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Welt & Politik Schweizer Parlamentswahlen: Endlich Damenwahl

07:40  21 oktober  2019
07:40  21 oktober  2019 Quelle:   zeit.de

Supersport-WM: Randy Krummenacher wittert Verschwörung im WM-Kampf

  Supersport-WM: Randy Krummenacher wittert Verschwörung im WM-Kampf Weniger Leistung als Bardahl-Teamkollege und WM-Rivale Federico Caricasulo? Randy Krummenacher ist überzeugt, dass er von seinem Team benachteiligt wirdDer Schweizer reist mit 202 Punkten zum finalen Rennwochenende der Saison und hat somit acht Zähler mehr als Teamkollege Federico Caricasulo. Yamaha-Markenkollege Jules Cluzel kann sich nur noch Außenseiterchancen ausrechnen. Der Franzose liegt bereits 22 Punkte zurück.

Schweizer Parlamentswahlen : Endlich Damenwahl . Seit Jahren stagniert im Schweizer Parlament der Frauenanteil. Kein Wunder, haben doch die Schweizer Frauen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht erhalten, 53 Jahre nach ihren Geschlechtsgenossinnen in Deutschland.

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Seit Jahren stagniert im Schweizer Parlament der Frauenanteil. Die Parlamentswahlen haben die feministische Wende eingeleitet. Doch es gibt noch viel zu tun.

Die wieder in den Nationalrat gewählte Sibel Arslan (Die Grünen) freut sich nach der Bekanntgabe des Endresultats für die Wahl in den Nationalrat. © Georgios Kefalas/​dpa Die wieder in den Nationalrat gewählte Sibel Arslan (Die Grünen) freut sich nach der Bekanntgabe des Endresultats für die Wahl in den Nationalrat.

Der Siegeszug der Schweizer Frauen beginnt heute Mittag in einem unterkühlten Kongresszentrum in Basel. Um 12 Uhr werden zwar lediglich die ersten Hochrechnungen präsentiert, doch die sozialdemokratische Ständeratskandidatin Eva Herzog schneidet derart gut ab, dass ihre Wahl bereits zu diesem frühen Zeitpunkt feststeht. Sie fällt ihren Parteikolleginnen um den Hals, küsst ihren Mann.

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In der Schweiz werden die nationalen Wahlen in den Kantonen entschieden, sie bilden die Wahlkreise. Je größer ein Kanton, desto mehr Sitze stehen ihm im Nationalrat zu. Ständerate, Sitze in der kleinen Parlamentskammer, gibt es für jeden zwei; die früheren Halbkantone wie Basel-Stadt müssen mit einem Vertreter auskommen.

Und so finden überall im Land verteilt Freuden- und Trauerfeiern statt. In Cafés, Kongresszentren oder – wie in Basel-Stadt bei der Grünen-Kandidatin Sibel Arslan – im Wohnzimmer ihrer Freunde. Auch Arslan weiß bereits nach den Hochrechnungen: Gewählt! "Ich bin happy", sagt sie. Den bisherigen SVP-Nationalrat Sebastian Frehner hat sie weit hinter sich gelassen. Er ist raus.

Arslan hat nicht nur für sich selber gekämpft. Sondern für alle Frauen. Sie ist Teil von "Helvetia ruft!", einer breit abgestützten Kampagne, die auch von rechtsbürgerlichen Politikerinnen getragen wird.

Grüne legen bei Parlamentswahl in Schweiz zu

  Grüne legen bei Parlamentswahl in Schweiz zu Bern. Die „grüne Welle“ in Europa erfasst auch die Schweiz – der Klimawandel schlägt sich im Ergebnis der Nationalratswahl nieder. Federn lassen müssen die Rechtspopulisten der SVP. © FABRICE COFFRINI Regula Rytz, Präsidentin der Schweizer Grünen (M.), bei der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. Der Klimawandel macht’s möglich: In der Schweizer Politik werden in den nächsten vier Jahren grüne Parteifarben deutlich stärker vertreten sein. Bei der Parlamentswahl am Sonntag verzeichneten nach Hochrechnungen des Schweizer Fernsehens die beiden grünen Parteien satte Zugewinne.

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Ihr Ziel: Mehr Frauen ins Parlament bringen.

Im Nationalrat stagniert der Frauenanteil seit zehn Jahren. Er beträgt weniger als ein Drittel. Im Ständerat sank er nach den letzten Wahlen im Jahr 2015 sogar auf lediglich 13 Prozent. Und als vor einem Jahr einige langjährige Parlamentarierinnen ihren Rücktritt bekannt gaben, sah es so aus, als würde er noch tiefer sinken.

Deshalb ermunterte "Helvetia ruft!" zahlreiche Frauen zu einer Kandidatur, machte sie in Workshops und Mentoring-Programmen fit für den Wahlkampf und setzte die Parteien unter Druck, ihre Wahllisten weiblicher zu gestalten. Der Plan ging auf: Die Parteien setzten heuer mit 40 Prozent so viele Frauen wie noch nie auf ihre Listen.

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Die Schweizer Parlamentswahlen 2019 finden am 20. Oktober 2019 statt. Dabei werden die 200 Mandate des Nationalrates sowie 45 der 46 Mitglieder des Ständerates der Schweiz neu gewählt. National- und Ständerat bilden gemeinsam die Bundesversammlung. Die 51.

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So zeichnet sich an diesem Wahlabend ab, dass das Schweizer Parlament weiblicher wird. Am Sonntagabend war klar: In mindestens sieben Kantonen konnte der Frauenanteil gesteigert werden. Das gilt für den Bergkanton Graubünden ebenso wie den Mittelland-Stand Aargau, das zweisprachige Freiburg, St.Gallen in der Ostschweiz oder den urbanen Kantonen Genf und Zürich. Auch die Delegationen aus Zug, Obwalden und Uri, die noch nie eine Frau ins nationale Parlament gewählt haben, werden weiblicher. "Im Nationalrat werden es mindestens 36 Prozent Frauen sein", sagt Céline Zünd von "Helvetia Ruft!".

Vor vier Jahren, bei den letzten Wahlen, sah das noch ganz anders aus.

"Wo ein Willy ist, ist auch ein Weg", so lautete damals der Wahlsong-Refrain der rechtskonservativen SVP. Dass Willy nicht nur ein männlicher Vorname ist, sondern auch ein Synonym für des Mannes bestes Stück, war kein Zufall. Die rechten Männer klopften sich auf die Schenkel, den progressiven Frauen drehte sich der Magen um. Es zeigte sich wieder mal: Die Schweiz nimmt die Hälfte ihrer Bevölkerung noch immer nicht richtig ernst. Das Land ist in Gleichstellungsfragen beschämend rückschrittlich – und lebt dies auch offen aus.

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Kein Wunder, haben doch die Schweizer Frauen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht erhalten, 53 Jahre nach ihren Geschlechtsgenossinnen in Deutschland. Im Glass-Ceiling Index des "Economist", der berechnet, wie gleichberechtigt Frauen im Job sind, belegt die Schweiz seit Jahren einer der letzten Plätze unter den OECD-Länder. Und der Staat sorgt mit verschiedenen Massnahmen dafür, dass die Frauen die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung tragen müssen: Etwa indem er Männern nur einen einzigen Tag Vaterschaftsurlaub zugesteht.

Die Frauen wurden denn auch im Wahlkampf nicht gleich behandelt wie ihre männlichen Mitstreiter. Die Schweizer Medien schenkten ihnen weniger Beachtung. Sie wurden seltener zitiert, genannt und porträtiert. So hat es das Digital Democracy Lab der Universität Zürich berechnet. Ein Beispiel: Für die christlich-demokratische CVP kandidierten 40 Prozent Frauen. Wurde in Print- und Onlinemedien über die CVP berichtet, kamen die Frauen aber nur in 23 Prozent aller Artikel vor.

Doch die globale Feminismus-Welle hat auch die konservative Schweiz mitgerissen. Obschon es hierzulande, im Gegensatz zu den USA mit ihrem Harvey-Weinstein-Skandal und Deutschland mit der Causa Dieter Wedel, keinen grossen #Metoo-Fall gab. Es waren vielmehr viele kleinere Ereignisse, wie etwa der Kampf der Berner Narkose-Ärztin Natalie Urwyler, deren Spital- und Forschungskarriere durch ein männliches Leitungsteam systematisch verhindert wurde, welche eine neue feministische Bewegung schufen.

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Am 14. Juni 2019 demonstrierten und streikten über eine halbe Million Frauen für "Lohn. Zeit. Respekt". Riesige Protestzüge wälzten sich durch Zürich, Bern oder Genf. In Basel war die Innenstadt zeitweise blockiert. Logopädinnen, Ärztinnen, Kinderbetreuerinnen, Laborantinnen streckten ihre selbstgebastelten Plakaten in den blauen Himmel: "Wir kämpfen, bis wir frei sind". Es war die größte politische Aktion in der Schweiz seit dem Generalstreik vor 101 Jahren.

Die Straße formulierte einen klaren Auftrag an die Parteien: Nehmt die Gleichberechtigung endlich ernst! Setzt Frauen auf eure Listen! Und Willy? Der hat seinen Schwanz eingezogen.

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