Welt & Politik: TV-Interview: Ex-Premier Cameron nennt Boris Johnson „unehrlich“ - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikTV-Interview: Ex-Premier Cameron nennt Boris Johnson „unehrlich“

06:55  17 september  2019
06:55  17 september  2019 Quelle:   handelsblatt.com

"Je wütender Hulk wird, desto stärker wird Hulk"

Der britische Premier Boris Johnson hält daran fest, sein Land am 31. Oktober aus der EU führen zu wollen. Auf Kritik reagiert er mit drastischen Vergleichen.

Boris Johnson war einer der führenden Protagonisten in der erfolgreichen Brexit-Kampagne. Sein Anwalt bestritt, dass Johnson "zu irgendeinem Zeitpunkt unangemessen oder unehrlich gehandelt" habe und deutete an, der Fall sei politisch motiviert.

Boris Johnson will Theresa May als Premierminister nachfolgen. Johnsons Verhalten sei sowohl verantwortungslos und unehrlich als auch kriminell gewesen. Neben Johnson haben sich weitere Kandidaten in Stellung gebracht. Darunter Ex -Brexit-Minister Dominic Raab und Außenminister

TV-Interview: Ex-Premier Cameron nennt Boris Johnson „unehrlich“ © AP Der britische Ex-Premier übt harsche Kritik an Boris Johnson und seinem ehemaligen Freund Michael Gove,

Der Ex-Premier gibt sein erstes TV-Interview seit Jahren. Darin teilt er gegen Johnson aus – und berichtet von einer SMS, die die zwei Männer vor dem Referendum austauschten.

Lange war nichts mehr von David Cameron zu hören – dabei war er es, dessen Entscheidung, das britische Volk über die EU-Mitgliedschaft abstimmen zu lassen zu den chaotischen Jahren seit dem Referendum 2016 führten. Doch der Ex-Premier zog es bei all den hitzigen Debatten über das Für und Wider der EU-Mitgliedschaft vor zu schweigen. Bis jetzt.

Johnson glaubt immer noch an einen Deal

Johnson glaubt immer noch an einen Deal Das schreibt der britische Premierminister zumindest in einer Kolumne. Er betont aber auch seinen Willen, die EU ohne Vertrag zu verlassen - gegen ein vom Unterhaus beschlossenes Gesetz. Der britische Premierminister Boris Johnson hält eine Einigung mit der Europäischen Union über einen Austritt Großbritanniens aus der EU immer noch für möglich. Vor seinem Treffen mit dem scheidenden EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Montag schrieb er in der britischen Zeitung Daily Telegraph, die nächsten Tage seien entscheidend.

TV -Empfang. Der britische Premier hat hervorragende Presseberater in seinem Stab, die zahllose Male mit ihm geübt haben müssen, wie er auf persönliche Angriffe reagieren soll. Stattdessen steht Cameron jetzt als unehrlich und wie ein überführter Schuldiger da.

Premier ohne Mehrheit Johnson kassiert Brexit-Rebellion im eigenen Lager. Johnson muss wegen Brexit-Aussage vor Gericht. Hat den Mund wohl zu voll genommen: Großbritanniens Ex -Außenminister Boris Johnson .

Am Donnerstag startet der Verkauf seiner Memoiren. Und nachdem die „Times“ schon Auszüge aus seinem Buch veröffentlicht hatte, trat der 52-Jährige an diesem Montagabend erstmals auch vor die Fernsehkameras – und zeigte Reue. „Wenn Sie mich fragen, ob ich etwas bedauere? Ja“, sagte Cameron bei dem Interview des Senders ITV, sichtlich aufgewühlt.

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„Ob es mir leidtut, in welchem Zustand sich das Land nun befindet? Ja“. Ob er „mit verantwortlich sei? Ja“, sagte Cameron. Es war „mein Referendum, meine Kampagne“. Gleichwohl verteidigte er die grundsätzliche Entscheidung, eine Volksbefragung über die EU-Mitgliedschaft einzuberufen.

Keine Lösung für Idlib

Keine Lösung für Idlib Ohne greifbare Ergebnisse endete ein Gipfeltreffen der wichtigsten ausländischen Akteure im Syrien-Krieg. Die Türkei, Russland und der Iran haben keinen Plan, der eine neue Flüchtlingskrise in Idlib verhindern könnte. © picture-alliance/AP/P. Golovkin Provided by Deutsche Welle Man sei besorgt über die zunehmende Verschlechterung der humanitären Lage in der letzten Rebellenhochburg Syriens, erklärten die Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (Türkei, Bildmitte), Wladimir Putin (Russland, rechts) und Hassan Rohani (Iran) nach einem Gipfeltreffen in Ankara.

Dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson droht ein Prozess wegen Amtsvergehen, weil er vor dem Brexit-Referendum 2016 gelogen haben soll. Sein Anwalt bestritt, dass Johnson "zu irgendeinem Zeitpunkt unangemessen oder unehrlich gehandelt" habe und deutete an, der Fall sei

Ex -Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson gilt dabei als einer der Favoriten. Trump hatte kürzlich in einem Interview seine Sympathie für Johnson kundgetan und notfalls einen ungeregelten EU-Ausstieg US-Präsident Trump hält Boris Johnson für einen ausgezeichneten neuen Premier .

„Das war richtig“, beteuerte er, „unausweichlich“, aber „nicht alles, was danach passiert ist, musste so passieren“. Großbritannien habe danach „den falschen Weg eingeschlagen“. Er sei immer der Meinung gewesen, dass Großbritannien als Mitglied der EU bessergestellt sei als allein.

Bei der Wahl im Juni 2016 hatten mit 17,4 Millionen Briten 51,9 Prozent der Wähler für den Ausstieg aus der EU gestimmt. Seitdem verhandeln Brüssel und London über die Konditionen des Brexit, der den Planungen der aktuellen Regierung um Premier Boris Johnson am 31. Oktober stattfinden soll.

Cameron war am Tag nach dem Referendum zurückgetreten. „Aber ich war der Meinung, dass ich nicht die Glaubwürdigkeit hatte, das Resultat des Referendums umzusetzen“, sagte Cameron. Er habe es gehasst, seinen Posten aufzugeben, „aber ich habe versagt“.

Johnson habe aufseiten der Romantiker stehen wollen

Sieht so der Brexit aus?

Sieht so der Brexit aus? Großbritanniens Premier Johnson lässt eine Pressekonferenz platzen. Sein Amtskollege Bettel stellt sich alleine auf die Bühne. Das ärgert die Briten - und die EU wiederum steht, ähnlich wie Bettel, etwas verblüfft da. "Es ist an ... Mr Johnson", sagt Xavier Bettel mit einer Kunstpause und deutet mit beiden Händen nach rechts. Doch wo man Mr Johnson vermuten würde, steht nur ein leeres Sprecherpult vor einer grünen Hecke. Der Sprecher ist offenbar abhandengekommen. Trotzdem fährt Luxemburgs Premier Bettel fort: "Er hält die Zukunft aller Briten in der Hand." Boris Johnson kann ihn da schon nicht mehr hören.

Dass der damalige Premier David Cameron (2010–16) überhaupt das EU-Referendum versprach, lag Das wäre Farage und seiner disparaten Truppe aus reaktionären Ex -Torys wie Ann Widdecombe und Die Hatz auf Boris zielt darauf ab, den ehemaligen Journalisten als unehrlich , wenig fleißig

TV -Empfang. Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson muss sich im Zusammenhang mit dem geplanten Brexit vor Gericht verantworten. Johnsons Verteidigung argumentierte hingegen, dass ihr Mandat zu keinem Zeitpunkt unehrlich gehandelt hätte.

Am Vorgehen des aktuellen Premierministers Johnson übte Cameron Kritik. Das Parlament in eine Zwangspause zu schicken, sei übertrieben gewesen, urteilte er, selbst wenn dieser Schritt legal sein möge. Ob das so ist, muss der Oberste Gerichtshof entscheiden, vor dem dieser Fall ab Dienstag verhandelt wird.

Darüber hinaus sagte Cameron, dass Johnson im Vorlauf des Referendums für den Austritt aus der EU geworben habe, sei unehrlich gewesen. Johnson habe damit gerechnet, dass die Brexit-Befürworter die Wahl verlieren würden, er wollte aber nicht die Chance verstreichen lassen, „auf Seiten der Romantiker, Patrioten und Nationalisten zu stehen“, sagte Cameron.

Unmittelbar bevor Johnson seine Unterstützung für die Brexit-Bewegung offiziell verkündet habe, habe er Cameron eine SMS geschickt, mit der Prognose, dass der Brexit ein Ende finden werde „wie ein Frosch von einer Egge“, in Anlehnung an ein Gedicht des britischen Autors Rudyard Kipling – also abrupt und schmerzhaft. Trotzdem habe Johnson sich für die Brexit-Kampagne engagiert.

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Trump will Vergeltung gegen Iran nur bei Die Untersuchungen dauern noch an, aber der US-Präsident vermutet Iran hinter den Attacken auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Gleichzeitig droht Trump mit einem noch "viel, viel größeren Angriff".

Dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson droht ein Prozess wegen Amtsvergehen, weil er vor dem Brexit-Referendum 2016 gelogen haben soll. Sein Verhalten sei sowohl verantwortungslos und unehrlich als auch kriminell gewesen.

Dem früheren britischen Außenminister Boris Johnson droht ein Prozess wegen Amtsvergehen, weil er vor dem Sein Verhalten sei sowohl verantwortungslos und unehrlich als auch kriminell gewesen. Der ehemalige Londoner Bürgermeister und Brexit-Befürworter erschien selbst nicht vor Gericht.

Besonders harsche Kritik übt Cameron aber an seinem ehemaligen Freund Michael Gove, der mittlerweile Johnsons rechte Hand und im Kabinett für die No-Deal-Vorbereitungen zuständig ist. Gove habe ihm versprochen, nicht für den Brexit zu werben. Immerhin habe Gove schon lange Bedenken gegenüber der EU-Mitgliedschaft gehabt.

Dann wurde er zusammen mit Johnson einer der Wortführer der Kampagne und habe dort Dinge behauptet, die nicht der Wahrheit entsprachen. Sie seien in der berühmten roten Brexit- Bus „eingestiegen und ließen die Wahrheit zuhause“.

Dass Cameron selbst zurück in die Politik kehrt, schloss er aus. „Ich liebe dieses Land“, sagte er. „Aber ich denke, es wird nicht dazu kommen, dass ich wieder in die erste Reihe der Politik kehre. Und das sollte es auch nicht.“

Mehr: John Bercow, scheidender Präsident des britischen Unterhauses, sagt Premier Boris Johnson den Kampf an: Den Brexit könne es nur mit Zustimmung des Parlaments geben.

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