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Welt & PolitikIran kündigt stärkere Urananreicherung an

15:20  17 juni  2019
15:20  17 juni  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Vermittlung gescheitert? Iran sagt "Trump einer Antwort nicht würdig"

Vermittlung gescheitert? Iran sagt Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, hat Gespräche mit den USA kategorisch ausgeschlossen. "Der Iran vertraut den USA nicht, () wir haben mit den Amerikanern bereits die bittere Erfahrung beim Atomabkommen gemacht und wollen diese Erfahrung nicht wiederholen", sagte er bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Donnerstag in Teheran. Abe hält sich zu einem Vermittlungsversuch in Teheran auf. Kein vernünftiges Land würde unter Druck und Sanktionen verhandeln wollen, erklärte der iranische Führer, der laut Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen des Irans hat.

Der Iran behauptet, dass die Zunahme der Urananreicherung keinen Verstoß gegen das Abkommen darstellt und argumentiert, dass alle Parteien ihren Verpflichtungen gleichermaßen nachkommen müssen.

Der Iran will seine Kapazitäten zur Anreicherung von Uran erhöhen. Das Land beginnt nach eigenen Angaben kurzfristig mit dem Bau leistungsstärkerer Zentrifugen. Zentrifugen für die Urananreicherung stehen in der Atomanlage in Nathans.

Iran kündigt stärkere Urananreicherung an © AFP Irans Präsident Rohani (rechts) bei der Besichtigung iranischer Atomtechnologie.

Damit wird das Atomabkommen mit der EU und weiteren Partnern weiter aufgeweicht. Iran wird derzeit von den USA unter Druck gesetzt.

Iran will sich nicht mehr an zentrale Auflagen aus dem 2015 geschlossenen Atomabkommen halten. Teheran werde Uran vom 7. Juli an wieder so hoch anreichern, wie es der Bedarf des Landes erfordere, nämlich auf 20 Prozent, sagte der Sprecher der iranischen Atomenergiebehörde, Behrus Kamalwandi. Zudem werde man binnen zehn Tagen den vereinbarten Grenzwert für Uranvorräte überschreiten.

Maas warnt Iran vor Verstoß gegen das Atomabkommen

Maas warnt Iran vor Verstoß gegen das Atomabkommen Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat den Iran davor gewarnt, wie angekündigt gegen Bestimmungen des internationalen Atomabkommens zu verstoßen. Alle Seiten müssten sich an die Verpflichtungen aus dem Atomabkommen halten. Nur dann werde die Vereinbarung eine Zukunft haben. Die USA waren vor einem Jahr aus dem Nuklearabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern soll. Teheran drängt seit Monaten darauf, dass die verbliebenen Vertragspartner Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China mehr dafür tun, damit der Iran den versprochenen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Abkommen ziehen kann.

Vorbereitung für unbegrenzte Urananreicherung . Die von Irans oberstem Führer angeordneten Vorbereitungen für eine unbegrenzte Urananreicherung verstoßen nach Angaben der Atomorganisation des Landes aber nicht gegen das internationale Atomabkommen von 2015.

Vorbereitung für unbegrenzte Urananreicherung . Die von Irans oberstem Führer angeordneten Vorbereitungen für eine unbegrenzte Urananreicherung verstoßen nach Angaben der Atomorganisation des Landes aber nicht gegen das internationale Atomabkommen von 2015.

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US-Präsident Donald Trump war bereits vor einem Jahr einseitig aus dem Atomabkommen ausgestiegen, das die Regierung seines Vorgängers Barack Obama gemeinsam mit den übrigen UN-Vetomächten und Deutschland mit Iran ausgehandelt hatte. Zuletzt waren die Spannungen zwischen Iran und den USA wegen mutmaßlicher iranischer Angriffe auf Öltanker im Golf von Oman weiter gestiegen.

Die Europäische Union bemüht sich, das Atomabkommen aufrecht zu erhalten. Zuletzt war der deutsche Außenminister Heiko Maas nach Teheran gereist, um eine Deeskalation im Konflikt mit den USA zu bewirken und Irans Regierung zur Erfüllung des Abkommens zu bewegen.

USA schicken 1000 weitere Soldaten nach Nahost

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Vorbereitung für unbegrenzte Urananreicherung . Die von Irans oberstem Führer angeordneten Vorbereitungen für eine unbegrenzte Urananreicherung verstoßen nach Angaben der Atomorganisation des Landes aber nicht gegen das internationale Atomabkommen von 2015.

Der Iran plant, Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen zu reduzieren – weil andere Unterzeichner wie die EU, dem Das kündigte das Außenministerium in Teheran am Mittwoch an. Die Urananreicherung des Iran ist auf ein Niveau unterhalb der Grenze festgeschrieben, ab der eine

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Nach dem Abschuss einer US-Aufklärungsdrohne durch den Iran haben die Vereinigten Staaten US-Medienberichten zufolge Cyberangriffe auf iranische Raketenkontrollsysteme und ein Spionagenetzwerk gestartet. US-Präsident Donald Trump hatte einen militärischen Vergeltungsangriff erwogen, diesen dann aber kurzfristig abgebrochen. Wie die Zeitung "Washington Post" am Samstag berichtete, wies Trump stattdessen das US-Cyber-Kommando an, zur Vergeltung Cyberattacken gegen den Iran zu starten.

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