Welt & PolitikEuropa muss raus aus der Erdogan-Falle

07:30  19 september  2019
07:30  19 september  2019 Quelle:   rp-online.de

Recep Tayyip Erdoğan: Alle gegen den Präsidenten

  Recep Tayyip Erdoğan: Alle gegen den Präsidenten Der neue Bürgermeister von Istanbul setzt ihn unter Druck, frühere Weggefährten wenden sich ab: Recep Tayyip Erdoğan muss um seine Macht fürchten. Wie kam es dazu? © Adem Altan/​AFP/​Getty Images Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei der Eröffnung eines Freizeitparks in Ankara, März 2019 Seit 17 Jahren führt Recep Tayyip Erdoğan die Türkei. Etliche Wahlen hat er seitdem gewonnen und viele Wählerinnen und Wähler werden nicht müde, ihm bis heute für bessere Lebensbedingungen in der Türkei zu danken.

So lange die staatlichen Strukturen dort nicht funktionieren, kann Europa auch keine Struktur in die Flüchtlingspolitik bekommen. Spätestens 2015 hätte Europa sich in Syrien engagieren müssen . Stattdessen schielte Brüssel nach Washington, und als von dort wenig kam, überließ die EU den

Die Weltbevölkerung wächst und braucht Nahrungsmittel. Die traditionelle Landwirtschaft hat Probleme, genug zu liefern. Farmen in der Stadt könnten eine Alternative sein, doch die Forschung steht Top-Thema – Lektionen. Gemüse aus der Stadt. Die Weltbevölkerung wächst und braucht Nahrungsmittel.

Kommentar von Gregor Mayntz

Düsseldorf. Es ist ein Anfang. Einstweilen noch sehr vage und hinter den Kulissen, aber immerhin versucht Angela Merkel, die verfahrene Lage in Libyen in den Griff zu bekommen.

Eine internationale Konferenz soll das Blutvergießen beenden und einen fairen Interessenausgleich in dem Land auf den Weg bringen, das so immens wichtig für die Flüchtlingsbewegung auf dem Mittelmeer ist. So lange die staatlichen Strukturen dort nicht funktionieren, kann Europa auch keine Struktur in die Flüchtlingspolitik bekommen.

Aber es kann auch nur ein winziger Anfang für das sein, was dringend auch in anderen Regionen nachzuholen ist, nachdem es Europa so lange sträflichst hat schleifen lassen: die Entwicklung in Syrien etwa. Sie schien Europa genauso zu interessieren wie das Wetter auf Galapagos.

Erdogan-Regierung soll 31 Menschen im Ausland entführt haben

Erdogan-Regierung soll 31 Menschen im Ausland entführt haben Es sind schwere Vorwürfe, die regierungskritische Menschenrechts- und andere Nicht-Regierungsorganisationen den türkischen Sicherheitsbehörden machen. Die der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterstellten Behörden sollen seit 2016 mindestens 31 Personen im Ausland entführt und zur Strafverfolgung zurück in die Türkei gebracht haben. Außerdem soll es in türkischen Gefängnissen weiterhin zu Folter und allein im vergangenen Jahr zu mindestens 23 „verdächtigen Todesfällen“ in Haft gekommen sein.

Die Demonstranten nutzten den Anlass, um sich solidarisch mit Syrien zu zeigen und gegen den Imperialismus aufzustehen. In Athen haben sich Demonstranten gegen die NATO und den westlichen, US-geführten Imperialismus versammelt. Am Freitag erinnerte das Land an den 74.

Die Europäer müssen Erdogan einfach ertragen. Darüber hinaus besitzt er die Anlagen eines Demagogen: den Mut zum äußersten Extrem, die kalte Wildheit, die aus jeder Phrase eine Offenbarung macht, die Stahlhärte der Behauptung, die jedes Anderssein ächtet und eine

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Dabei war von Anfang an klar, dass die Menschen vor dem Krieg nicht irgendwohin fliehen würden, sondern in die Nachbarländer und Nachbarregionen, also nach Europa. Stattdessen begab sich Merkel in eine Abhängigkeit von Erdogan, die er jederzeit auf Knopfdruck zu nutzen versteht und dies jetzt auch in der wieder anschwellenden Flüchtlingsdynamik zum Ausdruck bringt.

Spätestens 2015 hätte Europa sich in Syrien engagieren müssen. Stattdessen schielte Brüssel nach Washington, und als von dort wenig kam, überließ die EU den Potentaten in Moskau, Ankara, Teheran und Damaskus das Heft des Handelns. Dabei ist aus der Region immer wieder und immer lauter zu hören, dass mehr europäisches Engagement dringend gewünscht wird.

Die Abtrünnigen: Rebellion in Erdogans AKP

Die Abtrünnigen: Rebellion in Erdogans AKP Der türkische Präsident steht in den eigenen Reihen unter Druck - alte Weggefährten wie der ehemalige Ministerpräsident Davutoglu wenden sich von seiner Partei ab und gründen Splitterparteien. Erdogans Macht zerfällt. © AFP/Getty ImagesA. Altan Ein Bild aus besseren Tagen: 2014 übernimmt Davutoglu den Parteivorsitz von Erdoğan Ahmet Davutoglu war lange Zeit eine der einflussreichsten Figuren in der türkischen Politik.

Oktober, aus der Zone zurückziehen müssen . Die türkische "Operation Friedensquelle" im Nordosten Syriens wird in einem begrenzten Gebiet zwischen den Städten Tall Putin und Erdoğan sprachen auch über die Notwendigkeit, syrischen Flüchtlingen bei der Rückkehr in ihre Heimat zu helfen.

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Europa muss raus aus der Erdogan-Falle

Der Zusammenhang ist sehr einfach: Solange Europa nicht alles tut, um den Syrern eine Friedenslösung zu bringen, so lange kommen sie halt nach Europa, um hier wenigstens eine Lösung für ihren persönlichen Frieden zu finden.

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Kommentar: Erdogans Geiseln.
Der türkische Präsident nutzt das Leid der syrischen Flüchtlinge, um die EU zu erpressen: Er werde die Tore nach Europa öffnen, droht er. Ihm geht es um Machterhalt. Die EU muss sich entscheiden, meint Barbara Wesel. © picture-alliance/AA/A. Coskun Provided by Deutsche Welle Am gefährlichsten ist der türkische Präsident wohl immer dann, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht. Angesichts von wirtschaftlichen Problemen und Verfallserscheinungen in seiner AKP-Partei zieht er sich auf die Rückfallposition seines Regierungsstils zurück: Drohungen und Machtspielchen. Dafür gibt es einen Begriff: Bullying.

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