Welt & Politik: Europa muss raus aus der Erdogan-Falle - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikEuropa muss raus aus der Erdogan-Falle

07:30  19 september  2019
07:30  19 september  2019 Quelle:   rp-online.de

Team Europa führt beim Solheim Cup

Team Europa führt beim Solheim Cup Team Europa mit der deutschen Profigolferin Caroline Masson hat beim Solheim Cup einen guten Start hingelegt. Die Europäerinnen führen beim Kontinentalvergleich mit den USA nach dem ersten Tag mit 4,5:3,5 und können sich damit Hoffnungen auf den ersten Sieg seit sechs Jahren machen. Das Team von Kapitänin Catriona Matthew erarbeitete sich bereits bei den morgendlichen Foursomes einen knappen Vorsprung. Die einzige Niederlage am Freitagvormittag kassierte die Gladbeckerin Masson mit ihrer Partnerin Jodi Ewart Shadoff (England) gegen die Korda-Schwestern Jessica und Nelly.

Die Türkei entwickelt sich unter Präsident Erdogan zusehends zu einer Gefahr für den Weltfrieden. Ein Rauswurf aus der NATO würde Erdogans Amoklauf augenblicklich stoppen Während der Anfangsjahre seiner Präsidentschaft machte Erdogan einen durchaus vernünftigen Eindruck.

„ Raus aus der Komfortzone“. Shada Islam vom Thinktank „Friends of Europe“ streitet für die Zukunft Europas . Nun haben es die Freunde Europas heute recht schwer. Wie kann das Werben für Europa Auf jeden Fall . Für mich sind sie die bedeutendste Entwicklung der vergangenen Jahre.

Kommentar von Gregor Mayntz

Düsseldorf. Es ist ein Anfang. Einstweilen noch sehr vage und hinter den Kulissen, aber immerhin versucht Angela Merkel, die verfahrene Lage in Libyen in den Griff zu bekommen.

Eine internationale Konferenz soll das Blutvergießen beenden und einen fairen Interessenausgleich in dem Land auf den Weg bringen, das so immens wichtig für die Flüchtlingsbewegung auf dem Mittelmeer ist. So lange die staatlichen Strukturen dort nicht funktionieren, kann Europa auch keine Struktur in die Flüchtlingspolitik bekommen.

Aber es kann auch nur ein winziger Anfang für das sein, was dringend auch in anderen Regionen nachzuholen ist, nachdem es Europa so lange sträflichst hat schleifen lassen: die Entwicklung in Syrien etwa. Sie schien Europa genauso zu interessieren wie das Wetter auf Galapagos.

Masson gewinnt mit Europa Solheim Cup

Masson gewinnt mit Europa Solheim Cup Das Team Europa mit der deutschen Profigolferin Caroline Masson hat die USA beim 16. Solheim Cup enttrohnt. Das Team von Kapitänin Catriona Matthew siegte mit 14,5:13,5 und feierte den ersten Sieg seit sechs Jahren und den sechsten insgesamt. Suzann Pettersen entschied die spannende Begegnung gegen Marina Alex auf dem 18. Loch nervenstark mit einem Birdie-Putt. Vor den Einzelduellen am Sonntag hatte es im schottischen Gleneagles 8:8 gestanden. Masson musste sich am Sonntag Jessica Korda nach 16 Löchern mit 3&2 geschlagen geben. Korda hatte zusammen mit ihrer Schwester Nelly Geschichte geschrieben.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirbt mit Nachdruck für eine Sicherheitszone im Nordosten Syriens. Damit könnten zwei bis drei Millionen syrische Flüchtlinge umgesiedelt werden, die derzeit in der Türkei und in Europa leben, teilte Erdogan am Mittwoch in Ankara mit.

Reaktion auf Kritik Erdogan macht Europa für Terror in der Türkei verantwortlich. Es ist ihm egal, ob er im Ausland als Diktator gilt. Der türkische Präsident Erdogan weist die Kritik an seinem Vorgehen gegen Presse und Opposition scharf zurück: Europa unterstütze den Terrorismus.

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Dabei war von Anfang an klar, dass die Menschen vor dem Krieg nicht irgendwohin fliehen würden, sondern in die Nachbarländer und Nachbarregionen, also nach Europa. Stattdessen begab sich Merkel in eine Abhängigkeit von Erdogan, die er jederzeit auf Knopfdruck zu nutzen versteht und dies jetzt auch in der wieder anschwellenden Flüchtlingsdynamik zum Ausdruck bringt.

Spätestens 2015 hätte Europa sich in Syrien engagieren müssen. Stattdessen schielte Brüssel nach Washington, und als von dort wenig kam, überließ die EU den Potentaten in Moskau, Ankara, Teheran und Damaskus das Heft des Handelns. Dabei ist aus der Region immer wieder und immer lauter zu hören, dass mehr europäisches Engagement dringend gewünscht wird.

Erdogan-Regierung soll 31 Menschen im Ausland entführt haben

Erdogan-Regierung soll 31 Menschen im Ausland entführt haben Es sind schwere Vorwürfe, die regierungskritische Menschenrechts- und andere Nicht-Regierungsorganisationen den türkischen Sicherheitsbehörden machen. Die der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterstellten Behörden sollen seit 2016 mindestens 31 Personen im Ausland entführt und zur Strafverfolgung zurück in die Türkei gebracht haben. Außerdem soll es in türkischen Gefängnissen weiterhin zu Folter und allein im vergangenen Jahr zu mindestens 23 „verdächtigen Todesfällen“ in Haft gekommen sein.

Auch Erdogan musste sich seinen letzten Vorstoß gegen die syrischen Kurden – die Eroberung des Gebietes von Afrin an der türkischen Grenze – erst vom Die Kurden haben die syrische Regierung um Schutz gebeten, falls die US-Einheiten wirklich abziehen. Dafür müssten syrische Kräfte aus der

Globalisten müssen und werden sie negativ konnotieren. Nationalpatrioten sehen das ganz anders. Für sie ist das Ende mit Schrecken „good news“, und das aus fünf 2. Das Ausscheiden der Türkei aus der NATO würde die unerträglichen deutschen Kniebeugen vor Erdogan endgültig beenden.

Europa muss raus aus der Erdogan-Falle

Der Zusammenhang ist sehr einfach: Solange Europa nicht alles tut, um den Syrern eine Friedenslösung zu bringen, so lange kommen sie halt nach Europa, um hier wenigstens eine Lösung für ihren persönlichen Frieden zu finden.

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Nach Tagen der Zurückhaltung positionieren Merkel, Macron und Johnson sich sehr eindeutig gegenüber Iran - und machen das Land verantwortlich für Angriffe auf saudische Ölanlagen. Das kommt überraschend, ist aber notwendig. Viel eindeutiger hätte das Signal nicht ausfallen können, das die Regierungschefs der drei wichtigsten europäischen Staaten Iran in der Nacht auf diesen Dienstag gesandt haben. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Großbritanniens Premier Boris Johnson und Kanzlerin Angela Merkel weisen dem Regime in Teheran eindeutig die Verantwortung für die jüngsten Angriffe auf die Ölindustrie Saudi-Arabiens zu.

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