Welt & PolitikKanzlerin krank?: Jetzt äußert sich Angela Merkel zu den Zitteranfällen

05:30  01 juli  2019
05:30  01 juli  2019 Quelle:   berliner-kurier.de

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Grünen-Chefin Annalena Baerbock (38) hat sich für ihre Spekulation über den Gesundheitszustand von Kanzlerin Angela Merkel (64) entschuldigt.

„Diese Äußerung war ein Fehler“, schrieb sie am frühen Samstagmorgen auf Twitter. Dafür habe sie die Bundeskanzlerin um Entschuldigung gebeten. Sie habe unbedacht einen Zusammenhang hergestellt, den es nicht gebe.

Baerbock spekulierte öffentlich über Gesundheitszustand von Angela Merkel

In einer Pressekonferenz hatte Baerbock am Freitag einen Zusammenhang zwischen den Zitteranfällen Merkels (hier die Details) und dem Klimawandel hergestellt und mit Blick auf die heißen Temperaturen der vergangenen Tage gesagt: „Auch bei der Bundeskanzlerin wird deutlich, dass dieser Klimasommer gesundheitliche Auswirkungen hat.“

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Baerbock hatte weiter gesagt, sie sei selbst gerade im Irak gewesen, dort sei es 48 Grad heiß gewesen. Sollten in deutschen Städten diese Temperaturen herrschen, würde die Arbeits- und Wirtschaftsweise komplett anders bei allen sein, da es anders als im Irak keine Klimaanlagen in Büros gebe. „Dann wird jeder, wenn er eine Stunde in dieser prallen Sonne steht, zitterig werden.“

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Kanzlerin krank?: Jetzt äußert sich Angela Merkel zu den Zitteranfällen © AFP Neuer Inhalt

Baerbock: „Hitze macht auch vor Bundeskanzlerinnen nicht Halt.“

Deswegen müsse hier und heute gehandelt werden, weil die Klimaauswirkungen direkt angekommen seien. Baerbock fügte auf Nachfrage eines Journalisten hinzu, das Zittern sei ein Zeichen, „dass Hitze auch vor Bundeskanzlerinnen nicht Halt macht“.

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Nun twitterte Baerbock, Hintergrund ihrer Aussage sei die Frage eines Journalisten gewesen, „ob der Gesundheitszustand der Kanzlerin Neuwahlen noch drängender mache. Diese Frage habe ich deutlich verneinen und auf die Hitze verweisen wollen. Das ist gründlich schief gegangen.“

Merkel versucht Sorgen um ihre Gesundheit zu zerstreuen - Kanzlerin: „Mir geht es gut“

Unterdessen hat Angela Merkel hat Sorgen um Ihre Gesundheit zu zerstreuen versucht. Auf die Frage, ob sie wegen ihrer öffentlichen Zitterattacken einen Arzt aufgesucht habe, sagte Merkel am Samstag in Osaka: „Ich kann Ihnen so viel berichten, dass ich Ihre Frage erst einmal verstehen kann.“ Sie habe ansonsten „aber nichts besonderes zu berichten, mir geht es gut“. Merkel fügte hinzu: „Ich bin überzeugt: So wie diese Reaktion aufgetreten ist, wird sie auch wieder vergehen.“

Auch im Ausland wird über Merkels Zittern spekuliert

Über den Gesundheitszustand der Regierungschefin wird auch im Ausland diskutiert. Nur Stunden vor ihrem Abflug nach Japan zum G20-Gipfel konnten Millionen Menschen sehen, wie die Kanzlerin ihren zitternden Körper bei der Übergabe der Ernennungsurkunde an die neue Justizministerin Christine Lambrecht (54, SPD) nur schwer unter Kontrolle brachte.

Schon am Dienstag vergangener Woche hatte Merkel in einer ähnlichen Situation an der Seite des neuen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (41) einen krampfartigen Zitteranfall erlitten. In Osaka wirkte die Kanzlerin beim G20-Gipfel aber fit.

(dpa)

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