Welt & Politik Berlusconi zieht Kandidatur bei italienischer Präsidentschaftswahl zurück

22:26  22 januar  2022
22:26  22 januar  2022 Quelle:   afp.com

Mitte-Rechts-Parteien wollen Berlusconi als Staatspräsident

  Mitte-Rechts-Parteien wollen Berlusconi als Staatspräsident Rom. Dass sich die italienischen Mitte-Rechts-Parteien auf Silvio Berlusconi als Kandidaten für das Amt des Staatsoberhauptes geeinigt haben, überrascht nicht. Sehr wohl aber sorgt die Zustimmung von Europa-Politiker Manfred Weber für Irritationen. © Roberto Monaldo Silvio Berlusconi im Dezember 2021. „Als Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei unterstütze ich Berlusconi für die Präsidentschaft der Republik, weil er gezeigt hat, dass er das Bewusstsein hat, um das Amt zu bekleiden“, sagte der CSU-Politiker der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“.

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Italien hat sich Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi aus dem Rennen um das höchste Staatsamt zurückgezogen. Bei einem Online-Treffen mit anderen rechtsgerichteten Spitzenpolitikern sagte der 85-Jährige am Samstag, zwar habe er Chancen auf das Amt, aber im Geiste der "nationalen Verantwortung" habe er diejenigen, die ihn für die Wahl aufgestellt hatten, gebeten, seinen Namen von der Kandidatenliste zu streichen.

Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Italien hat sich Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi aus dem Rennen um das höchste Staatsamt zurückgezogen. © Piero CRUCIATTI Zwei Tage vor der Präsidentschaftswahl in Italien hat sich Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi aus dem Rennen um das höchste Staatsamt zurückgezogen.

"Italien braucht heute Einigkeit", argumentierte Berlusconi und verwies auf die anhaltende Corona-Pandemie. "Ich werde meinem Land weiter dienen", fügte der rechtsgerichtete Milliardär hinzu.

TV-Quote zieht an: 5,11 Millionen sehen DHB-Erfolg gegen Österreich

  TV-Quote zieht an: 5,11 Millionen sehen DHB-Erfolg gegen Österreich Das Interesse des TV-Publikums an den Auftritten der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in der Slowakei und Ungarn zieht offenkundig an. © Bereitgestellt von sport1.de TV-Quote zieht an: 5,11 Millionen sehen DHB-Erfolg gegen Österreich Das Interesse des TV-Publikums an den Auftritten der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in der Slowakei un Am Sonntag verfolgten im Schnitt 5,11 Millionen Menschen ab 18.00 Uhr in der ARD das zweite Gruppenspiel gegen Österreich (34:29). Dies entsprach einem Marktanteil von 19,6 Prozent.

Berlusconi hatte wochenlang Wahlkampf betrieben, um Sergio Mattarella als Staatschef abzulösen. Experten räumten dem früheren Regierungschef jedoch kaum Chancen ein, die Abstimmung zu gewinnen.

Favorit ist nun weiterhin Ministerpräsident Mario Draghi. Der frühere Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) führt seit einem Jahr eine Einheitsregierung. Berlusconi, dessen Partei Forza Italia dem Regierungsbündnis ebenfalls angehört, hatte wiederholt den Wunsch geäußert, Draghi möge noch bis zur nächsten regulären Parlamentswahl im kommenden Jahr weiter regieren.

Der künftige italienische Präsident wird ab Montag von einem Gremium aus mehr als tausend Abgeordneten, Senatoren und Vertretern der Regionen gewählt. In den ersten drei Wahlgängen, die jeweils einen Tag in Anspruch nehmen, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit für den Sieg erforderlich, ab dem vierten Wahlgang reicht die absolute Mehrheit. Auch wenn es sich um einen eher repräsentativen Posten handelt, kommt Italiens Präsidenten in Krisenfällen eine zentrale Rolle zu.

yb

Italien plant Bewerbung für EM 2028 oder 2032 .
Der amtierende Europameister Italien will spätestens in zehn Jahren selbst eine EM ausrichten. © imago images/AFLOSPORT Italien will bei der EM 2028 oder 2032 im eigenen Land, wie hier im Mailänder San Siro, spielen. Beschleunigung bei Stadionsanierungen im Hinterkopf"Vor der UEFA-Exekutivsitzung am 20. März werden wir unsere Kandidatur vorstellen, die auch für 2032 offen ist. Wir werden eine der beiden Optionen prüfen", erklärte Gabriele Gravina, Chef des italienischen Verbandes FIGC. Ebenfalls bereits Interesse hat Russland gezeigt.

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