Welt & Politik Proteste gegen Corona-Maßnahmen nehmen kein Ende

21:46  22 januar  2022
21:46  22 januar  2022 Quelle:   dw.com

Proteste in Kasachstan: Wie weiter?

  Proteste in Kasachstan: Wie weiter? Was erwartet Kasachstan in naher Zukunft und wie ist zurzeit dort die Lage? Was waren die Gründe und was sind die Folgen der Proteste? Einschätzungen von Experten aus Almaty und Moskau. © Vladimir Tretyakov/NUR.KZ/AP/picture alliance Provided by Deutsche Welle Kasachstan kommt nach den Protesten langsam wieder zur Ruhe, sagen Beobachter vor Ort, mit denen die DW gesprochen hat. Auch in Almaty, der größten Stadt des Landes und Epizentrum der Proteste, fließt der Verkehr normal und die Geschäfte sind geöffnet. In den Straßen sind jedoch bewaffnete Soldaten und militärisches Gerät zu sehen.

Alles Querdenker? Menschen, die die Corona-Pandemie für eine Erfindung oder zumindest nicht so gefährlich halten? In vielen deutschen Städten gab es wieder Proteste gegen staatliche Corona-Maßnahmen. Und gegen Medien.

Der Protest in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf ... © Federico Gambarini/dpa/picture alliance Der Protest in der NRW-Landeshauptstadt Düsseldorf ...

Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen und eine geplante Impfpflicht sind erneut mehrere tausend Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. In Schwerin folgten etwa 1100 Teilnehmer dem Aufruf zu einer Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Auch in Stuttgart und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) Halt. Kritiker der Corona-Maßnahmen zogen auch anderswo los, so etwa in Hamburg, Düsseldorf, Chemnitz, Leipzig, Dresden und Freiburg.

Corona-Pandemie: Lauterbach macht Hoffnung auf Ende der Pandemie – Bundestag berät kürzere Quarantäne

  Corona-Pandemie: Lauterbach macht Hoffnung auf Ende der Pandemie – Bundestag berät kürzere Quarantäne Corona-Pandemie: Lauterbach macht Hoffnung auf Ende der Pandemie – Bundestag berät kürzere QuarantäneBundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat mit der Hoffnung auf ein Ende der Pandemie für die allgemeine Impfpflicht geworben. „Langfristig werden wir die Pandemie in Deutschland nur beenden können, wenn der allergrößte Teil der Menschen so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht erwartet werden“, sagte Lauterbach am Donnerstag im Bundestag.

.... oder in der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart © Christoph Schmidt/dpa/picture alliance .... oder in der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart

Vor dem SWR-Gebäude in Stuttgart kritisierten die Teilnehmer die Berichterstattung in den Medien über die Corona-Pandemie. Immer wieder wurde "Lügenpresse" gerufen oder "Wir sind das Volk", wie es in Berichten hieß. Die Polizei forderte Teilnehmer auf, eine Maske zu tragen. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) missbilligte das Geschehen vor dem Gebäude des SWR. Wer "Lügenpresse" rufe und behaupte, der SWR und andere Medien würden berichten, was ihnen "von oben" gesagt werde, irre, heißt es in einer Mitteilung des Landesverbandes Baden-Württemberg. "Gleichzeitig zu fordern, Medien sollten in ihrem Sinne berichten, ist absurd. Das offenbart wenig Verständnis dafür, wie unabhängige Medien arbeiten und funktionieren", sage der DJV-Landesvorsitzende Markus Pfalzgraf.

Quarantäne, „Freitesten“ und Homeoffice-Pflicht: Diese Corona-Regeln gelten aktuell

  Quarantäne, „Freitesten“ und Homeoffice-Pflicht: Diese Corona-Regeln gelten aktuell Die Quarantäne-Zeit wird auf zehn Tage verkürzt, geboosterte Kontaktpersonen müssen nicht in Isolation und es gibt die Homeoffice-Pflicht: diese Corona-Regeln gelten aktuell in Deutschland. © fizkes / Shutterstock Wenn möglich bitte zu Hause arbeiten: Die Homeoffice-Pflicht gilt. Die Corona-Pandemie hält die Welt weiter in Atem, besonders die Omikron-Variante führt zu rasant steigenden Infektionszahlen. In Deutschland gelten ab Mitte Januar 2022 neue Corona-Regeln, die Quarantäne wird beispielsweise generell verkürzt. Hier findest du eine Übersicht einiger aktueller Corona-Regeln.


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Platzverweis

In Schwerin mussten die Beamten nach eigenen Angaben in zwei Fällen eingreifen. In einem Fall sprach die Polizei einen Platzverweis gegen einen Mann aus, der Teilnehmer einer rund 30 Leute starken Gegendemo beschimpft hatte. Als der Mann deshalb die Kundgebung verließ, soll er zudem einen Passanten geschubst haben. Gegen den Mann wurde eine Strafanzeige aufgenommen.

Unmut

Die Kundgebung in Offenbach verlief zunächst friedlich. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf rund 1200. Zu einer Gegendemonstration versammelten sich knapp 300 Menschen. In Hamburg-Barmbek fanden sich der Polizei zufolge bei zwei Veranstaltungen etwa 3300 Menschen zusammen. Eine dritte Demonstration in der Nähe des Bahnhofs Mundsburg im Bezirk Hamburg-Nord hatte am Nachmittag zunächst rund 1600 Teilnehmer. Sie liefen unter dem Motto "Wir vereint. Für eine bessere Zukunft" und wollten damit ebenfalls ihren Unmut gegen die Corona-Regeln zum Ausdruck bringen. Teilweise wurden dabei keine Masken getragen und die Abstandsregeln nicht eingehalten.

ml/uh (dpa afp)

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