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Welt & Politik Syrien-Krieg: Kurden verkünden Generalmobilmachung

12:20  09 oktober  2019
12:20  09 oktober  2019 Quelle:   berliner-zeitung.de

Trump lässt die Kurden im Stich

  Trump lässt die Kurden im Stich Die Gefahr ist nun, dass in Syrien eine neue Front entsteht und neue Kämpfe, die Tausende Menschen das Leben kosten könnten. Direkt zu spüren bekommen werden das auch die Europäer. Diesmal verkündete Donald Trump den Rückzug nicht per Twitter, wie im Dezember 2018. In einer nüchternen Mitteilung des Weißen Hauses heißt es, der US-Präsident habe mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdoğan telefoniert. Die Türkei werde in Nordsyrien einmarschieren und die USA in der unmittelbaren Gegend nicht mehr vertreten sein.

Nach der türkischen Drohung mit einer neuen Militäroffensive im Norden Syriens haben die dortigen Kurden eine Generalmobilmachung verkündet . Der Führungsrat der kurdischen Selbstverwaltung in der Region rief alle Syrer auf

Der Bürgerkrieg in Syrien ist eine seit 2011 andauernde, bewaffnete Auseinandersetzung verschiedener Gruppen, die mit fortschreitender Dauer zunehmend unter Beteiligung internationaler Mächte stattfindet, die dabei auch eigene Interessen verfolgen.

Türkische Panzer stehen an der Grenze zu Syrien in Position. © AP Türkische Panzer stehen an der Grenze zu Syrien in Position.

Vor der geplanten türkischen Offensive im Norden Syriens bringen die Kurden ihre Truppen in Stellung. Die kurdische Autonomieverwaltung in der Region verkündete am Mittwoch eine dreitägige Generalmobilmachung.

Angesichts der zunehmenden Drohungen der Türkei und ihrer syrischen „Söldner“ würden alle aufgerufen, sich an die Grenze zu begeben, um in diesen „kritischen historischen Momenten“ Widerstand zu leisten, hieß es in einer Erklärung. Kurden weltweit wurden aufgefordert, gegen die Offensive zu demonstrieren.

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  Türkei meldet Militärschlag an syrisch-irakischer Grenze Türkei meldet Militärschlag an syrisch-irakischer GrenzeEines der Hauptziele des Militärschlags in der Nacht zum Dienstag sei es gewesen, "vor dem Einsatz in Syrien" eine häufig von Kurden genutzte Transitstrecke zwischen dem Irak und Syrien zu unterbrechen, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. "Auf diese Weise sind der Transit der Gruppe nach Syrien und Versorgungslinien, einschließlich Munition, abgeschnitten." Zuvor hatte das Verteidigungsministerium erklärt, die Türkei habe ihre Vorbereitungen für den Militäreinsatz im kurdischen Nordosten Syriens abgeschlossen.

Kurden (kurdisch. کورد. Kurd) bilden eine westasiatische Ethnie, deren Hauptsiedlungsgebiet als Kurdistan bezeichnet wird. Sie bilden eine bedeutende autochthone ethnische Volksgruppe in der Türkei, im Irak, in Iran und Syrien .

VonAnita Starosta. Schließen. Nach dem drohenden Einmarsch der Türkei in Nordsyrien droht eine humanitäre und politische Katastrophe. Das ist nicht nur politisch fatal, sondern auch kurzsichtig. Ein Gastbeitrag von Medico International.

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Türkische Regierung kündigt Offensive an

Die türkische Regierung hatte zuvor bekräftigt, eine Offensive gegen die Kurden in Nordsyrien werde „in Kürze“ beginnen. Auch die mit der Türkei verbündeten syrischen Rebellen verlegten ihre Truppen in das betroffene Gebiet. Die Offensive soll sich gegen kurdische Truppen östlich des Flusses Euphrat richten. Die Kurdenmiliz YPG kontrolliert dort ein großes Gebiet an der Grenze zur Türkei. Ankara sieht in der Miliz eine Terrororganisation.

Die YPG ist zugleich ein wichtiger Verbündeter der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Die USA zogen jedoch ihre Truppen aus dem betroffenen Grenzgebiet ab. (dpa) 

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  Europäische Union: Europas Hilflosigkeit ist selbstverschuldet Die USA liefern die syrischen Kurden aus – und die EU kann wieder nur mahnen und schimpfen. Aus Schwäche hat Europa es versäumt, im eigenen Interesse einzugreifen. © Bulent Kilic/​AFP/​Getty Images Zivilisten fliehen im März 2018 aus Afrin im Norden Syriens, nachdem türkische Streitkräfte die kurdische Stadt eingenommen hatten. Kommentar von Ulrich LadurnerKeine Flüchtlinge, keine IS-Kämpfer, keine Kriege, überhaupt keine Gefahren für Leib und Leben – das ist die Welt, in der die Europäer leben möchten. Nur, diese Welt gibt es nicht, schon gar nicht im Nahen Osten.

Im Syrien - Krieg hat die Türkei eine neue Kampflinie eröffnet. Die seit Tagen angekündigte Bodenoffensive gegen die von Kurden kontrollierte Stadt Afrin habe "de facto" begonnen, danach werde Manbidsch angegriffen, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan.

Nicht nur bei der Berichterstattung über den Krieg in Syrien pfeift die öffentlich-rechtliche ARD-aktuell auf das Völkerrecht, Grundgesetz und ihre Pflicht zur Objektivität. Ein Kommentar von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam.

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Erdoğan und Trump - in Angst vereint .
Erdoğan und Trump - in Angst vereintSo einig waren sich Amerika und die Türkei selten. Ankara feiert einen "Sieg" in Syrien, und Donald Trump feiert sich selbst. "Härte und Liebe" gegenüber der Türkei habe diesen "unkonventionellen" diplomatischen Erfolg ermöglicht, jubelt der US-Präsident. In Wahrheit aber war es wohl die Angst vor dem, was sie da gemeinsam im Norden Syriens angerichtet haben, die Washingtons Emissäre nach Ankara trieb und die Türken in einen vorläufigen Waffenstillstand einwilligen ließ.

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