Welt & Politik „Drastischer Rückstand“: Deutschland wird Klimaziele laut Habeck verfehlen

18:21  29 dezember  2021
18:21  29 dezember  2021 Quelle:   ksta.de

Halbleiter: Habeck kündigt Offensive an – Kommt Intel nach Deutschland?

  Halbleiter: Habeck kündigt Offensive an – Kommt Intel nach Deutschland? Die weltweiten Lieferengpässe bei Halbleitern und Chips halten die Industrie in der laufenden Pandemie weiter in Atem und auch in Deutschland und Europa machen sich ihre Auswirkungen bemerkbar. Um die Folgen langfristig abzumildern, kündigte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck jetzt eine neue Offensive an, um die Chipindustrie zurück nach Europa zu holen. Mindestens 10 Milliarden Euro will […]Erklärtes Ziel ist es laut Habeck, dass nicht nur die Produktion wieder stärker in die heimischen Gefilde geholt wird.

Bundesklimaschutzminister Robert Habeck geht davon aus, dass Deutschland in den kommenden zwei Jahren seine Klimaschutzziele verfehlen könnte. „Wir werden unsere Ziele vermutlich auch für 2022 noch verfehlen, sogar für 2023 wird es schwer genug“, sagte der Grünen-Politiker der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag). Mit Blick auf die Reduktion von klimaschädlichen Treibhausgasen erklärte er: „Wir fangen mit einem drastischen Rückstand an.“

Bundesklimaschutzminister Robert Habeck © dpa Bundesklimaschutzminister Robert Habeck

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP biete aber „viele Möglichkeiten“, um künftig nachzubessern, sollten die einzelnen Sektoren wie Verkehr, Landwirtschaft oder auch Energie ihre CO2-Minderungsziele verfehlen, erklärte Habeck. Alle Ministerien hätten den „gemeinsamen Willen“, die Erderhitzung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen und damit die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

Rückzahlung von Soforthilfen: Habeck fordert Moratorium

  Rückzahlung von Soforthilfen: Habeck fordert Moratorium Zu Beginn der Pandemie konnten besonders betroffene Unternehmen staatliche Soforthilfe beantragen. Das Geld können die Länder nun zurückfordern - doch Wirtschaftsminister Habeck tritt auf die Bremse.Das geht aus einem Brief Habecks an die Wirtschaftsminister der Länder hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorlag. Zuerst hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet.

Ausbau erneuerbarer Energien notwendig

In Deutschland führe kein Weg am massiven Ausbau erneuerbarer Energien vorbei, bekräftigte Habeck. Das bedeute auch, dass es „quasi überall da, wo der Wind weht“, Windkraftanlagen werde geben müssen. Im Durchschnitt müssten es 1000 bis 1500 neue Windräder im Jahr sein, sagte Habeck - auch abhängig davon, wie viele alte Anlagen durch neue ersetzt werden könnten. In den vergangenen Jahren seien es „kaum mehr als 450“ gewesen.

Zum Ziel der neuen Bundesregierung, bis Ende des Jahrzehnts 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen, sagte Habeck: „Wir haben 30 Jahre gebraucht, um auf einen 42-prozentigen Anteil zu kommen. Jetzt haben wir gut acht Jahre Zeit, um das Doppelte hinzubekommen.“

Im Zuge dieses Strukturwandels werde es „auch Enttäuschung und vielleicht Zorn geben, da mache ich mir keine Illusionen“, sagte Habeck mit Blick auf Arbeitsplätze, die etwa in den Kohleregionen wegfallen könnten.

Das könne für die Betroffenen „eine bittere Nachricht“ werden, sagte Habeck. Er versicherte aber: „Es werden neue Arbeitsplätze entstehen, uns geht die Arbeit nicht aus, ganz im Gegenteil.“ Die Gesellschaft werde insgesamt profitieren, wenn der Wandel gelinge. (dpa)

Neue Corona-Hilfen können beantragt werden .
Von heute an können Unternehmen die neue Überbrückungshilfe IV zum Ausgleich für Belastungen durch die Corona-Krise erhalten. © Monika Skolimowska/dpa Für die Bearbeitung sind die Bewilligungsstellen der Länder zuständig, die Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro je Fördermonat bewilligen könnten. Auf der Internetplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können Steuerberater nun bis Ende April Anträge für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 stellen, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mitteilte. Man gehe davon aus, dass je nach Pandemieverlauf bis zu 100.

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