Welt & Politik: Kampmann und Roth wollen SPD-Chefs werden: "Vielleicht brauchen die jetzt so einen Typen wie Dich" - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikKampmann und Roth wollen SPD-Chefs werden: "Vielleicht brauchen die jetzt so einen Typen wie Dich"

18:55  19 juli  2019
18:55  19 juli  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Interview: Bosch-E-Bike-Chef: "Wir wollen keine Subventionen – wir brauchen gute und sichere Radwege"

Interview: Bosch-E-Bike-Chef: Bosch hat mehr für die Verkehrswende getan, als die komplette Autoindustrie. Die Begeisterung der Politik hält sich dennoch in Grenzen. Der stern sprach mit dem Chef von Bosch eBike Systems, Claus Fleischer, über fehlende Radwege, politische Nackenschläge und E-Bike Tuning. Herr Fleischer, das politische Berlin träumt vom Leitmarkt für E-Mobilität. Dabei spricht aber niemand von Bosch eBike Systems, obwohl Millionen Menschen mit ihren Motoren unterwegs sind. Seit Jahren schaut die Polit-Prominenz auf Messen bei der Premiere von E-Autos vorbei – zum Durchbruch hat es der Sache nicht verholfen.

Und diese Auffassung ist eine Motivation der beiden, sich für den SPD -Vorsitz zu bewerben, der seit Sie brauchen die Unterstützung von fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband der SPD . Sie wollen die Bundesregierung eventuell im Herbst, wenn sich die Partei sowieso eine

Roth sagte, die SPD werde derzeit "bestenfalls als ordentlich arbeitender Reparaturbetrieb, aber nicht als spannender Ort großer Debatten und Visionen wahrgenommen". Das wolle man ändern. "Wir wagen es und freuen uns auf Eure Unterstützung", schrieb Roth am Dienstagabend bei Twitter.

Kampmann und Roth wollen SPD-Chefs werden: "Vielleicht brauchen die jetzt so einen Typen wie Dich" © Foto: imago images / photothek Michael Roth und Christina Kampmann wollen SPD-Vorsitzende werden.

Das erste offizielle Duo für die neue SPD-Doppelpitze stellt sich vor - bisher sind die beiden in der breiten Öffentlichkeit eher unbekannt.

Die Zustandsbeschreibung ist einigermaßen düster: Die SPD, sagt Michael Roth, leide an sich selbst und, habe ein Haltungsproblem und der Umgang miteinander sei unterirdisch. „Damit muss jetzt Schluss sein.“

Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, sitzt am Freitag mit der ehemaligen NRW–Familienministerin Christina Kampmann in einem Berliner Restaurant. Sie wollen SPD-Chefs werden, gemeinsam. Die Bewerbung des Duos wurde jetzt vom SPD–Wahlvorstand offiziell zugelassen. Zeit, sich vorzustellen – denn in der breiten Öffentlichkeit ist sie kaum bekannt, er nur ein bisschen.

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Steuergewerkschaft: Finanzämter greifen bei Die Finanzämter gehen nach den Worten des Chefs der Deutschen Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, mit aller Härte gegen sogenannte Reichsbürger vor. "Das ist ein hochideologisches, sehr aggressives und gewaltbereites Klientel, weshalb wir unser Verhalten ihnen gegenüber ändern mussten", sagte Eigenthaler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vom Donnerstag. Zunächst hätten die Finanzämter diese Menschen als Spinner abgetan und lieber einen Brief mehr geschrieben. Doch das habe nur zu noch mehr Aggression geführt. "Jetzt wird gleich von Anfang an hart durchgegriffen - rechtlich korrekt, aber zügig und ohne Nachsicht", sagte Eigenthaler.

Deutschland/Welt Ex-Bundestagsmitglied Hans Wallow will SPD - Chef werden . Für eine offizielle Bewerbung braucht er allerdings noch Unterstützer. Bisher haben der Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann

Bewerbung für Vorsitz - Ein 79-Jähriger und ein Neu-Genosse wollen SPD - Chefs werden . Noch anderthalb Monate läuft die Bewerbungsphase für den Vorsitz der SPD. Zwei Duos sind offiziell in das Rennen eingetreten: Michael Roth und Christina Kampmann sowie Karl Lauterbach und Nina Scheer.

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Noch haben Kampmann und Roth einen Vorteil: Das Rennen um den SPD-Vorsitz geht sehr schleppend voran. „Der SPD-Vorsitz wird fast schon wie ein infektuöses Kleidungsstück behandelt“, beklagte Ex-Parteichef Sigmar Gabriel. Das einzige andere Duo, das sich schon hervorgewagt hat, besteht aus Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Umweltpolitikerin Nina Scheer. Sie stellten sich am Donnerstagabend vor und sprachen sich für einen Ausstieg aus der Groko aus. Offiziell zugelassen sind sie aber noch nicht.

„Vielleicht brauchen die jetzt so einen Typen wie dich“

Kampmann und Roth gehen also optimistisch an die Sache ran. Sie wollen sich als Tandem präsentieren, das den landes- und den bundespolitischen Blick vereint. Die 39-Jährige Kampmann sitzt im Landtag in NRW, war Ministerin im Kabinett von Hannelore Kraft und eine Weile auch im Bundestag. Sie ist auf einem Biobauernhof aufgewachsen, ihr Vater war Kfz-Mechaniker, sie studierte als erste in ihrer Familie und bekam danach in ihrem Job im Sozialamt mit, „was Armut bedeutet“. Roth, der aus Nordhessen kommt, ist in seinem Job im Auswärtigen Amt viel unterwegs, seit anderthalb Jahren sitzt er im Parteivorstand.

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Erstmals in der deutschen Parteiengeschichte können sich Teams um den Parteivorsitz bewerben. (Quelle: Reuters).

/ Nachrichten Politik Ein 79-Jähriger und ein Neu-Genosse wollen SPD - Chefs werden . Noch anderthalb Monate läuft die Bewerbungsphase für den Vorsitz der SPD. Zwei Duos sind offiziell in das Rennen eingetreten: Michael Roth und Christina Kampmann sowie Karl Lauterbach und Nina Scheer.

Aber wie kommt man dazu, sich als eher unbekanntes Duo als erstes in dieses Rennen zu werfen? Roth erzählt die Geschichte so: Er ist gerade auf Radtour mit Freunden und seinem Mann, als ihn die Nachricht vom Rücktritt der Parteichefin Andrea Nahles erreicht. Roth ist erschüttert. Sein Mann, der mit der SPD nichts zu tun hat, sagt: „Vielleicht brauchen die jetzt so einen Typen wie dich.“ Roth denkt: Er alleine an der Parteispitze – niemals.

Doch als dann die Debatte über eine Doppelspitze beginnt, denkt er doch darüber nach. Und kommt ziemlich bald auf Kampmann, mit der er seit den Bundestagszeiten in Kontakt geblieben ist. „Im Bundestag haben sich damals alle SPD-Arbeitsgruppen um sie gerissen“, erzählt er. Roth ruft Kampmann an. Die ist überrascht, sagt aber schließlich Ja. Mit den Reaktionen bislang sind sie zufrieden. „Viele haben gesagt: Das sind mal neue, frische, jüngere Gesichter“, erzählt Kampmann.

Kandidaten-Duo Scheer und Lauterbach plädiert für das Ende der "Groko"

Kandidaten-Duo Scheer und Lauterbach plädiert für das Ende der Die SPD-Politiker Nina Scheer und Karl Lauterbach plädieren bei ihrer gemeinsamen Bewerbung für den Parteivorsitz für ein Ende des Regierungsbündnisses mit der Union. "Wir sind der Meinung, dass die SPD die große Koalition verlassen sollte, weil wir zu wenig erreicht haben", sagte Lauterbach bei einem gemeinsamen Presseauftritt am Donnerstag in Berlin. Letztlich sollten aber die Parteimitglieder über den Fortbestand des Regierungsbündnisses entscheiden. Lauterbach und Scheer gehören beide der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion an.

Es heißt: Willst du mit mir kandidieren? Kein Telefongespräch unter Sozialdemokraten findet derzeit statt, in dem nicht zumindest scherzhaft diese Frage gestellt würde. Ernsthaft gemeldet haben sich schon die Duos Michael Roth /Christina Kampmann und Karl Lauterbach/Nina Scheer.

Roth sagte, die SPD werde derzeit "bestenfalls als ordentlich arbeitender Reparaturbetrieb, aber nicht als spannender Ort großer Debatten und Visionen wahrgenommen". Das wolle man ändern. "Wir wagen es und freuen uns auf Eure Unterstützung", schrieb Roth am Dienstagabend bei Twitter.

Endlich wieder große Zukunftsdebatten

Fraglich ist trotzdem, ob die beiden eine Chance haben. Denn bis September werden sich noch weitere, prominentere SPD-Politiker aus der Deckung wagen. Dann müssen Roth und Kampmann zeigen, was neben „frisch und voller Zuversicht“, wie Kampmann es nennt, ihr Alleinstellungsmerkmal ist. Im Restaurant sagen sie Sätze wie „Wir möchten, dass die SPD der Ort ist, wo die großen Zukunftsdebatten stattfinden“, oder „Die SPD muss sich profilieren im Kampf gegen den Nationalismus.“ Die beiden wollen auf Europa setzen, auf Digitalisierung, Klimaschutz, auf Zusammenhalt in der Gesellschaft, den Kampf gegen Kinderarmut und auf eine neue Form der Führung innerhalb der SPD. Beim Thema Groko legen sie sich nicht endgültig fest und plädieren für einen Mitgliederentscheid. Zum Konzept gehört nämlich auch, nicht immer alle Antworten gleich parat zu haben.

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Der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland ist fast zum Erliegen gekommen. Im ersten Halbjahr lag der Bruttozubau bei 287 Megawatt beziehungsweise 86 Anlagen. © Foto: Patrick Pleul Der Ausbau der Windenergie an Land in Deutschland ist fast zum Erliegen gekommen. Im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang von 82 Prozent im Vergleich zum bereits schwachen Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen der Deutschen Windguard im Auftrag der Verbände BWE und VDMA Power Systems hervor, die am Donnerstag vorgelegt wurden.

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