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Welt & PolitikSchwere Ausschreitungen in Hongkong

14:05  25 august  2019
14:05  25 august  2019 Quelle:   dw.com

Französischer "Spiderman" erklimmt Wolkenkratzer in Hongkong

Französischer Inmitten der Hongkong-Krise hat der berühmte Extremkletterer Alain Robert mit einem "Friedensbanner" einen Wolkenkratzer der chinesischen Sonderverwaltungszone erklommen. Der als französischer "Spiderman" bekannte 57-Jährige kletterte am Freitag die Fassade des 283 Meter hohen Cheung Kong Centers im Geschäftszentrum der Millionenmetropole hoch. Dabei entrollte er ein Banner, das die Flaggen Chinas und Hongkongs sowie zwei sich schüttelnde Hände zeigt.

Schwere Zusammenstöße zwischen der Polizei und regierungskritischen Demonstranten in Hongkong . Schwere Ausschreitungen in Hongkong . Von. Jörg Schrezenmeir.

In Hongkong ist es erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Mehrere tausend Aktivisten versuchten die

Schwere Ausschreitungen in Hongkong © picture-alliance/dpa/Kyodo Demonstrant im Tränengas (Archivbild)

Rund zwei Wochen liefen die Demonstrationen in Hongkong friedlich ab. Nun ist es wieder zu massiven gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. 29 Protestler wurden verhaftet.

Die Polizisten der ehemaligen britischen Kronkolonie setzten Tränengas ein und drängten Aktivisten zurück, die auf der Straße Barrikaden errichtet hatten. Demonstranten warfen Flaschen, Brandsätze und Steine auf die Sicherheitskräfte. Zudem schlugen beide Seiten mit Baseballschlägern und Schlagstöcken aufeinander ein.

Demonstrationen: Neues Protest-Wochenende – Tausende auf den Straßen Hongkongs

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Tränengas und Schlagstöcke: Schwere Ausschreitungen in Hongkong … LESEN SIE MEHR

In Hongkong überschatten schwere Ausschreitungen die Proteste gegen das Auslieferungsgesetz. Die Bilder, die am Mittwoch aus Hongkong über Twitter in die Welt hinausgingen, ließen Schlimmes befürchten: ein Demonstrant, der am Boden liegt und Blut spuckt, ein bewusstloser Demonstrant auf

Auch für diesen Sonntag sind Proteste geplant. Gut zweieinhalb Monate dauern die Auseinandersetzungen nun schon an. Auslöser der Demonstrationen war ein - inzwischen auf Eis gelegter - Gesetzentwurf der Regierung zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China.

Konsultationen mit Carrie Lam

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam teilte auf Facebook mit, sie habe sich mit einer "Gruppe von Menschen" getroffen, um zu besprechen, wie man einen Dialog einleiten könne. An dem Treffen nahmen 19 Wirtschaftsführer und Politiker teil, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" unter Berufung auf mehrere Quellen berichtete.

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Mitarbeiter des britischen Außenministeriums in China vermisst Der Mann arbeitet für das britische Konsulat in Hongkong und soll bei einer Geschäftsreise nach China festgenommen worden sein. Zuvor hatte er offenbar seiner Freunden geschrieben: "Ich überquere jetzt die Grenze Bete für mich."

Die Ausschreitungen und die Straßenblockaden am Mittwoch erinnerten an die "Regenschirm"-Bewegung für mehr Demokratie vor fünf Jahren, die ihren Namen Chinas Außenministerium warnte mittlerweile vor einer Einmischung in Hongkongs innere Angelegenheiten. 1997 Rückgabe an China.

Erneute Demos in Hongkong Ausschreitungen bei Massenprotest. Ein Ende der Proteste ist nicht in Sicht: Zehntausende demonstrierten am Samstag in Hongkong erneut gegen die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone. Am Abend kam es zu Gewalt.

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Mehr als die Hälfte der Anwesenden soll Lam demnach dazu geraten haben, mehr Kompromissbereitschaft gegenüber den Demonstranten zu zeigen. So hätten sie Lam dazu aufgerufen, eine unabhängige Untersuchung über Polizeigewalt bei den Protesten einzuleiten und das Auslieferungsgesetz auch formell zurückziehen. Beides sind Kernforderungen der Protestbewegung.

Schwere Ausschreitungen in Hongkong © Reuters/K. Pfaffenbach Polizisten an einer Barrikade im Zentrum Hongkongs

Die Millionenmetropole gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone sind Hongkong noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert. Um die fürchten nun aber viele Bewohner. An der Grenze zu Hongkong wurden chinesische Sicherheitskräfte zusammengezogen.

Aktivist fordert Unterstützung

Unterdessen hat der Hongkonger Aktivist Ray Wong Deutschland und den Westen aufgefordert, die Demokratiebewegung stärker zu unterstützen. Es gehe darum, China deutlich den Willen zum Schutz universeller Werte und Menschenrechte zu zeigen, sagte der als politischer Flüchtling in Göttingen lebende 25-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Meiner Meinung nach hat China keine Sorge, Leute in Hongkong, Taiwan und Tibet oder Uiguren zu unterdrücken, weil es keine Konsequenzen dafür (zu spüren) bekommt", erklärte Wong.

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China bestätigt Inhaftierung des vermissten Konsulatsmitarbeiters Peking hat einen Mitarbeiter des britischen Konsulats in Hongkong festgenommen. Der 28-Jährige verschwand bereits am 8. August auf dem Rückweg von einem Wirtschaftstreffen im Südosten Chinas.

In Hongkong ist es zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Auslöser war ein Polizeieinsatz gegen illegale

Wieder gibt es schwere Ausschreitungen . In Hongkong sind erneut tausende Menschen für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen. Zuvor hatten Demonstranten Barrikaden im Stadtteil Kwun Tong errichtet. Dieser sei der erste Bezirk in Hongkong mit intelligenten Überwachungskameras.

Schwere Ausschreitungen in Hongkong © picture-alliance/dpa/S. Pförtner Hat in Deutschland Asyl erhalten: Hongkong-Aktivist Ray Wong

Wong ist einer von zwei Aktivisten aus Hongkong, von denen bekannt ist, dass sie in Europa politischen Schutz bekommen haben. Ihnen war die Teilnahme an gewaltsamen Protesten 2016 angelastet worden. Als sie 2017 auf Kaution auf freiem Fuß waren, setzten sie sich nach Deutschland ab. Im Mai 2018 wurden ihre Asylanträge anerkannt. Chinas Regierung protestierte gegen diese "Einmischung".

cgn/mak (dpa, rtr)

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