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Welt & Politik Australische Zeitungen erscheinen mit geschwärzten Titelseiten

10:50  21 oktober  2019
10:50  21 oktober  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Wenn Bienen (alkoholisiert) abstürzen

  Wenn Bienen (alkoholisiert) abstürzen In der Hauptstadt Canberra häufen sich Fälle, in denen Bienen beschwipst vor dem Parlament liegen. Das hat mit den hohen Temperaturen zu tun.• Das macht die Bienen dort betrunken.

Ein ungewöhnlicher Anblick bietet sich den Lesern australischer Zeitungen zu Wochenbeginn. Es geht um die Pressefreiheit. Aus Protest gegen eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit sind Australiens große Tageszeitungen an diesem Montag mit geschwärzten Titelseiten erschienen .

Die meistgelesenen deutsche Zeitungen , Zeitschriften und Magazine aus Deutschland. Aktuelle Nachrichten online lesen. Trotz der Auflagenrückgänge bei allen Zeitungen gibt es immer noch einige Verlage die qualitativ hochwertige und leserneutrale Nachrichten liefern.

Mit schwarzen Balken für die Pressefreiheit: Auf den Titelseiten vieler australischer Zeitungen ist an diesem Montag nicht viel zu lesen. © dpa Mit schwarzen Balken für die Pressefreiheit: Auf den Titelseiten vieler australischer Zeitungen ist an diesem Montag nicht viel zu lesen.

• Fast 20 australische Zeitungen sind am Montagmorgen mit geschwärzten Titelseiten erschienen.

• Die Blätter protestieren damit gegen eine "wachsende Kultur der Geheimhaltung" der australischen Regierung.

• Auch der Chef des Rundfunksenders ABC, David Anderson, sagt: "Australien läuft Gefahr, die geheimnisvollste Demokratie der Welt zu werden."

Aus Protest gegen eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit sind einige australische Tageszeitungen mit geschwärzten Titelseiten erschienen. Auf Blättern wie Sydney Morning Herald oder The Australian verdecken schwarze Balken Text und Fotos.

Prozess gegen Yücel geht weiter: So steht es um die Verfahren gegen Deutsche in der Türkei

  Prozess gegen Yücel geht weiter: So steht es um die Verfahren gegen Deutsche in der Türkei Deniz Yücel wird zu seinem Prozess heute in Istanbul nicht erscheinen. Acht weiteren Bundesbürger wird bald der Prozess gemacht. Ein Überblick. © Foto: Michael Kappeler/dpa Der Journalist Deniz Yücel saß ein Jahr in türkischer U-Haft. Türkische Gerichte befassen sich in den kommenden Tagen und Wochen mit politischen Vorwürfen gegen mindestens neun Bundesbürger. Heute wird das Verfahren gegen den Journalisten Deniz Yücel fortgesetzt. „Wir erwarten, dass der Staatsanwalt sein Plädoyer verliest“, sagte Yücels Anwalt Veysel Ok der Deutschen Presse-Agentur.

Aus Protest gegen die geplante Novellierung der Überwachung der Telekommunikation erscheint der „Donaukurier" am Samstag mit einer geschwärzten Titelseite . Redaktion und Verlag der Tageszeitung wollen damit nach eigenen Angaben ein Zeichen gegen den Abbau von Grundrechten setzen.

Australische Zeitungen wehrten sich in den letzten Tagen dagegen mit geschwärzten Titelseiten und der Schlagzeile «Zensiert». Doch das Verbot hat nichts mit Staatszensur zu tun wie vielleicht in totalitär regierten Ländern. Ein Richter hat es mit einer sogenannten «Suppression Order» verhängt

Damit protestieren sie gegen eine Reihe von Gesetzesverschärfungen, die Journalisten die Arbeit erschweren, und gegen die Durchsuchung von Redaktionsräumen durch die Polizei. Zu den Forderungen der Blätter gehören auch mehr Rechte für sogenannte Whistleblower, die Journalisten mit Informationen versorgen.

Nach Angaben des Bündnisses verabschiedete das australische Parlament seit dem Anschlägen vom 11. September 2001 mehr als 70 Anti-Terror- und Sicherheitsgesetze, die das Aufdecken von Skandalen und Missständen erschweren. In einem Erklärstück des Syndey Morning Herald heißt es, man wehre sich gegen eine "wachsende Kultur der Geheimhaltung".

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Anlass für die jetzige Aktion sind demnach zwei Vorfälle von Anfang Juni, bei denen die Polizei die Privatwohnung einer Journalistin sowie die Sydney-Zentrale des Senders ABC nach durchgesickerten Regierungsdokumenten durchsucht hatte.

Am 4. Juni 2019 durchsuchte die Polizei über Stunden hinweg die Wohnung von Annika Smethurst in Canberra. Die News-Corp-Journalistin hatte zuvor über geheimgehaltene Pläne berichtet, die Online-Überwachung australischer Staatsbürgern auszuweiten. Einen Tag später, am 5. Juni, führte die Polizei eine Razzia im Hauptquartier des Senders ABC Australia in Sydney durch. Dem Leiter des Investigativressorts von ABC News, John Lyons, zufolge erlaubte es der Durchsuchungsbefehl den Beamten dabei, Dokumente "hinzuzufügen, zu kopieren, zu löschen und zu verändern". Hintergrund waren Berichte über australische Spezialeinheiten, die bei Einsätzen in Afghanistan Unschuldige getötet haben sollen.

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Mit geschwärzten Titelseiten und der Schlagzeile «Zensiert» titelten sie. Nicht der Staat hat diese Zensur ausgerufen. Es war ein Richter, der eine «Suppression Order» verhängte, um ein faires und unbeeinflusstes Verfahren gegen den Angeklagten beim zweiten Prozess zu ermöglichen.

Die australische Regierung will Flüchtlinge in Lager abschieben. Unter ihnen auch Kinder. Selbst die konservative Zeitung Daily Telegraph Es gibt auch die Möglichkeit, Artikel sachlich und neutral zu schreiben, anstatt zu bemängeln dass nicht kontinuierlich Baby-Fotos auf den Titelseiten erscheinen

Als Grund für die Geheimhaltung bestimmter Sachverhalte führt die australische Regierung oft die nationale Sicherheit an. In der Medienkampagne wiesen Autoren indes darauf hin, dass die Behörden etwa Informationen darüber verweigert hätten, in welchen Seniorenheimen Bewohner vernachlässigt oder misshandelt würden. Die Regierung wolle zudem nicht offenlegen, wie viel Agrarland an ausländische Einrichtungen verkauft werde.

Die Titelseiten-Aktion stand unter dem Motto "Your Right to Know" ("Ihr Recht, zu wissen"). Daran beteiligten sich insgesamt 19 Zeitungen und Journalistenverbände. Sie appellieren an die rechtskonservative Regierung von Premierminister Scott Morrison, die Pressefreiheit besser zu schützen.

Unterstützung bekamen die Zeitungen auch von Fernseh- und Radiosendern. Der Chef des Rundfunksenders ABC, David Anderson, sagte: "Australien läuft Gefahr, die geheimnisvollste Demokratie der Welt zu werden."

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Das Justizministerium muss nun auch bisher zurückgehaltene Mitschriften übergeben. Es ist ein Etappensieg für die Demokraten in den Impeachment-Ermittlungen.• Die Demokraten wollen das aus dem veröffentlichten Mueller-Bericht herausredigierte Material bei ihren Untersuchungen für ein mögliches Impeachmentverfahren einsehen.

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