Welt & Politik: Friedrich-Ebert-Stiftung: Mehrheit der Deutschen ist demokratieverdrossen - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikFriedrich-Ebert-Stiftung: Mehrheit der Deutschen ist demokratieverdrossen

15:00  13 august  2019
15:00  13 august  2019 Quelle:   zeit.de

FDP will Elite-Stipendien auch für Lehrlinge

FDP will Elite-Stipendien auch für Lehrlinge Die 13 Förderwerke für Begabte sollen künftig nicht nur Studierenden offenstehen. Bei manchen Stiftungen stößt der Vorstoß der Liberalen allerdings auf Skepsis. Der Weg in Spitzenpositionen läuft in Deutschland meist über ein Studium - und nicht selten über ein Stipendium von einem der Begabtenförderwerke. Oskar Lafontaine etwa wurde als Physikstudent vom katholischen Cusanuswerk gefördert; zu den Altstipendiaten der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zählen neben prominenten Unionspolitikern auch Manager wie der Ex-Airbus-Chef Thomas Enders.

Die Friedrich - Ebert - Stiftung e. V. (FES) ist die größte und älteste sogenannte parteinahe Stiftung in Deutschland und steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nahe. Rechtlich und auch wirtschaftlich ist sie keine Stiftung, sondern ein eingetragener Verein.

Die Mitte-Studien der Friedrich - Ebert - Stiftung (FES) sind seit 2006 durchgeführte Erhebungen zu rechtsextremen Einstellungen in der deutschen Gesellschaft. Die Studien erscheinen im Zwei-Jahres-Rhythmus und werden durch die Friedrich - Ebert - Stiftung beauftragt und herausgegeben.

Nur noch eine Minderheit ist einer Untersuchung zufolge zufrieden mit der Demokratie – vor allem im Osten. Dabei gäbe es Wege, Vertrauen zurückzugewinnen.

Friedrich-Ebert-Stiftung: Mehrheit der Deutschen ist demokratieverdrossen © Sean Gallup/​Getty Images Zwei Symbole deutscher Demokratie: die Glasscheiben der Reichstagskuppel und die deutsche Nationalflagge.

70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre Mauerfall: Im Jahr 2019 werden große Jubiläen begangen. Doch was die Politik als wichtige demokratische Errungenschaften feiert, was bedeutet das eigentlich den Bürgerinnen und Bürgern noch? Offenbar nicht mehr allzu viel, folgt man dem Befund einer Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, die der SPD nahe steht. Demnach ist die Mehrheit der Deutschen, nämlich 53 Prozent, unzufrieden damit, wie die Demokratie hierzulande funktioniert – ein Tiefstand.

Umfrage vor Wahlen im Osten: Mehrheit der Deutschen gegen Zusammenarbeit mit der AfD

Umfrage vor Wahlen im Osten: Mehrheit der Deutschen gegen Zusammenarbeit mit der AfD In einer aktuellen Umfrage sprechen sich insgesamt 58 Prozent der Befragten gegen eine Kooperation mit den Rechtspopulisten aus. Im Osten ist es nur die Hälfte. © Foto: dpa/Sebastian Kahnert/ZB Björn Höcke, AfD-Chef in Thüringen, spricht zum Wahlkampfauftakt seiner Partei vor der Landtagswahl in Sachsen Eine Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland lehnt nach einer Umfrage eine Zusammenarbeit der anderen deutschen Parteien mit der AfD ab. 58 Prozent der Befragten schlossen sich dieser Haltung in dem am Freitag veröffentlichten „Politbarometer“ von ZDF und Tagesspiegel an.

Die integrierte Gesamt- und Ganztagsschule stellt ihr Konzept vor und bietet ein Forum für Ehemalige. Außerdem Jahrbücher und Informationen zu Projekten. Die Friedrich - Ebert -Schule sucht ab dem kommenden Schuljahr engagierte VertretungslehrerInnen (TV-H) mit den Fächern Kunst und / oder

Laut einer Studie der Friedrich - Ebert - Stiftung bewertet eine Mehrheit der Deutschen Einwanderung als Chance. Mehr Flüchtlinge soll das Land aber Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München mit Stationen bei der "taz" und beim SPIEGEL. Über den Wahlkampf 2017 für das

Das war nicht immer so: Lange waren etwa 60 Prozent der Deutschen zufrieden mit der Demokratie, doch seit 2015/16 gibt es einen steilen Knick nach unten. Die Studienautoren führen das vor allem auf die wirtschaftliche Situation und den Anstieg der Flüchtlingszahlen zurück.

Das interessiert andere MSN-Leser:

Naturschützer warnen: Trump-Regierung schwächt Artenschutz-Gesetz ab

Krise in Italien: Salvini kommt den Neuwahlen schneller näher als gedacht

Andrea Nahles: "Wissen, wann etwas Neues anfangen muss"

Dabei zeigen sich große Unterschiede: Menschen mit hoher Bildung und Einkommen sind überdurchschnittlich zufrieden mit der Demokratie. Die Kehrseite ist, dass diejenigen, die sich tendenziell wenig an Wahlen beteiligen, besonders unzufrieden sind, etwa Menschen mit geringerem Einkommen. Auch unter Nichtwählern ist der Anteil der Unzufriedenen besonders hoch: Er liegt bei mehr als 70 Prozent. Und wer findet, es sei völlig egal, wer regiert, ist ebenfalls unzufrieden mit der Demokratie. Menschen auf dem Land sind unzufriedener als Großstädter.

Unbekannte beschmieren Rathaus in Grimma mit Kot

Unbekannte beschmieren Rathaus in Grimma mit Kot Grimma. Einigen Menschen scheint der Besuch des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke am Freitag in Grimma ein Dorn im Auge zu sein: Das dortige Rathaus ist mit Fäkalien und Graffiti beschmiert worden. Wie die Polizeidirektion Leipzig bestätigte, ist am Freitagmorgen die Fassade am Haupteingang mit roter und schwarzer Farbe sowie mit Kot beschmutzt worden. Auf der Rückseite des Rathauses seien zwei Schriftzüge auf den Boden geschrieben worden, die sich auf die AfD-Veranstaltung im Rathaus bezogen. Der MDR hatte außerdem berichtet, dass auf der vorderen Treppe „Höcke Kacke“ stand.

46 Prozent der im Osten lebenden Deutschen ist unzufrieden mit der Demokratie , zeigt eine Studie der Friedrich - Ebert - Stiftung . Im Westen Deutschlands schätzen 67 Prozent das demokratische System als gut ein. Im Osten ist es nur eine knappe Mehrheit von 54 Prozent.

Als Deutsche _r oder Bildungsinländer_in entspricht die Förderung §8 BAföG. Das heißt, ich bekomme dieselbe Summe, die ich auch als Welche Erwartungen stellt die Friedrich - Ebert - Stiftung an dich als Stipendiatin? Die FES ist wie ein Fels in der Brandung, ein gutes Gefühl, das einen stets durch

"Teile der Ostdeutschen noch nicht angekommen in der liberalen Demokratie"

In Ostdeutschland, wo bald drei neue Landtage gewählt werden, ist der Frust besonders groß: Nur etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Ostdeutschen ist zufrieden mit der Art und Weise, wie die Demokratie funktioniert, gegenüber knapp der Hälfte (49 Prozent) im Westen. Dieser große Abstand zwischen beiden Seiten besteht seit Jahren und wird nicht kleiner. Studienautor Frank Decker, Politikwissenschaftler an der Universität Bonn, sagt: "Teile der Ostdeutschen sind noch nicht wirklich angekommen in der liberalen Demokratie."

Das macht er auch an den Wahlerfolgen der AfD fest: Zwar gebe es keine Anzeichen, dass sich die Menschen gänzlich von der Demokratie abwenden. Aber die Erfolge der AfD in Ostdeutschland seien dramatisch. Eine kritische Schwelle sei insbesondere in Sachsen erreicht: "Da gibt es tatsächlich demokratiegefährdende Tendenzen."

Krise in Italien: Bekommt Salvini doch keine Neuwahl?

Krise in Italien: Bekommt Salvini doch keine Neuwahl? Noch vor einem Misstrauensvotum gegen die italienische Regierung gibt es Bestrebungen, eine Neuwahl zu verhindern. Der Innenminister und Chef der rechten Lega, Matteo Salvini, dringt auf eine Wahl, nachdem er vergangene Woche die Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung in die Krise gestürzt hatte. © Foto: Jussi Nukari/Lehtikuva Innenminister Salvini von der rechten Lega hatte das Regierungsbündnis mit der Fünf-Sterne-Bewegung in die Krise gestürzt und fordert eine rasche Neuwahl.

Die Akademie für Soziale Demokratie ist ein junges Beratungs- und Qualifizierungsprojekt der Friedrich - Ebert - Stiftung , dass politisch Interessierten und Engagierten ein Angebot zur Vergewisserung über die Werte, Prinzipien und Ziele des eigenen politischen Handelns macht.

Die Bibliothek der Friedrich - Ebert - Stiftung Bonn ist heute eine der weltweit größten wissenschaftlichen Spezialbibliotheken zu Geschichte und Gegenwart der Arbeiterbewegung. Ihren Sitz hat sie in der Bonner Zentrale der Stiftung.

Gleichzeitig sind die Ostdeutschen deutlich optimistischer als Westdeutsche: 41 Prozent blicken zuversichtlich in die Zukunft, im Westen sind es etwa 30 Prozent. Allerdings ist das Zukunftsvertrauen insgesamt gering: Zwei Drittel der Deutschen gehen davon aus, dass es künftigen Generationen in Deutschland schlechter gehen wird. Am pessimistischsten sind Süddeutsche – möglicherweise, weil sie den größten Wohlstand und damit am meisten zu verlieren zu haben.

Viele Befragte sehen den Wohlstand ungleich verteilt: Zwei Drittel stimmen der Aussage zu, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung nicht von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitiert. Das sähen auch jene so, "die selbst nicht auf der Verliererseite sind", schreiben die Autoren.

Unzufriedenheit hängt auch von Parteibindung ab

Unterschiede gibt es zwischen den Anhängerinnen und Anhängern der einzelnen Parteien. Mit etwa zwei Dritteln Zustimmung sind Anhänger der Union am zufriedensten mit der Demokratie in Deutschland. Das erklären die Autoren mit dem Gefühl, den Wahlsieger und damit die spätere Regierungspartei gewählt zu haben. Auch die Grünen-Anhänger sind mit deutlicher Mehrheit zufrieden. Große Unzufriedenheit zeigen dagegen Anhänger der Linken: Nur ein Drittel findet die Demokratie, wie sie funktioniert, gut.

Luftfahrt: Britische Ryanair-Piloten kündigen fünf Streiktage an

Luftfahrt: Britische Ryanair-Piloten kündigen fünf Streiktage an Luftfahrt: Britische Ryanair-Piloten kündigen fünf Streiktage an

In russischen Medien wird behauptet, die deutsche Friedrich - Ebert - Stiftung (FES) habe das Schülerprojekt finanziert. Beispielsweise meint der Abgeordnete des russischen Parlaments Ewgeni Fjodorow, die FES habe viele junge russische Schülerinnen und Schüler dazu gebracht, den Sieg der

Bausteine der Demokratie . Der Erste Weltkrieg. Überblick. Bibliografische Landkarte der Novemberrevolution 1918/19. Persönlichkeiten im Fokus. Friedrich Ebert . Lebenslauf.

Gänzlich unzufrieden sind Anhänger der AfD: Nur sieben Prozent sagen, sie finden die Funktionsweise der Demokratie gut oder sehr gut. Studienautor Decker warnt: Die AfD sei zwar eine demokratisch gewählte Partei, aber nicht unbedingt eine demokratische Partei. "Sie steht auf Kriegsfuß mit elementaren Prinzipien der Demokratie."

Eines dieser elementaren Prinzipien der Demokratie sind Teilhabemöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger – in einer repräsentativen Demokratie wie in Deutschland sind das vornehmlich Wahlen. Und auch hier herrscht große Unzufriedenheit. 40 Prozent sagen, sie wünschten sich mehr direkte Demokratie – ein Wert, der allerdings wieder sinkt, womöglich angesichts der verheerenden Folgen des Brexit-Referendums.

Die Unzufriedenheit drückt sich auch darin aus, dass viele Menschen den politischen Institutionen kaum noch vertrauen. Parteien, Bundestag und Bundesregierung sowie den Medien wird wenig Vertrauen entgegengebracht. Auffällig sind auch hier AfD-Anhänger: Ihr Vertrauen in Parteien und Bundesregierung liegt im einstelligen Bereich.

Das geringe Vertrauen in Parteien äußert sich überdies im negativen Bild von Politikern: Fast 90 Prozent der Befragten sagen, dass die meisten Politiker mehr versprechen, als sie halten könnten. Und drei Viertel glauben, dass sich Politiker nicht um die Sorgen von Menschen wie ihnen kümmern. Umgekehrt erkennen zwei Drittel an, dass der Politikerjob schwer ist, und nur eine Minderheit findet, dass Politiker unverständlich sprechen würden.

Für Klima und Umwelt: Bund will Leitungswasser attraktiver machen

Für Klima und Umwelt: Bund will Leitungswasser attraktiver machen Für Klima und Umwelt: Bund will Leitungswasser attraktiver machen

Die Friedrich - Ebert - Stiftung (FES) ist die älteste politische Stiftung in Deutschland. Sie wurde 1925 gegründet und ist den Grundwerten der Sozialen Demokratie verpflichtet: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Diesen Auftrag verfolgt die Stiftung weltweit – durch politische Bildungsprogramme

Außerdem nutzen die Autorinnen und Autoren vorliegende Datensätze der Friedrich - Ebert - Stiftung aus den Mitte-Studien der Jahre 2006 bis 2014 und Datensätze des Langzeitprojekts Mehrheit der Deutschen möchte bargeldlos bezahlen. Viele Europäer können sich keinen Urlaub leisten.

Das schlechteste Image von Politikern haben mit großem Abstand die Anhänger der AfD. Die Anhänger aller anderen Bundestagsparteien (mit Ausnahme der Linken) gestehen Politikerinnen und Politikern mehrheitlich zu, das Beste für das Land im Sinn zu haben.

Woran liegt nun diese Unzufriedenheit – und was kann man dagegen tun?

Spürbare Ergebnisse von Politik gefragt

Politiker "sind nicht die besseren Menschen und brauchen es auch nicht zu sein", schreiben die Autoren. Gleichwohl geben sie mehrere Empfehlungen ab, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen: Sie sollten in ihren Positionen beständig sein, nur das versprechen, was sie halten können, mit eigenen Fehlern aufrichtig umgehen und auf lukrative Nebentätigkeiten verzichten.

Der Studie zufolge sind viele Menschen in Deutschland vor allem enttäuscht davon, was die Politik konkret umsetzt. Das war schon  1997 so: Als Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Probleme das Ende der Kohl-Jahre einläuteten, lag die Demokratiezufriedenheit ähnlich niedrig wie jetzt.

Heute treiben die Menschen insbesondere Rente und Wohnen  um. Nur ein Viertel findet, dass der Staat den Lebensstandard im Alter gut gewährleistet, noch weniger Menschen finden das Problem, ausreichend (bezahlbaren) Wohnraum zu schaffen, gut gelöst: Nur 15 Prozent stimmen hier zu. Gut bewertet wird dagegen mehrheitlich die Bildung, der Lebensstandard Arbeitsloser und die Gesundheitsversorgung.

Welche Forderungen haben die Menschen also an die Politik? Die Studie wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung beauftragt – daher überrascht es nicht, dass Kernforderungen der SPD abgefragt wurden. Demnach sind 77 Prozent der Befragten für eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung und fast zwei Drittel für ein staatliches Vorkaufsrecht für Wohnungen. Zudem lehnt es eine knappe Mehrheit der Befragten ab, Migranten weniger Sozialleistungen zu gewähren als Einheimischen. Auch die Idee, Arbeitslose zu verpflichten, jeden Job anzunehmen, auch wenn dieser Job nicht ihrer Qualifikation entspricht und sie weniger verdienen würden, weist die Mehrheit zurück. Erstaunlich ist dabei: Allen Hartz-IV-Debatten zum Trotz, die die SPD fast zerrissen hätten, sind SPD-Anhänger mehrheitlich für diese Jobverpflichtung.

Deutschem gelingt Sonnenfinsternis-Foto aus Mondperspektive

Deutschem gelingt Sonnenfinsternis-Foto aus Mondperspektive Ein Amateurfunker aus Schleswig-Holstein hat ein spektakuläres Foto einer Sonnenfinsternis aus der Mondperspektive veröffentlicht, das von einem chinesischen Satelliten gemacht wurde. Das Foto zeigt im Vordergrund die von Kratern zerklüftete Rückseite des Mondes und im Hintergrund die blaue Erde mit einem schwarzen Fleck links oben. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Das Foto sei am 2. Juli gemacht worden und zeige die Sonnenfinsternis über dem Pazifik bei Chile, sagte der Amateurfunker Reinhard Kühn der Deutschen Presse-Agentur.

Das hat beispielsweise das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in diversen Untersuchungen festgestellt. In der Studie der Friedrich - Ebert - Stiftung stimmt eine große Mehrheit von 76 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass zu große soziale Ungleichheit der wirtschaftlichen

Der Menschenrechtspreis der Friedrich - Ebert - Stiftung , welcher 1994 zum ersten Mal verliehen wurde, geht zurück auf ein Vermächtnis des Hamburger Ehepaares Karl und Ida Feist. Die Stifter hatten testamentarisch festgelegt

"Wohlfahrtschauvinismus nicht nur unter Biodeutschen"

Ebenso auffällig ist, dass Befragte mit Migrationshintergrund mit mehr als zwei Dritteln viel stärker dafür sind, Zugewanderten weniger Sozialleistungen zu gewähren als Einheimischen. Doch Studienautor Decker findet das nicht überraschend: "Es geht um Konkurrenz. Die Arbeitsmigranten, die sich ihren Wohlstand in Deutschland hart erarbeitet haben, sind offenbar weniger bereit, mit neuen Zuwanderern zu teilen, die zum Teil aus anderen Kulturkreisen kommen, wie etwa die Flüchtlinge aus dem arabischen Raum. Wohlfahrtschauvinismus als Einstellung findet sich nicht nur unter den Biodeutschen."

In Ostdeutschland sei der Wunsch, einheimische Menschen bei Sozialleistungen gegenüber Zuwanderern zu bevorzugen, auch wegen der massenhaften Abwanderung so groß (57 Prozent Zustimmung gegenüber 43 Prozent in Westdeutschland), so Decker. Der Verlust großer Bevölkerungsteile nach dem Mauerfall habe die Gesellschaft verändert und sei vergleichbar mit anderen mittel- und osteuropäischen Ländern. "Die innereuropäische Konfliktlinie über die Flüchtlingspolitik in Europa verläuft direkt durch Deutschland."

Neben konkreten Politikangeboten empfehlen die Autorinnen und Autoren neue Beteiligungsmöglichkeiten. Denn Zukunftsthemen wie der Klimaschutz liefen repräsentativen Systemen, die auf kurzfristige Wahlerfolge ausgerichtet sind, zuwider, sagt Studienautor Decker. Die Beschäftigung mit Klimapolitik ist also nicht attraktiv für gewählte Politiker, weil sich ihre Ergebnisse erst viel später zeigen. Um Gesetze und Programme zu langfristigen Zukunftsthemen zu verabschieden, könnten daher alternative Beratungs- und Entscheidungsverfahren wie zum Beispiel Loskammern sinnvoll sein. Als Beispiel führt Decker Irland an: Dort hat eine Gruppe zufällig ausgewählter Bürgerinnen und Bürger mit großem Erfolg zusammen mit Experten eine Verfassungsreform zu umstrittenen Themen wie Schwangerschaftsabbruch und der Ehe für alle erarbeitet.

Bericht: Politiker für höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch

Bericht: Politiker für höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch Die Einnahmen sollten zweckgebunden für mehr Tierwohl eingesetzt werden. Agrarpolitiker von CDU, Grünen und SPD zeigen sich offen für den Vorschlag. Die Linke fürchtet Mehrkosten für sozial Benachteiligte.

Die Friedrich - Ebert - Stiftung hat zum Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft einen Leitfaden Logisches Denken ist eigentlich immer und überall bei einer Mehrheit der Menschen schlecht ist an den Deutschen nicht das j Jetzige deutsch , was sie von den Prussen gelernt haben?

Aber, so schränkt Decker ein: Zu viele Hoffnungen solle man in solche institutionellen Reformen nicht setzen, sondern: "Die Bürger müssen sich mit dem politischen Angebot besser identifizieren können. Das heißt, die Interessen derjenigen, die heute auf der Strecke bleiben oder glauben, dass sie auf der Strecke bleiben, wieder stärker zu berücksichtigen", etwa mit der Grundrente ohne Bedürfnisprüfung und einer besseren Wohnungspolitik.

Denn: "Der Schlüssel, um das Vertrauen wieder zu stärken, ist der Politik-Output. Der Staat muss sich mehr um den Zusammenhalt und um die Gleichheit in der Gesellschaft kümmern."

Mehr auf MSN

Bericht: Politiker für höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch.
Die Einnahmen sollten zweckgebunden für mehr Tierwohl eingesetzt werden. Agrarpolitiker von CDU, Grünen und SPD zeigen sich offen für den Vorschlag. Die Linke fürchtet Mehrkosten für sozial Benachteiligte.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

usr: 2
Das ist interessant!