Welt & PolitikDie zufriedene Kanzlerin

18:40  11 september  2019
18:40  11 september  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Mario Basler: Zum zweiten Mal von seiner Frau getrennt

Mario Basler: Zum zweiten Mal von seiner Frau getrennt Mario Basler (50) ist bekannt für seine große Klappe und dafür, immer ein bisschen gegen den Strom zu schwimmen. Im Beruf und in der Liebe. So war es für den Ex-Fußballprofi nicht ungewöhnlich, acht Jahre nach der Scheidung von Frau Iris Basler (48) einen neuen Versuch zu wagen. 2017 verkündeten die beiden ihr Liebes-Comeback in BUNTE und wollten "schauen, wie es funktioniert. Wenn es so bleibt, dann ist alles gut", erklärte Iris damals. Es funktionierte nicht. Die ganze Geschichte lest ihr in BUNTE 37/2019, ab 5. September am Kiosk erhältlich.

Eine zufriedene Kanzlerin | BR24. Video nicht mehr verfügbar. Eine zufriedene Kanzlerin . Angela Merkel hatte heute einen recht entspannten Termin auf der Tagesordnung.

Die Kanzlerin sieht den Willen, die Krise um den Iran im Dialog zu überwinden. Kurz vor Abschluss des G7-Gipfels in Biarritz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine positive Bilanz gezogen.

Die zufriedene Kanzlerin © AFP Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer

• In der Generaldebatte im Bundestag ruft Kanzlerin Merkel dazu auf, gegen die zunehmende Spaltung im Land anzugehen.

• Von der SPD, die momentan in der Selbstfindungsphase ist, wird die Kanzlerin überraschend freundlich behandelt.

• Von AfD, FDP und Linken kommt dagegen deutliche Kritik.

Bevor alles losgeht, treffen sich die beiden Frauen erst einmal in der Mitte. Außerhalb des Bundestags ist Annegret Kramp-Karrenbauer noch ziemlich weit vom Kanzleramt entfernt. Auf der Regierungsbank trennen sie seit der Ernennung zur Verteidigungsministerin dagegen nur noch fünf Stühle vom Sessel Angela Merkels. Und weil die beiden wissen, wie wichtig Bilder sind, gehen sie an diesem Morgen demonstrativ aufeinander zu. Hinter dem Rücken von Peter Altmaier begrüßen sie sich so lange, bis auch der letzte Fotograf sein Bild gemacht hat.

Bekommt Alessio Lombardi bald ein Geschwisterchen?

Bekommt Alessio Lombardi bald ein Geschwisterchen? Der Sänger gab an, bereit für ein weiteres Kind zu sein. 2015 wurde er zum ersten Mal Vater. Den kleinen Alessio bekam er mit seiner damaligen Frau Sarah Lombardi (26). Nun verriet er, dass er gerne weitere Kinder bekommen würde. "Ich denke, drei, vier Kinder gehen schon noch klar. Also ich bin ready, ich bin fit, aber dazu brauch ich erstmal die passende Frau und das wird noch sehr, sehr lange dauern", schrieb der 27-Jährige auf Instagram. Von Sarah lebt er zwar seit 2016 getrennt, geschieden sind die beiden 'Deutschland sucht den Superstar'-Teilnehmer aber erst seit Februar.

Angela Merkel 2006: Die Kanzlerin gewinnt schnell an Ansehen - vor allem auf dem außenpolitischen Parkett. Angela Merkel 2008: Die Kanzlerin wird zur Krisenmanagerin - national wie international.

Angela Dorothea Merkel ist seit 2005 deutsche Bundeskanzlerin und seit 2000 Vorsitzende der CDU. Geboren ist die Politikerin am 17.07.1954 in Hamburg.

Angela Merkel ist bald 14 Jahre Kanzlerin. Sie weiß vermutlich selbst nicht so genau, wie viele Generaldebatten sie bereits bestritten hat. Aber diese ist dann doch eine besondere: Zum ersten Mal hat die Kanzlerin eine CDU-Chefin neben sich sitzen. Und dann ist da ja auch noch die SPD. Niemand weiß, ob die Sozialdemokraten das Weihnachtsfest noch im Schoß der großen Koalition feiern. Wie werden sie in der Generaldebatte mit der Kanzlerin umgehen? Giftig - oder wie ein treuer Koalitionspartner?

Um neun Uhr eröffnet Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble die Debatte. Erst am Vorabend hat er wieder ein bisschen gezündelt. Da hat die Unionsfraktion ihr 70-Jähriges Bestehen gefeiert. Und Schäuble, er war wie Merkel auch einmal Fraktionschef, hat bei der Feier gesagt: "Übrigens: Auch Helmut Kohl betrachtete seine Jahre als Fraktionsvorsitzender im Rückblick als die mit Abstand schwierigsten seines politischen Lebens - eine wichtige Aussage, denn schließlich hat er im Laufe seines politischen Lebens viele dicke Bretter gebohrt. Er beschrieb übrigens diese Zeit ausdrücklich als politische Lehrjahre. Er war überzeugt, ohne Kenntnis der interfraktionellen Abläufe könne man das Amt des Bundeskanzlers nicht übernehmen - und ich vermute mal, Frau Merkel, Sie würden ihm gar nicht widersprechen." Nun muss man wissen, dass Kramp-Karrenbauer nicht einmal einfache Bundestagsabgeordnete ist. Und so konnte man die Bemerkung Schäubles leicht als Spitze gegen das Bemühen der CDU-Chefin um die Kanzlerschaft verstehen.

Peking-Besuch der Kanzlerin: China verweigert vielen Journalisten Teilnahme an Termin mit Merkel

Peking-Besuch der Kanzlerin: China verweigert vielen Journalisten Teilnahme an Termin mit Merkel Peking-Besuch der Kanzlerin: China verweigert vielen Journalisten Teilnahme an Termin mit Merkel

Corona-Krise in Deutschland: Bundeskanzlerin Angela Merkel wendet sich zum ersten Mal während ihrer Kanzlerschaft in einer Rede an die Nation.

Danach geht die Kanzlerin in die Küche und ruft Faymann an, um ihm zu sagen, dass Deutschland Am nächsten Morgen sieht man die Kanzlerin , und damit endet der Film, wieder in ihrem Audi auf

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Christian Lindner: Das Bild beginnt zu bröckeln

Ein düsteres Deutschland

Die erste, der Schäuble in der Generaldebatte das Wort erteilt, ist Alice Weidel. Und sie malt gleich ein derart düsteres Bild Deutschlands, dass man anschließend nach einem Stimmungsaufheller greifen möchte. Mit dem Ausstieg aus Kohle und Kernenergie sowie einer "im Kern grün-sozialistischen Ideologie" ruiniere die Regierung gerade das Land, sagt die AfD-Fraktionschefin. Die große Koalition zerstöre "die Grundlage unseres Wohlstandes". Auch die Flüchtlingspolitik sei katastrophal. Die Regierung wolle für Migranten aus Afrika "einen staatlichen Wassertaxi-Dienst" nach Europa einrichten. Währenddessen gehe für die Bürger hierzulande "die Sicherheit im öffentlichen Raum zunehmend verloren". Und die Nullzinspolitik führe die deutsche Mittelschicht und die Sparer ins Prekariat. "Wir stehen vor einem gewaltigen Bankencrash", sagt Weidel, "Wir werden eine Währungsreform erleben, bei der die Menschen alles verlieren werden."

Merkel gibt auf der IAA die E-Kanzlerin

Merkel gibt auf der IAA die E-Kanzlerin Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) hat auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) der deutschen Autoindustrie eine enge Zusammenarbeit versprochen. © Foto: Andreas Arnold Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht zur Eröffnung der IAA. Gemeinsam müsse man die «Herkulesaufgabe» bewältigen, den Verkehrssektor schnell klimafreundlicher zu machen, sagte sie zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag in Frankfurt. An ihrer Seite: VDA-Präsident Bernhard Mattes. Für den obersten Branchenlobbyisten war es jedoch die letzte IAA.

Geht nicht, gibt's nicht. Eine zufriedene Kanzlerin Angela Merkel sagt danke. Danke an 80 Millionen Deutsche dafür, wie sie die schwerste Wirtschaftskrise

Merkels Kontinent: Die Kanzlerin wünscht sich, dass Europa zum "wettbewerbsfähigsten & wissensbasiertesten Kontinent" der Welt (und bestimmt auch des Universums!) wird.

Es gibt vereinzelt Zwischenrufe aus den anderen Fraktionen. Aber diesmal scheint sich die Mehrheit im Parlament eher auf die Devise verständigt zu haben: Die ignorieren wir noch nicht einmal. Vor einem Jahr hatte sich Martin Schulz noch ein Scharmützel mit Alexander Gauland, dem damaligen Hauptredner der AfD, geliefert. Aus dem Wortgefecht ist vor allem die Bemerkung des ehemaligen SPD-Chefs, Gauland gehöre in der deutschen Geschichte auf einen aus Vogelschiss bestehenden Misthaufen, in Erinnerung geblieben - aber auch die Erkenntnis, dass man mit derlei ungestümen Attacken der AfD vielleicht mehr hilft als schadet.

Merkel: technologisch wieder Weltmaßstab werden

Nach Weidel darf dann auch die Kanzlerin ans Redepult. Und Merkel macht dann gleich klar, um was es ihr geht. "Wenn wir den Klimaschutz vorantreiben, wird es Geld kosten - dieses Geld ist gut eingesetzt", sagt sie. Den Nichtszutun würde mehr Geld kosten - und sei deshalb keine Alternative. Dabei ließ die Kanzlerin jedoch offen, wie der Bund die geschätzten Kosten von 50 Milliarden Euro finanzieren kann, ohne die Schwarze Null aufzugeben. Bei den Investitionen sei das Problem "im Augenblick nicht der Mangel an Geld", sagte Merkel mit Blick auf Forderungen nach einem Konjunkturpaket. Im Wohnungs- und Straßenbau und beim Ausbau der digitalen Infrastruktur könnten viele Projekte deshalb nicht realisiert werden, weil es in Deutschland an "Planungskapazität" fehle. Da müsse man ansetzen.

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Während der Flüchtlingskrise stürzten die Beliebtheitswerte von Angela Merkel ab. Doch seit Kurzem steigt das Ansehen der Kanzlerin wieder – im Unterschied zum SPD-Chef.

Die Sympathiewerte für Angela Merkel und die CDU sinken. Ein Politiker kann davon profitieren. Kanzlerin und große Koalition büßen an Zustimmung ein.

Ansonsten beschäftigte sich Merkel stark mit der Außenpolitik. Die Rivalität zwischen den USA und China sowie das geostrategische Erstarken Russlands habe tiefgreifende Folgen für die EU, sagte Merkel. Europa müsse deshalb auch in der Verteidigungspolitik selbstständiger werden. Vor allem aber müsse Europa technologisch wieder in allen Bereichen Weltmaßstab werden.

Am Ende ihrer Rede ging Merkel dann aber auch noch auf die zunehmende Spaltung in Deutschland ein. "Das, was wir täglich erleben: Angriffe auf Juden, Angriffe auf Ausländer, Gewalt und auch verhasste Sprache - das müssen wir bekämpfen", sagte sie. "Wenn nicht klar ist, dass es in diesem Land Null Toleranz gegen Rassismus, Hass und Abneigung gegen andere Menschen gibt, dann wird das Zusammenleben nicht gelingen." Es war die Passage ihrer Rede, für die sie den größten Beifall aus der SPD-Fraktion bekam.

"Verzicht, Verbote, Askese"

Auch sonst gingen die Sozialdemokraten an diesem Mittwoch überraschend freundlich mit der Kanzlerin um. Rolf Mützenich, der kommissarische SPD-Fraktionschef, verzichtete in seiner Rede auf jeden direkten Angriff. Stattdessen wärmte er zunächst mit Bezügen auf die Geschichte der Sozialdemokratie und der Arbeiterbewegung das Herz seiner Genossen. "Wir haben uns nie weggeduckt", sagte Mützenich, "gerecht zu regieren ist die Grundlage unseres Handelns". Er hielt ein Plädoyer für die Bedeutung des Staates, verlangte "ein größeres finanzielles Fundament" für ihn, damit der Staat handlungsfähig sein kann. Denn der Markt alleine könne die Herausforderungen nicht bewältigen. Und Mützenich warnte angesichts der zunehmenden internationalen Konflikte vor "militärischen Antworten". Auf Bedingungen für eine Fortsetzung der großen Koalition verzichtete er. Und so konnte Merkel seinen Auftritt durchaus zufrieden verfolgen.

Europa muss raus aus der Erdogan-Falle

Europa muss raus aus der Erdogan-Falle Düsseldorf. Es ist ein Anfang. Einstweilen noch sehr vage und hinter den Kulissen, aber immerhin versucht Angela Merkel, die verfahrene Lage in Libyen in den Griff zu bekommen. Eine internationale Konferenz soll das Blutvergießen beenden und einen fairen Interessenausgleich in dem Land auf den Weg bringen, das so immens wichtig für die Flüchtlingsbewegung auf dem Mittelmeer ist. So lange die staatlichen Strukturen dort nicht funktionieren, kann Europa auch keine Struktur in die Flüchtlingspolitik bekommen.

Es war deshalb an diesem Tag vor allem an den Fraktionschefs von FDP und Linken, die Regierung zu kritisieren. Christian Lindner und Dietmar Bartsch sind gute Redner, entsprechend einprägsam waren ihre Botschaften.

Die große Koalition sei eine "Ankündigungskoalition", sagte Bartsch. Er kritisierte zu hohe Militärausgaben auf der einen und fehlende Investitionen zum Beispiel in sozialen Wohnungsbau und digitale Infrastruktur auf der anderen Seite. Es gelte immer noch: "Deutschland einig Funklochland". Insgesamt sei der jetzt präsentierte Bundeshaushalt so wenig visionär, dass Helmut Schmidt ihn nicht zum Arzt schicken würde - eine Anspielung auf die Aussage des früheren Kanzlers, wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen. Und Lindner schimpfte über die Klimapolitik: "Verzicht, Verbote, Askese - auf diesem Weg wird uns global niemand folgen." Viele Menschen könnten gar nicht auf Wohlstand verzichten, weil sie noch gar keinen haben. "Statt Moralweltmeister sollten wir Technologieweltmeister werden." Und Annegret Kramp-Karrenbauer? Die durfte in der Generaldebatte noch gar nicht reden. Sie ist ja keine Abgeordnete. Und ihr Verteidigungsetat stand erst am späten Nachmittag zur Debatte.

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