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Welt & PolitikBoris Johnson: Fauxpas des britischen Premiers – Aufregung um Fuß auf dem Tisch

23:40  22 august  2019
23:40  22 august  2019 Quelle:   handelsblatt.com

USA würden No-Deal-Brexit «mit Begeisterung unterstützen»

USA würden No-Deal-Brexit «mit Begeisterung unterstützen» Die US-Regierung befürwortet einen EU-Austritt Großbritanniens auch ohne Abkommen: Der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, hat sich klar hinter den Brexit-Kurs des britischen Premierministers Boris Johnson gestellt. © Foto: Evan Vucci/AP John Bolton hat in der Regierung Trump das Amt des Nationalen Sicherheitsberaters. «Wenn es einen No-Deal-Brexit gäbe, wäre dies eine Entscheidung der britischen Regierung. Wir würden diese mit Begeisterung unterstützen», sagte Bolton dem «Guardian» zufolge bei einem Besuch in London.

Boris Johnson: Fauxpas des britischen Premiers – Aufregung um Fuß auf dem Tisch © dpa Boris Johnson benimmt sich im Élysée-Palast, als säße er im heimischen Wohnzimmer.

Bislang galten die Briten als Meister der Etikette. Doch bei einem Staatsbesuch in Paris lässt sich der britische Premier Boris Johnson gehen.

Nicht unbedingt die feine englische Art: Großbritanniens Premierminister Boris Johnson hat bei seinem Antrittsbesuch beim französischen Präsidenten seinen Fuß auf einen Beistelltisch gestellt und dafür online böse Kommentare kassiert.

Auf einem Foto ist zu sehen, wie Johnson am Donnerstag im Pariser Élysée-Palast seinen rechten Fuß auf ein rundes Tischchen stützt und sich im Sessel zurücklehnt. Ihm gegenüber sitzt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron.

Boris Johnson geht die Luft aus

Boris Johnson geht die Luft aus Vor der Amtsübernahme hat der britische Premier viel Lärm um seine Brexit-Pläne gemacht. Jetzt wird er mit der Realität konfrontiert: Viele Abgeordnete tragen einen "EU-Austritt ohne Wenn und Aber" nicht mit. Boris Johnson ist dafür, dass er einen sehr lauten Wahlkampf gemacht hat, als er um den Posten des Tory-Chefs und damit zugleich auch um das Amt des Premiers kämpfte, zur Zeit ziemlich leise. Sein Team füllt Twitter- und Facebook-Timelines zwar mit vielen hübschen Filmchen mit Johnson-Auftritten und Johnson-Hausbesuchen, aber die speichert die Öffentlichkeit vermutlich als das ab, was sie sind: erste Wahlkampfspots.

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Johnson ist zwar für seinen unkonventionellen Stil als Politiker bekannt – einigen Nutzern des Netzwerks Twitter, in dem das Bild auch verbreitet wurde, war das Verhalten aber offenbar zu flapsig. An der britischen Eliteschule Eton, die Johnson besucht hat, würden anscheinend keine Manieren gelehrt, kommentierte eine Nutzerin. Andere gaben dem Premier den Spitznamen „Boorish Johnson“ – „boorish“ wird mit flegelhaft übersetzt.

Johnson habe sich für einen eher „informellen Ansatz“ entschieden, als er sich mit Macron zusammensetzte, schrieb die britische Tageszeitung „The Guardian“. Mit Johnsons Vorgängerin Theresa May wäre das niemals passiert, so die Zeitung.

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Mehr: Der britische Premier betont in Paris seinen Willen, sich mit der EU einigen zu wollen. Frankreichs Präsident Macron öffnet ihm die Tür – jedoch nur ein bisschen.

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Brüssel wartet weiterhin auf Johnsons Brexit-Vorschläge.
Die EU-Kommission wartet nach eigenen Angaben mehr als einen Monat nach dem Amtsantritt des britischen Premiers Boris Johnson weiter auf konkrete Vorschläge zur Vermeidung eines Chaos-Brexits. «Wir erwarten, dass Großbritannien konkrete Vorschläge vorlegt», sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde. Das habe EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker Johnson im Laufe der Woche bereits klargemacht. Diese müssten mit dem bereits ausgehandelten Austrittsabkommen vereinbar sein, hieß es weiter. Knackpunkt im Streit zwischen London und Brüssel ist vor allem der sogenannte Backstop.

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