Welt & PolitikIrland droht wegen Amazonas-Bränden mit Blockade von EU-Mercosur-Abkommen

14:50  23 august  2019
14:50  23 august  2019 Quelle:   reuters.com

Ashton Kutcher: Dem Mörder seiner Ex-Freundin droht die Todesstrafe

Ashton Kutcher: Dem Mörder seiner Ex-Freundin droht die Todesstrafe Der als "Hollywood-Ripper" bekannte Michael Gargiulo ist schuldig - nun droht dem Mörder von Ashton Kutchers Ex-Freundin die Todesstrafe. Michael Gargiulo, der sogenannte "Hollywood Ripper", ist von einem Gericht in Los Angeles schuldig gesprochen worden, zwei Frauen ermordet zu haben. Eines der Opfer, die 22-jährige Ashley Ellerin, war am Tag der Tat mit Schauspieler Ashton Kutcher (41, "Jobs") zu einem Date verabredet gewesen. Der Star war daher im Verlauf des Prozesses als einer der Zeugen im Mordfall vor Gericht befragt worden. Gargiulo droht laut der US-Seite "Entertainment Weekly" nun die Todesstrafe.

Irland droht wegen Amazonas-Bränden mit Blockade von EU-Mercosur-Abkommen © Reuters/YVES HERMAN Irland droht wegen Amazonas-Bränden mit Blockade von EU-Mercosur-Abkommen

Dublin (Reuters) - Irland droht mit einer Blockade des EU-Handelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten, wenn Brasilien den Regenwald am Amazonas nicht besser schützt.

Ministerpräsident Leo Varadkar sei sehr besorgt über das rekordträchtige Ausmaß der Regenwald-Zerstörung, berichtete der "Irish Independent" unter Berufung auf Aussagen des Regierungschefs am Freitag. "Irland wird keinesfalls für das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen stimmen, falls Brasilien seinen Umweltschutzverpflichtungen nicht nachkommt", wird Varadkar in dem Blatt zitiert.

Brände und Rodung bedrohen Amazonas-Regenwald

Brände und Rodung bedrohen Amazonas-Regenwald Brasiliens Regenwälder haben gleich mehrere Probleme: Illegale Rodungen und Waldbrände setzen den Beständen zu. Gleichzeitig regiert mit Jair Bolsonaro ein Präsident, der auf Profit statt Umweltschutz setzt. Die Dimension ist gewaltig: Nach Angaben des brasilianischen Weltrauminstitutes INPE ist die Zahl der Waldbrände in Brasilien um 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Demnach wurden von Anfang Januar bis Mitte August diesen Jahres fast 71.500 Feuer im Regenwald registriert.

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Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die ausufernden Waldbrände am Amazonas als "internationale Krise" und will sie beim G7-Gipfel in Biarritz am Wochenende auf die Agenda setzen. Brasilien ist bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten nicht dabei. Brasilianische Staatsanwälte wollen wegen der Brände Ermittlungen einleiten. Angesichts der zunehmenden Zerstörung des Urwaldes gehe es darum zu untersuchen, ob der Umweltschutz vernachlässigt worden sei, teilte die Strafverfolgungsbehörde mit. Weltweit kritisieren Umweltschützer die Abholzung des Regenwaldes, der auch als "Lunge der Welt" bezeichnet wird.

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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat wiederholt erklärt, dafür eintreten zu wollen, das Amazonasbecken wirtschaftlich zu erschließen und Bergbau, Landwirtschaft und Holzeinschlag zu ermöglichen. Eine internationale Einmischung hat er sich verbeten. Nach rund 20-jährigen Beratungen hatte die EU Ende Juni ein Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Wirtschaftsblock Mercosur vereinbart, dem neben Brasilien auch Argentinien, Paraguay und Uruguay angehören.

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