Welt & Politik: Urteil zum Tierschutz: Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Kükenschreddern - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikUrteil zum Tierschutz: Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Kükenschreddern

07:35  13 juni  2019
07:35  13 juni  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

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Männliche Küken aus Legehennenrassen werden in der Regel vergast und geschreddert. Ein am Donnerstag erwartetet Urteil könnte das ändern.

Das Bundesverwaltungsgericht soll diese Woche entscheiden , ob männliche Küken getötet werden dürfen, nur weil sie weder Eier legen 2016 urteilte das Oberverwaltungsgericht in Münster, dass die Brutbetriebe weiter töten dürfen wie bisher – die wirtschaftlichen Interessen überwogen den Tierschutz .

Urteil zum Tierschutz: Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Kükenschreddern © Foto: Peter Steffen/dpa Küken sitzen unter einer Wärmelampe kurz nach dem Schlüpfen.

Männliche Küken aus Legehennenrassen werden in der Regel vergast und geschreddert. Ein am Donnerstag erwartetet Urteil könnte das ändern.

Das Bundesverwaltungsgericht wird am Donnerstag sein mit Spannung erwartetes Urteil zum massenhaften Töten von männlichen Küken in der deutschen Geflügelwirtschaft verkünden. Das höchste deutsche Verwaltungsgericht in Leipzig muss darüber entscheiden, ob die in den Brütereien weit verbreitete Praxis mit dem Tierschutz vereinbar ist. Ein Überblick über den Rechtsstreit, die Gründe für diese Praxis und mögliche Alternativen:

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Das Bundesverwaltungsgericht verkündet sein mit Spannung erwartetes Urteil zum massenhaften Töten von männlichen Küken in der deutschen Geflügelwirtschaft. Das Gericht muss darüber entscheiden , ob die weit verbreitete Praxis mit dem Tierschutz vereinbar ist.

Darüber entscheidet das Bundesverwaltungsgericht . Die Vorinstanz hatte die ethisch fragwürdige Praxis erlaubt. "Jedes andere Urteil wäre ein ethischer Skandal und würde von der großen Mehrheit der Kükenschreddern - Symptom eines ethisch kranken Systems. Es widerspricht jeder Intuition

Warum werden männliche Küken getötet?

Männliche Eintagsküken aus Legehennenrassen werden in der Regel vergast und geschreddert, weil sie keine Eier legen und zu wenig Fleisch ansetzen. Die Agrarbranche hat also schlicht keine Verwendung für sie. Die Unternehmen sehen derzeit wirtschaftlich keine andere Möglichkeit. Rund 45 Millionen männliche Küken werden deshalb jedes Jahr in Deutschland getötet.

Ein Verbot des Kükentötens ohne Alternative würde dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft zufolge "mittelfristig zu erheblichen Lücken" bei der Versorgung mit Eiern führen. Die Branche will demnach aus dem "aktuell weltweit praktizierten Kükentöten" aussteigen, "sobald eine praxistaugliche Alternative vorliegt".

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Wird Kükenschreddern verboten? Urteil fällt am 23. Mai. Schon 2013 wollte Nordrhein-Westfalen das Das Bundesverwaltungsgericht muss nun die OVG- Urteile auf ihre Richtigkeit überprüfen. Dem Tierschutz sei damit nicht geholfen. Die Branche wolle die Praxis beenden – brauche dafür aber

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden , dass kreisangehörige Gemeinden vor Erlass einer Satzungsbestimmung über die Höhe des Kreisumlagesatzes nicht förmlich angehört werden müssen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden . ( )

Warum verhandelt das Bundesverfassungsgericht?

Das damals noch von den Grünen geführte Landwirtschaftsministerium in Nordrhein-Westfalen wies die örtlichen Behörden im Jahr 2013 an, die Tötung der männlichen Eintagsküken zu untersagen. Dagegen klagten Unternehmen - mit Erfolg.

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Im Mai 2016 entschied das Oberverwaltungsgericht für Nordrhein-Westfalen in Münster im Berufungsverfahren, dass das Töten von Eintagsküken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei. Nun muss das Bundesverwaltungsgericht im Revisionsverfahren abschließend entscheiden.

Was ist der Knackpunkt im Rechtsstreit?

Die Verwaltungsrichter müssen vor allem die Frage klären, ob es im Sinne des Tierschutzgesetzes einen "vernünftigen Grund" für eine solche Praxis gibt. Im maßgeblichen Paragrafen eins des Gesetzes heißt es: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Dabei geht es vor allem darum, inwieweit wirtschaftliche Interessen bei dieser Abwägung berücksichtigt werden können.

Gerichtsurteil: Töten von männlichen Küken bleibt erlaubt

Gerichtsurteil: Töten von männlichen Küken bleibt erlaubt Die Küken dürfen weiterhin nach dem Schlupf vergast oder geschreddert werden.

Darüber entscheidet das Bundesverwaltungsgericht . Tierschutz : Kükenschreddern rechnet sich. Sie setzen kaum Fleisch an und legen keine Eier: Ist das Grund genug, millionenfach männliche Küken zu töten? Das Urteil soll in einer Woche, am 23. Mai fallen. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Gericht entscheidet über Kükenschreddern . Rund 45 Millionen männliche Küken in Legebatterien werden jedes Jahr getötet. Nun entscheidet das Bundesverwaltungsgericht , ob das mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist.

Das Oberverwaltungsgericht sah einen solchen Grund darin, dass die Aufzucht der männlichen Küken im Widerspruch zum Stand der Hühnerzucht und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehe. Aufgezogene männliche Küken seien für die Unternehmen praktisch nicht zu vermarkten.

Eine entscheidende Rolle dürfte auch spielen, dass der Tierschutz seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert ist. Mit Spannung wird erwartet, wie die Richter die Bedeutung von Artikel 20a mit Blick auf den massenhaften Kükentod in deutschen Brütereien bewerten.

Welche Alternativen gibt es?

Gearbeitet wird derzeit unter anderem an Methoden zur Geschlechtsbestimmung im Brutei. Dadurch sollen männliche Küken gar nicht erst ausgebrütet werden. Doch das Verfahren ist umstritten. Fraglich ist etwa, wann Embryos ein Schmerzempfinden haben. Ausgeschlossen wird dies derzeit nur vor dem siebten Bruttag. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt deshalb jede Methode ab, die nach dem sechsten Bruttag angewendet wird. Bei dem derzeit bekanntesten Ansatz - dem sogenannten Seleggt-Verfahren - wird das Geschlecht aber erst zwischen dem achten und zehnten Bruttag bestimmt.

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Das Bundesverwaltungsgericht wird am Donnerstag sein mit Spannung erwartetes Urteil zum massenhaften Töten von männlichen Küken in der deutschen Geflügelwirtschaft verkünden. Das höchste deutsche Verwaltungsgericht in Leipzig muss darüber entscheiden , ob die in den Brütereien

Für Tierschützer ist eine Abkehr von der spezialisierten Zucht und eine Rückkehr zu sogenannten Zweinutzungshühnern als deutlich bessere Alternative. Dabei legen die Hennen Eier, während die Hähne gemästet werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium weist aber darauf hin, dass die Hennen weniger und teilweise kleinere Eier legten und Hähne dieser Rassen langsamer wüchsen.

Eine dritte Alternative ist die Aufzucht männlicher Küken. Dies geschieht im Rahmen sogenannter Bruderhahn-Initiativen. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist das Prinzip dabei immer gleich: "Der Eier-Preis beinhaltet einen Aufschlag, mit dem die teure Mast der Legehennen-Brüder quersubventioniert wird." Entsprechende Initiativen gibt es bundesweit, aber auch regional. (AFP)

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