Welt & Politik: Besuch in Berlin: Aktivist Wong fordert von Deutschland mehr Härte gegen China - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikBesuch in Berlin: Aktivist Wong fordert von Deutschland mehr Härte gegen China

15:10  11 september  2019
15:10  11 september  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Hongkonger Aktivisten: „Merkel hätte mehr tun können“

Hongkonger Aktivisten: „Merkel hätte mehr tun können“ Hongkonger Demokratie-Aktivisten suchen die Hilfe Deutschlands und fordern ein Stopp von Ausrüstungslieferungen für die Polizei in der Sonderverwaltungszone. © Foto: Christoph Soeder/dpa Joshua Wong, Demokratie-Aktivist aus Hongkong, traf am Montagabend in Berlin ein. Zwei Hongkonger Demokratie-Aktivisten kamen am Montagnachmittag ins Jakob-Kaiser-Haus zu einem Pressegespräch, der prominenteste aber fehlte. Joshua Wong war am Sonntag bei der Ausreise aus Hongkong festgenommen worden, aufgrund eines Verwaltungsfehlers wie es der Aktivist auf Twitter darstellte.

China hat den Besuch des bekannten Hongkonger Aktivisten Joshua Wong in Deutschland scharf verurteilt. Wong hatte in Berlin größere Unterstützung für die Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone gefordert .

Die Abreise des bekannten Demokratie- Aktivisten Joshua Wong hatte sich zunächst verzögert - er war wieder einmal festgenommen worden. In Deutschland angekommen, verglich er Hongkong mit Berlin im kalten Krieg. Am Abend landete Joshua Wong auf dem Berliner Flughafen Tegel.

Besuch in Berlin: Aktivist Wong fordert von Deutschland mehr Härte gegen China © AP Der Aktivist forderte die Bundesregierung dazu auf, die Proteste in Hongkong auch zum Gegenstand bei den Handelsgesprächen mit China zu machen.

Aktivist Joshua Wong will viel von Berlin: Der 22-Jährige verlangt ein Exportverbot von Polizeiwaffen – und mehr Unterstützung für die Hongkonger Demokratiebewegung.

Deutschland und der Westen dürften angesichts der Proteste in Hongkong „kein Auge zudrücken“. Das ist die Kernbotschaft von Joshua Wong, dem 22-jährigen Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, bei seinem Auftritt in Berlin an diesem Mittwoch.

Der Student forderte von Deutschland und anderen westlichen Ländern, keine Waffen mehr an die Polizei in der Finanzmetropole zu liefern, mit denen die Ordnungshüter nach seinen Worten „brutal“ gegen die Demonstranten vorgehen. „Taten sagen mehr als Worte“, so der Aktivist. Wong kündigte an, dass die Proteste weiter gehen würden, bis die Bevölkerung in Hongkong in freien Wahlen selbst über ihr Schicksal bestimmen könnte.

China droht Hongkong-Aktivisten

China droht Hongkong-Aktivisten Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Erneut gingen am Wochenende Tausende Menschen auf die Straße. Der Protest war zunächst friedlich, doch dann gab es erneut Ausschreitungen. Der Aktivist Wong ist inzwischen wieder frei. Nach einem erneut gewaltsamen Protest-Wochenende in Hongkong warnt China die Demonstranten eindringlich vor weiteren Eskalationen. Die ehemalige britische Kronkolonie sei ein untrennbarer Teil der Volksrepublik, schrieben staatliche chinesische Medien. Jede Art von Abspaltungsversuchen würden "zerquetscht".

Wongs Berlin - Besuch erzürnt Peking. Der bekannte Hongkonger Demokratie- Aktivist Joshua Wong ist in Berlin mit Bundesaußenminister Maas zusammengetroffen. Der 22-Jährige bat Deutschland um Unterstützung im Kampf für Freiheit und freie Wahlen. China verurteilte das Treffen.

Dass der Hongkonger Demokratie- Aktivist in Deutschland große Wertschätzung genießt, ist Peking sichtlich ein Dorn im Auge. Wong war kurz vor seinem Abflug nach Deutschland in Hongkong aus Polizeigewahrsam entlassen worden. Er hatte sich zuletzt enttäuscht von Merkels Besuch in China

Neben dem Exportverbot von Polizeiwaffen – Wong nannte unter anderem Wasserwerfer aus deutscher Produktion – forderte der Aktivist, dass die Proteste in Hongkong auch zum Thema in den laufenden Handelsgesprächen gemacht werden sollten. „Deutschland sollte China direkt mit Menschrechtsverletzungen konfrontieren“, sagte Wong.

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Der Student befindet sich seit Montag in Berlin und traf unter anderem mit Außenminister Heiko Maas zusammen. Obwohl ein Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel nicht geplant ist, bedankte sich Wong bei der deutschen Regierungschefin, dass sie ihre Sorge über die Lage in Hongkong bei ihrer China-Reise vergangene Woche angesprochen habe. China hat indes das Treffen mit Maas scharf verurteilt. Der chinesische Botschafter in Berlin kündigte an, noch an diesem Mittwochnachmittag dazu Stellung zu nehmen.

Hongkong: Regierungskritiker brechen Demonstrationsverbot – Polizei setzt Tränengas ein

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Wegen Treffen mit Hongkong- Aktivist Wong China beschwert sich über Maas. Chinas Regierung protestiert formell gegen ein Treffen von Außenminister Heiko Maas mit dem Hongkonger Aktivisten Joshua Wong : Die Begegnung in Berlin sei ein "Akt der Respektlosigkeit".

Demokratie-Bewegung. Hongkong: Aktivist Wong fordert Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam. Unter Xi wird die von seinem Vor-Vorgänger Deng Xiaoping ausgerufene Losung "Ein Land , zwei Systeme" zunehmend ausgehöhlt.

Dass die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam den umstrittenen Gesetzentwurf für Auslieferungen nach China inzwischen zurückgezogen hatte, bezeichnete Wong als „taktische Maßnahme“, um die Lage vor Chinas Nationalfeiertag am 1. Oktober zu beruhigen.

„Hongkong ist das neue Berlin im neuen Kalten Krieg“

„Das reicht aber bei Weitem nicht aus“, betonte der Kopf der Demokratiebewegung Demosisto und forderte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf, die nun schon seit drei Monaten andauernde Krise in der Sonderverwaltungszone durch politische Reformen zu lösen.

Die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong wurde 1997 mit der Zusage zurück an China übergeben, dass dort in den nächsten 50 Jahren die Regel „Ein Land, zwei Systeme“ gelten sollte. Nach Meinung von Wong hält sich Peking jedoch nicht an diese Zusage und missachtet die im Hongkonger Grundgesetz garantierten politischen Freiheiten.

Joshua Wong in Hongkong festgenommen: CDU-Menschenrechtler nennt Chinas Präsident Xi „Diktator“

Joshua Wong in Hongkong festgenommen: CDU-Menschenrechtler nennt Chinas Präsident Xi „Diktator“ Zehntausende Hongkonger haben den US-Präsidenten aufgefordert, die Stadt zu befreien. Die Polizei setzte den Aktivisten Wong vor einer Reise nach Berlin fest. © Foto: Nicolas Asfouri/Pool/AFP POOL/dpa Ziel scharfer Kritik aus dem Bundestag: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Die Proteste gegen den chinesischen Einfluss sind auch am Wochenende unvermindert weitergegangen. Zwar kam es erneut zu Ausschreitungen und Konflikten mit Sicherheitskräften, doch nicht im selben Maße wie an früheren Wochenenden.

PEKING (dpa-AFX) - China hat den Besuch des bekannten Hongkonger Aktivisten Joshua Wong in Deutschland scharf verurteilt. Wong hatte kurz nach seiner Ankunft am Montag in Berlin gr��ere Unterst�tzung f�r die Wong war am Abend auf dem Berliner Flughafen Tegel angekommen.

Der Aktivist Wong ist inzwischen wieder frei. Proteste in Hongkong. China droht Hongkong- Aktivisten . Hongkong kommt nicht zur Ruhe. Die Regierungsgegner fordern unter anderem die Freilassung aller festgenommenen Demonstranten.

„Hongkong ist das neue Berlin im neuen Kalten Krieg“, sagte Wong und bezeichnete seine Heimat als „Frontstadt“ in der globalen Auseinandersetzung des Westens mit China. Er widersprach jedoch Behauptungen, wonach die Demokratiebewegung in Hongkong durch ausländische Mächte unterstützt werde.

„Die Menschen in Hongkong sind unabhängig“, sagte der Aktivist. Wong reist diese Woche weiter in die USA, wo er unter anderem mit dem republikanischen US-Senator und China-Kritiker Marco Rubio zusammentreffen will.

Mehr: Lockruf der Freiheit: Wie Unternehmen in den Sog des Hongkong-Konflikts geraten.

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Pekings Spitzel in Deutschland.
Ungeniert bedroht China seine Gegner. Die Bundesregierung äußerte auf eine Anfrage im Bundestag hin lediglich, dass ihr "solche Versuche der Einflussnahme bekannt" seien.

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