Welt & Politik: Migranten auf dem Mittelmeer: UN fordern Europäer zur Seenotrettung auf - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikMigranten auf dem Mittelmeer: UN fordern Europäer zur Seenotrettung auf

13:05  12 juli  2019
13:05  12 juli  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Seenotrettung: Salvini antwortet Seehofer: „Häfen bleiben dicht“

Seenotrettung: Salvini antwortet Seehofer: „Häfen bleiben dicht“ Horst Seehofer hatte die Öffnung von Häfen für Rettungsschiffe gefordert.

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert die Evakuierung von Migranten in Libyen. Unterstützung bekommt er vom UN -Flüchtlingshilfswerk. Mit Blick auf die Bootsflüchtlinge warf Müller Europa in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vor, die Augen zu verschließen.

Die Hülle des Schlauchbootes, von der die „Alan Kurdi“ die Geflüchteten rettete, treibt auf dem Mittelmeer . Und selbst dann stellten sich noch immer mehr Fragen als die, auf die es eine einfache Antwort gäbe. Denn die Form der Migration , die wir derzeit beobachten, ist eine, in der die Stärksten

Die Europäer sollten ihre eingestellten Rettungsaktionen wieder aufnehmen, verlangen zwei UN-Organisationen. Sichere Häfen sehen sie nicht in Libyen.

Migranten auf dem Mittelmeer: UN fordern Europäer zur Seenotrettung auf © Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa Migranten in Not auf dem Mittelmeer: Seenotrettung wird derzeit von privaten Initiativen übernommen – wie hier der „Alan Kurdi“.

Die unhaltbaren Zustände für Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen müssen die Europäer und andere Aufnahmeländer nach Überzeugung der Vereinten Nationen zum Umdenken zwingen. Die Europäer sollten ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen, verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino am Donnerstagabend in einer Erklärung in Genf. Zudem seien dringend mehr Aufnahmeplätze für in Libyen Gestrandete nötig.

Flüchtlingskrise im Mittelmeer: Entwicklungsminister Müller fordert "Übereinkunft zur Seenotrettung"

Flüchtlingskrise im Mittelmeer: Entwicklungsminister Müller fordert Angesichts der Lage der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer lenkt Entwicklungsminister Müller den Blick nach Libyen und verlangt eine humanitäre Initiative. © Foto: imago/ Florian Gärtner Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, CSU. Angesichts der Flüchtlingskrise im Mittelmeer hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine "Übereinkunft zur Seenotrettung" gefordert. Mit dem Ende der EU-Mittelmeermission "Sophia" habe die Europäische Union "ihre Scheinwerfer ausgeschaltet", kritisierte Müller in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ist für einen neuen Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer . "Fest steht, seit die Seerettung im Mittelmeer zurückgefahren wurde, sterben mehr Menschen als vorher. Da können wir als Europäer nicht zuschauen", sagte der

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius ist für einen neuen Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer . „Fest steht, seit die Seerettung im Mittelmeer zurückgefahren wurde, sterben mehr Menschen als vorher. Da können wir als Europäer nicht zuschauen“, sagte der

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Die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, müsse gestoppt werden. Libyen sei ein gefährliches Pflaster. Eine Tragödie wie der Tod von mehr als 50 Migranten, die vergangene Woche bei einem Raketeneinschlag im Internierungslager Tadschura östlich von Tripolis umkamen, dürfe sich nie wiederholen. Die Gegend ist seit Beginn der Offensive von General Chalifa Haftar, der die Regierung in der Hauptstadt stürzen will, heftig umkämpft.

Lindner will Schiffbrüchige nach Nordafrika zurückbringen

Lindner will Schiffbrüchige nach Nordafrika zurückbringen In der Debatte über die Seenotrettung im Mittelmeer hat sich der FDP-Vorsitzende Christian Lindner für die Schaffung legaler Fluchtwege nach Europa und menschenwürdiger Unterkunftsmöglichkeiten in Nordafrika ausgesprochen. © Foto: Emilio Morenatti/AP Flüchtlinge werden nördlich der libyschen Stadt Sabratha aus einem Schlauchboot gerettet. Ihnen droht oft der Rücktransport in das Bürgerkriegsland. «Unterlassene Hilfeleistung ist nicht zu rechtfertigen.

Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer . «Fest steht, seit die Seerettung im Mittelmeer zurückgefahren wurde, sterben mehr Menschen als Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hatte mit ihrem Schiff «Alan Kurdi» am Montagabend vor Libyen erneut 44 Migranten gerettet.

Die „Alan Kurdi“ fahre unter deutscher Flagge, Berlin sei deshalb für die 65 Migranten an Bord verantwortlich. Wieder sitzt ein deutsches Rettungsschiff auf dem Mittelmeer fest. In einem Brief forderte Seehofer Salvini nun auf , die Dauerkrise der Rettungsschiffe im Mittelmeer zu beenden.

Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf, ebenso wie 800.000 weitere Migranten. Flüchtlinge sind nach UN-Definition Menschen, die vor Gewalt oder Verfolgung flüchten, andere Migranten suchen ein besseres Leben im Ausland. Alle diese Menschen müssten besser davor geschützt werden, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, verlangten Grandi und Vitorino. (dpa)

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