Welt & Politik: Trump lässt die Kurden im Stich - - PressFrom - Deutschland

Welt & Politik Trump lässt die Kurden im Stich

16:30  07 oktober  2019
16:30  07 oktober  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

US-Außenpolitik: Trump lässt Erdogan in Syrien einmarschieren – aber droht, „die türkische Wirtschaft zu zerstören“

  US-Außenpolitik: Trump lässt Erdogan in Syrien einmarschieren – aber droht, „die türkische Wirtschaft zu zerstören“ US-Außenpolitik: Trump lässt Erdogan in Syrien einmarschieren – aber droht, „die türkische Wirtschaft zu zerstören“Wenn US-Präsident Donald Trump zum Hörer greift, wächst die Anspannung im Weißen Haus. Gespräche mit ausländischen Staatschefs hätten „wahres Entsetzen“ in der Regierungszentrale ausgelöst, berichtete kürzlich die „Washington Post“. Nun hat Trump wieder einmal in einem Telefonat einen Kurswechsel in der US-Außenpolitik angekündigt, der nach Einschätzung seiner Fachleute gegen die eigenen Interessen der Vereinigten Staaten sein dürfte.

Es ist wohl der Glaube an einen Kollaps des Mullah-Staates, herbeigeführt durch eine unzufriedene Bevölkerung und einen neuerlichen Aufstand gegen das Regime. Dass Trump ein Einreiseverbot für Iraner erlassen hatte, lässt seine geheuchelten Sympathien für die «Erben einer reichen Kultur» nicht

Eskaliert der alte Konflikt zwischen Kurden und Türken wieder? Und was muss getan werden, um Kobane zu schützen? Darüber diskutiert ARD-Programmdirektor

Kommentar von Paul-Anton Krüger

Baustelle: Ein US-Soldat (im Vordergrund) mit kurdischen Kämpfern an der syrisch-türkischen Grenze © AP Baustelle: Ein US-Soldat (im Vordergrund) mit kurdischen Kämpfern an der syrisch-türkischen Grenze

Die Gefahr ist nun, dass in Syrien eine neue Front entsteht und neue Kämpfe, die Tausende Menschen das Leben kosten könnten. Direkt zu spüren bekommen werden das auch die Europäer.

Diesmal verkündete Donald Trump den Rückzug nicht per Twitter, wie im Dezember 2018. In einer nüchternen Mitteilung des Weißen Hauses heißt es, der US-Präsident habe mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdoğan telefoniert. Die Türkei werde in Nordsyrien einmarschieren und die USA in der unmittelbaren Gegend nicht mehr vertreten sein.

Syrien-Krieg: Kurden verkünden Generalmobilmachung

  Syrien-Krieg: Kurden verkünden Generalmobilmachung Die türkische Regierung hatte zuvor bekräftigt, eine Offensive zu starten.Angesichts der zunehmenden Drohungen der Türkei und ihrer syrischen „Söldner“ würden alle aufgerufen, sich an die Grenze zu begeben, um in diesen „kritischen historischen Momenten“ Widerstand zu leisten, hieß es in einer Erklärung. Kurden weltweit wurden aufgefordert, gegen die Offensive zu demonstrieren.

Es ist noch gar nicht lange her, da pries Donald Trump die Kurden als ein «grossartiges Volk», als «grossartige Kämpfer». Dezember ist jedoch klar, dass Trump die Kurden genauso im Stich lassen würde wie so viele Präsidenten und Politiker vor ihm.

Die syrischen Kurden fühlen sich im Stich gelassen . Die kurdischen Volksverteidigungskräfte (YPG) waren bisher als Teil der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) Verbündete haben die Kurden in der Region keine mehr. Der Irak und die Türkei wollen Autonomiebestrebungen verhindern, Assad will

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Trump hat damit wieder eine seiner impulsiven Entscheidungen getroffen, die von den Kurden über Großbritannien und Frankreich alle Verbündeten kalt erwischt und zugleich die Arbeit seiner eigenen Regierung untergräbt. Die war gerade dabei, mit den Kurden Sicherheitsarrangements umzusetzen, die Ankaras Bedenken Rechnung tragen, aber zugleich einen Einmarsch der Türkei verhindern sollten.

Während Trump sich im Dezember von seinen Beratern nach und nach überzeugen ließ, dass der angekündigte Komplettabzug aus Syrien ein Fehler ist, rückten schon am Morgen nach dem Telefonat mit Erdoğan amerikanische Soldaten aus grenznahen Orten ab. Die Gefahr ist nun, dass in Syrien eine neue Front entsteht und neue Kämpfe, die Tausende Menschen das Leben kosten könnten und Hunderttausende in die Flucht treiben, statt dass, wie Erdoğan es plant, dort syrische Flüchtlinge angesiedelt werden.

Europäische Union: Europas Hilflosigkeit ist selbstverschuldet

  Europäische Union: Europas Hilflosigkeit ist selbstverschuldet Die USA liefern die syrischen Kurden aus – und die EU kann wieder nur mahnen und schimpfen. Aus Schwäche hat Europa es versäumt, im eigenen Interesse einzugreifen. © Bulent Kilic/​AFP/​Getty Images Zivilisten fliehen im März 2018 aus Afrin im Norden Syriens, nachdem türkische Streitkräfte die kurdische Stadt eingenommen hatten. Kommentar von Ulrich LadurnerKeine Flüchtlinge, keine IS-Kämpfer, keine Kriege, überhaupt keine Gefahren für Leib und Leben – das ist die Welt, in der die Europäer leben möchten. Nur, diese Welt gibt es nicht, schon gar nicht im Nahen Osten.

Trump denke "lang und hart" über Syrien und den Ablauf des Truppenrückzugs nach, sagte Graham weiter. Dabei spiele für Trump auch der Schutz Die Kurden im Norden Syriens fürchten nach dem Abzug der US-Truppen eine weitere Offensive der Türkei. Dann würden die Kurden "massakriert"

Donald Trump will die US-Truppen aus Syrien abziehen - und damit die Türkei in den Nordosten des Bürgerkriegslands einmarschieren lassen . Vielleicht bleibt es bei einem Einmarsch in Manbidsch, jener mehrheitlich arabischen Stadt westlich des Euphrats, die die Kurden sich einverleibt haben und

Trump lässt die Kurden eiskalt im Stich, die als Verbündete der Amerikaner im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" die Hauptlast getragen und Tausende ihrer Kämpfer verloren haben. Die Amerikaner werden kaum erwarten können, dass die schockierten Partner noch auf Appelle zur Zurückhaltung hören - die Kurden haben bereits angekündigt, sich mit allen Mitteln zu verteidigen.

Trump gefährdet die Erfolge im Kampf gegen die Terrormiliz IS

Profiteure in der Region sind darüber hinaus Kräfte, die den USA und deren traditionellen Verbündeten alles andere als freundlich gesonnen sind: Iran und das syrische Regime von Baschar al-Assad sowie Russland. Zudem gefährdet Trump die Erfolge im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat, der nicht nur in Syrien neue Keimzellen hat, sondern auch im benachbarten Irak.

Es ist blanke Heuchelei, wenn das Weiße Haus die Zustimmung zu der überdies völkerrechtlich kaum zu rechtfertigenden Invasion der Türkei damit begründet, Europa habe sich geweigert, gefangengenommene IS-Kämpfer zurückzunehmen und die USA seien nicht bereit, dafür Steuergeld auszugeben. Es sind die Kurden (die Trump jetzt fallenlässt), die sie gefangen halten, und zumindest in den Plänen, die Erdoğan bei der UN-Generalversammlung präsentiert hat, war keine Rede davon, dass die Türkei das problematische Lager al-Hol übernehmen werde.

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Der Kampf um Kobane - lässt die Welt die Kurden im Stich ? | Presseclub 12.10.2014 Die Bilder erscheinen absurd: Auf der einen Seite der Grenze tobt die

In der Denkschule der amerikanischen "Realisten" gibt es nur Staaten, die ihre eigenen nationalen Interessen rücksichtslos durchsetzen wollen. Was heißt das für die Kurden in Syrien? Die USA haben schon unter Barack Obama die Kurden im Stich gelassen , nun ein weiteres Mal unter Trump .

Trumps früherer Sondergesandter für die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat, Brett McGurk, spricht von einem "Defekt am Kern der US-Außenpolitik allgemein": maximalistische Ziele, ein minimalistischer Präsident, kein geregelter Prozess Fakten zu analysieren und Handlungsoptionen zu entwickeln. So liest sich auch das Statement: falsche Behauptungen und keine Details, nicht einmal, wie weit die von Erdoğan gewünschte Sicherheitszone reichen soll. Viele Städte liegen in Grenznähe, und die Kurden werden sich dort nicht kampflos vertreiben lassen. Direkt zu spüren bekommen werden das auch die Europäer - sie müssen sich schleunigst überlegen, wie sie den erwartbaren Schaden begrenzen können.

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Die Coupé-Version des Atlas ist 4,90 Meter lang (13 Millimeter kürzer als der Atlas) und verfügt über fünf Sitzplätze. Das SUV basiert – genau wie sein Schwesterderivat Atlas – auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) und verfügt deshalb auch über denselben Radstand und ähnlich großzügige Platzverhältnisse im Interieur. Wahlweise ist der Atlas Cross Sport mit Allradantrieb 4MOTION verfügbar. Der Atlas Cross Sport wird nicht auf dem europäischen Markt angeboten. Der Atlas Cross Sport wird zusammen mit dem Atlas und dem Passat im Montagewerk von Volkswagen in Chattanooga gebaut. Insgesamt hat Volkswagen inzwischen mehr als 2,6 Milliarden US-Dollar in das Werk und die Region investiert und beschäftigt rund 3.800 direkte Mitarbeiter. Für das Werk in Chattanooga ist in Zukunft eine Investition in Höhe von 800 Mio. US-Dollar für die Produktion von Elektrofahrzeugen der ID. Familie geplant.

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