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Welt & PolitikKampf gegen Geldwäsche: Erdgas statt Geldwäsche: Zyperns neues Geschäftsmodell

08:40  12 juni  2019
08:40  12 juni  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Geplantes Gesetz: Hunderttausende Hongkonger demonstrieren gegen Auslieferungen an China

Geplantes Gesetz: Hunderttausende Hongkonger demonstrieren gegen Auslieferungen an China Ein neues Gesetz soll es in Hongkong ermöglichen, mutmaßliche Kriminelle nach China auszuliefern. Dagegen regt sich vehementer Protest nicht nur der Bürger. Bei der größten Demonstration seit Jahren haben Hunderttausende Hongkonger gegen die Pläne der Regierung für ein Auslieferungsgesetz demonstriert. Anwaltsverbände, Menschenrechtler und auch ausländische Regierungen sind besorgt über das Gesetz. Es würde den Behörden erlauben, auf Ersuchen chinesischer Stellen Verdächtigte an die Volksrepublik auszuliefern.

Jetzt entdeckt Zypern ein neues , sauberes Geschäftsmodell : Erdgas . US-Diplomat Matthew Palmer ist nicht gekommen, um in Erinnerungen Die Spezialeinheit zum Kampf gegen die Geldwäsche in Deutschland. Und Aphrodite ist nur einer von mehreren vielversprechenden Erdgasfunden vor Zypern .

In neuen Wirtschaftswachstumsmodellen gilt Geldwäsche wie auch Korruption als eine der langfristigen und nachhaltigen Wachstumsverhinderer. Auf europäischer Ebene sind Mittel im Kampf gegen die Geldwäsche erstmals durch die EU-Richtlinie Nr.

Kampf gegen Geldwäsche: Erdgas statt Geldwäsche: Zyperns neues Geschäftsmodell © dpa Die Regierung des Inselstaats geht gegen dubiose Finanztransaktionen vor.

Der Inselstaat galt jahrelang als beliebter Fluchtort für Schwarzgeld. Jetzt entdeckt Zypern ein neues, sauberes Geschäftsmodell: Erdgas.

US-Diplomat Matthew Palmer ist nicht gekommen, um in Erinnerungen zu schwelgen. Auch, wenn es ein bisschen so klingt: „Ich habe gute Erinnerungen an Zypern, ich liebe diesen Ort“, schwärmte er bei seinem jüngsten Besuch in der Inselhauptstadt Nikosia, bei dem er auch von Staatspräsident Nikos Anastasiades empfangen wurde.

Von 2003 bis 2006 arbeitete Palmer als politischer Direktor an der US-Botschaft in Nikosia. Der Diplomat, der inzwischen zum Staatssekretär für Europa und Eurasien im US-Außenministerium aufgestiegen ist, hat mit Anastasiades über die Zukunft gesprochen. Zwei Themen bestimmten die Unterhaltung: Geld und Gas.

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Was ist Geldwäsche ? Unter Geldwäsche versteht man finanzielle Transaktionen, die darauf ausgelegt sind, die Herkunft und die Existenz von Geld oder anderen Vermögenswerten aus illegalen Das Ziel der Geldwäsche ist es also, die Herkunft illegal erworbenen Geldes zu verschleiern.

Doch Zypern kommt im Kampf gegen Geldwäsche offenbar nur langsam voran - und die Banken haben sich längst angepasst. In Zypern erfahren die Reporter, wie sich die neuen Geldwäscheregeln umgehen lassen. Einfach sollte es eigentlich nicht sein.

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Lange war der EU-Staat Zypern nicht nur ein Steuerparadies, sondern auch ein riesiger Schwarzgeldbunker. Jetzt geht die Regierung in Nikosia gegen die dubiosen Finanztransaktionen vor – auf Druck der USA. Während die zyprischen Banken Zehntausende verdächtige Konten schließen, stellt sich die Insel neu auf: Bedeutende Erdgasvorkommen könnten Zypern ein Wirtschaftswunder bescheren. Auch dabei spielen die USA eine Schlüsselrolle.

Seit dem Untergang der Sowjetunion war Zypern ein beliebter Fluchtort für Schwarzgelder aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, vor allem Russland und der Ukraine. Nach inoffiziellen Angaben aus Kreisen der zyprischen Zentralbank bunkerten russische und ukrainische Bürger vor sechs Jahren fast zwölf Milliarden Euro auf der Insel. Inzwischen sind es geschätzt weniger als fünf Milliarden.

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Auf die Frage, was unsere heutige Gesellschaft am stärksten ausmacht, antworten einige ohne zu zögern: das Geld. Diejenigen, die es haben, wollen es behalten und jene, die es nicht haben, streben

Eine neue Truppe beim Zoll werde die "Financial Intelligence Unit" (FIU) übernehmen und Deutschland bei der Jagd nach schmutzigem Geld "noch besser und Monate später funktioniert das nur in der Theorie, Deutschlands wichtigste Institution im Kampf gegen verdächtige Geldströme ist nur bedingt

Vor allem die USA drängen die Regierung in Nikosia, dubiose Finanztransaktionen russischer Oligarchen auf der Insel zu unterbinden. Zypern gebe beim Thema Geldwäsche und Terrorfinanzierung „Anlass zu besonderer Sorge“, stellte das US-Außenministerium schon 2015 fest. Der Zustrom der russischen Gelder sorgte für eine gewaltige Blase. 2010 erreichte die Bilanzsumme der zyprischen Geschäftsbanken das Neunfache des Bruttoinlandsprodukts.

Die Banker investierten die Kundengelder zu einem großen Teil in renditestarke, aber hochriskante griechische Staatsanleihen. So geriet Zypern 2012 mit dem griechischen Schuldenschnitt in den Strudel der Hellas-Krise. Die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds retteten die Insel mit Hilfskrediten von zehn Milliarden Euro vor dem drohenden Bankrott.

Konten gekündigt

Nachdem Zypern die Folgen der Krise weitgehend verkraftet hat, rückt nun der Kampf gegen die Geldwäsche in den Vordergrund. Die Regierung zieht mit: „Diese Geschäfte sind vorbei, wir wollen sie nicht mehr“, sagt Finanzminister Harris Georgiades. Systematisch nehmen die Banken jetzt ihre Kunden unter die Lupe.

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Es ist ein kleiner Erfolg in einem schier aussichtlos erscheinenden Kampf . Milliarden Euro Schwarzgeld aus dubiosen russischen Quellen werden jedes Jahr in Deutschland Das ist ein starkes Signal, dass wir hier mit aller Härte gegen Geldwäsche vorgehen", sagt Oberstaatsanwalt Engel.

Neuer Ärger für N26: Die Finanzaufsicht hat die Smartphone-Bank überprüft und fordert Nachbesserungen bei Geldwäschekontrollen. Geldwäsche -Spezialisten der Deutschen Bank wollten der „New York Times“ zufolge 2016 und 2017 verdächtige Geldflüsse von Trump-Organisationen an

Konten von Briefkastenfirmen werden geschlossen, wenn die Unternehmen keine Geschäftstätigkeit nachweisen können und außer einer Adresse keine physische Präsenz auf der Insel haben. Zahlen nennen die Banken nicht, aber Insider schätzen, dass die Institute inzwischen rund 70.000 verdächtige Konten gekündigt haben.

Die Finanzbranche war in der Vergangenheit neben dem Tourismus die wichtigste Säule der zyprischen Wirtschaft. Jetzt muss ein neues Geschäftsmodell her. Die Zukunft liegt vor den Küsten der Insel, an deren Gestade einst die Liebesgöttin Aphrodite dem Meer entstieg, so der Mythos. „Aphrodite“ haben die Zyprer denn auch jenes Erdgasvorkommen genannt, das sie vor der Südküste ihrer Insel entdeckten – ein Milliardenschatz.

Die Regierung veranschlagt, dass dort in den kommenden 18 Jahren über vier Billionen Kubikmeter Erdgas gefördert werden können. Energieminister Georgios Lakkotrypis rechnet mit Einnahmen von acht Milliarden Euro. Ein Konsortium der Mineralölkonzerne Shell (Niederlande), Noble Energy (USA) und Delek (Israel) soll um 2024 mit der Förderung beginnen.

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Eine neue Spezialeinheit sollte die Geldwäsche besiegen. Das Versagen der Einheit bereitet auch den Weg zur Terrorfinanzierung. Die Spezialeinheit zum Kampf gegen die Geldwäsche in Deutschland wurde vom damaligen Finanzminister Wolfgang Schäuble im Jahr 2017 ins Leben gerufen.

Nach nunmehr drei EU- Geldwäsche -Richtlinien ist der Begriff der Geldwäsche auf jede Art von Transaktionen ausgedehnt, unabhängig davon, ob das Geld legal oder illegal erworben wurde. Es geht nochmals um verschärfte Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, die

Und Aphrodite ist nur einer von mehreren vielversprechenden Erdgasfunden vor Zypern. Im Februar meldete der Energiemulti Exxon Mobil mit dem Bohrschiff „Stena Icemax“ südwestlich von Zypern „einen der weltweit größten Erdgasfunde der vergangenen drei Jahre“. Bereits im Jahr zuvor hatte der italienische Konzern Eni ein anderes Gasfeld vor Zypern entdeckt.

Aber die Gasfunde bergen politischen Zündstoff: Die Türkei, die seit 1974 den Norden der Insel besetzt hält, macht dem EU-Staat Zypern die Bodenschätze streitig. Ankara erhebt Ansprüche auf große Teile der zypri‧schen Wirtschaftszone. 2017 ließ die Türkei sogar Kriegsschiffe in dem umstrittenen Seegebiet auffahren und verhinderte so Probebohrungen des italienischen Mineralölkonzerns Eni. Während sich die Italiener zurückzogen, zeigen die Amerikaner Flagge.

Exxon Mobil hat für die geplante Erdgasförderung vor Zypern die politische Rückendeckung Washingtons. Die USA unterstützen auch Pläne Zyperns, Israels und Griechenlands zum Bau einer Pipeline, die das Erdgas aus dem östlichen Mittelmeer nach Westeuropa bringen soll.

US-Außenminister Mike Pompeo traf im März mit den Regierungschefs der drei Länder zusammen, um das Projekt voranzubringen. Washington sieht die geplante Mittelmeerleitung als Gegengewicht zur Nord Stream 2 – sie soll helfen, Russlands Einfluss auf dem europäischen Energiemarkt zurückzudrängen.

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Facebook will Pläne für Kryptowährung präsentieren Facebook will seine eigene Kryptowährung einführen. Mit der Kryptowährung will der durch Datenmissbrauchsskandale erschütterte Konzern seine Umsätze deutlich steigern. Die Währung würde den weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzern der Facebook-Netzwerke das Einkaufen sowie Spiele mit Geldeinsatz ermöglichen, ohne die Plattformen des Konzerns zu verlassen. Libra soll aber den Berichten zufolge auch auf nicht zu Facebook gehörenden Websites verwendet werden können. Für Libra bedarf es aber noch der Zustimmung staatlicher Aufsichtsbehörden. Die Hürden für die Zulassung in den USA und anderen Staaten sind hoch.

Das Bundesfinanzministerium will im Kampf gegen die Geldwäsche neue Wege gehen. Dazu gehört eine Bargeldobergrenze. Laut Bussmann findet Geldwäsche im großen Stil im Immobilien- und Bausektor statt . Was im Übrigen auch zu Preissteigerungen in diesem Segment führen könne, wenn

Angeblich zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird es in der EU künftig schärfere Kontrollen großer Bargeldtransfers geben. Nach Angaben der EU-Kommission einigten sich Vertreter der EU-Mitgliedstaaten am Mittwochabend mit Vertretern des

Mehr: Warum die USA jetzt Griechenland und Zypern umwerben: Wegen der Spannungen mit der Türkei baut Washington seine Verbindungen zu Griechenland und Zypern aus. Für die umworbenen Partner ist das riskant.

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Bericht: Das FBI ermittelt offenbar gegen die Deutsche Bank wegen Geldwäsche.
Die Behörden in den USA untersuchen offenbar, ob die Deutsche Bank gegen die Anti-Geldwäsche-Gesetze verstoßen hat, wie die Zeitung „The New York Times“ am Mittwoch berichtete. In dem Bericht werden sieben Quellen zitiert, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Nach ihren Aussagen würden derzeit Bundesanwälte aus mehreren Gerichtsbarkeiten und das FBI untersuchen, wie die Deutsche Bank mit internen Berichten über verdächtigen Tätigkeiten umgegangen ist, die auf mögliche Geldwäsche hinwiesen. Die Untersuchung schließe auch Transaktionen ein, die mit Donald Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner verbunden sind.

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