibt; Das ist reine Fantasie.

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