Welt & PolitikMigranten auf dem Mittelmeer: UN fordern Europäer zur Seenotrettung auf

13:05  12 juli  2019
13:05  12 juli  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

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Die Europäer sollten ihre eingestellten Rettungsaktionen wieder aufnehmen, verlangen zwei UN -Organisationen. Migranten in Not auf dem Mittelmeer : Seenotrettung wird derzeit von privaten Initiativen übernommen – wie hier der „Alan Kurdi“.Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa.

Das UN -Flüchtlingshilfswerk UNHCR fordert neue Anstrengungen der Europäischen Union zur Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer . Um Migranten keinen Anreiz zu bieten, sich auf den Weg nach Europa zu machen, soll sie abseits der Fluchtrouten operieren.

Die Europäer sollten ihre eingestellten Rettungsaktionen wieder aufnehmen, verlangen zwei UN-Organisationen. Sichere Häfen sehen sie nicht in Libyen.

Migranten auf dem Mittelmeer: UN fordern Europäer zur Seenotrettung auf © Foto: Fabian Heinz/Sea-Eye/dpa Migranten in Not auf dem Mittelmeer: Seenotrettung wird derzeit von privaten Initiativen übernommen – wie hier der „Alan Kurdi“.

Die unhaltbaren Zustände für Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen müssen die Europäer und andere Aufnahmeländer nach Überzeugung der Vereinten Nationen zum Umdenken zwingen. Die Europäer sollten ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen, verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino am Donnerstagabend in einer Erklärung in Genf. Zudem seien dringend mehr Aufnahmeplätze für in Libyen Gestrandete nötig.

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Die deutschen Bundesländer sollen Schiffe zur " Seenotrettung " ins Mittelmeer entsenden. Ein Antrag mit dieser Forderung soll auf dem Bundesparteitag der Grünen am Wochenende gestellt werden. Angesichts des Zögerns der EU müssten die deutschen Länder handeln.

Seenotrettung : Immer wieder Streit um Rettungsschiffe mit Migranten an Bord – doch es scheint noch immer keine Lösung in Sicht. UN fordern Europäer zu neuen Rettungsaktionen auf. Die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, müsse gestoppt

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Die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, müsse gestoppt werden. Libyen sei ein gefährliches Pflaster. Eine Tragödie wie der Tod von mehr als 50 Migranten, die vergangene Woche bei einem Raketeneinschlag im Internierungslager Tadschura östlich von Tripolis umkamen, dürfe sich nie wiederholen. Die Gegend ist seit Beginn der Offensive von General Chalifa Haftar, der die Regierung in der Hauptstadt stürzen will, heftig umkämpft.

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Flüchtlingskrise im Mittelmeer: Entwicklungsminister Müller fordert Angesichts der Lage der Bootsflüchtlinge auf dem Mittelmeer lenkt Entwicklungsminister Müller den Blick nach Libyen und verlangt eine humanitäre Initiative. © Foto: imago/ Florian Gärtner Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, CSU. Angesichts der Flüchtlingskrise im Mittelmeer hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine "Übereinkunft zur Seenotrettung" gefordert. Mit dem Ende der EU-Mittelmeermission "Sophia" habe die Europäische Union "ihre Scheinwerfer ausgeschaltet", kritisierte Müller in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag.

Das UN -Flüchtlingshilfswerk warnt davor, Migranten dem Meer zu überlassen. Es müssten wieder Schiffe zum Einsatz kommen - auch von privaten Rettern. Der deutsche UNHCR-Vertreter verlangt nun den Aufbau neuer Rettungsmissionen, um die Kapazitäten für die Seenotrettung zu erhöhen.

Gleichzeitig fordert das Land eine umfassende europäische Lösung zur Seenotrettung . Portugal hat die Aufnahme von 35 Migrantinnen und Migranten angeboten, die vom Rettungsschiff Ocean Viking aus dem Mittelmeer gerettet wurden.

Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf, ebenso wie 800.000 weitere Migranten. Flüchtlinge sind nach UN-Definition Menschen, die vor Gewalt oder Verfolgung flüchten, andere Migranten suchen ein besseres Leben im Ausland. Alle diese Menschen müssten besser davor geschützt werden, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, verlangten Grandi und Vitorino. (dpa)

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