Welt & Politik Ein Toter bei nächtlichen Ausschreitungen im Irak

16:30  02 november  2019
16:30  02 november  2019 Quelle:   msn.com

Drei Demonstranten in irakischer Stadt Kerbela erschossen

  Drei Demonstranten in irakischer Stadt Kerbela erschossen Bei Ausschreitungen am Rande von regierungskritischen Protesten sind im Irak drei Menschen getötet worden. Bislang wurden mehr als 250 Menschen bei den Protesten getötet, die meisten von ihnen Demonstranten. Mehr auf MSN require(["binding"], function (binding) { binding("wcVideoPlayer", "#video_player_54577f76-f9fa-4b38-a116-fffaf461e8f7").

Proteste gegen Regierung: Schüsse und Tränengas gegen Demonstranten im Irak . Zahl der Toten bei Protesten im Irak weiter gestiegen. Zur Startseite.

Landesweit protestieren erneut Hunderttausende Menschen im Irak gegen die Regierung von Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi. Bei nächtlichen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten wurden nach Angaben der vom Parlament ernannten Menschenrechtskommission

  Ein Toter bei nächtlichen Ausschreitungen im Irak © SABAH ARAR / AFP) (Photo by SABAH ARAR/AFP via Getty Images

In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist es in der Nacht zum Samstag erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Wie medizinische Kräfte der Nachrichtenagentur AFP sagten, wurde dabei ein Mensch getötet, Dutzende wurden verletzt. Die Demonstranten forderten trotz Reformversprechen weiterhin den Sturz der Regierung.

Seit Anfang Oktober gehen in Bagdad und anderen Städten im Süden des Landes hunderttausende Menschen gegen die politische Elite auf die Straße, die sie für die gravierenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme im Irak verantwortlich machen. Bei den teils gewaltsamen Protesten wurden bereits mehr als 250 Menschen getötet, die meisten davon Demonstranten.

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Bei Ausschreitungen nach einer Demonstration in der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es einen Toten gegeben. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Die Sicherheitskräfte waren mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die Teilnehmer einer Kundgebung

Im Irak herrscht in der Bevölkerung unter anderem wegen der schlechten Infrastruktur und Arbeitslosigkeit großer Frust. Laut der Weltbank liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei 25 Prozent. Obwohl das Land zu den größten Ölproduzenten der Welt zählt, leidet es unter einem Energiemangel.

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Wie es aus Sicherheitskreisen und medizinischen Kreisen hieß, wurden zuletzt mehrere Demonstranten durch Tränengas-Granaten der Sicherheitskräfte getötet. Diese seien deutlich gefährlicher als herkömmliche Tränengas-Granaten und können nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International Schädel durchschlagen.

Angesichts der heftigen Proteste hat Präsident Barham Saleh vorgezogene Wahlen und ein neues Wahlgesetz versprochen, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi kündigte laut Saleh an, zurückzutreten, sobald ein Ersatz für ihn gefunden sei. Das neue Wahlgesetz soll dem Parlament kommende Woche vorgelegt werden.

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Die Behörden verhängten in der Folge eine nächtliche Ausgangssperre. Die Menschen in Basra gehen seit Wochen immer wieder auf die Straße. Für Wut sorgt zudem die Verschmutzung des Trinkwassers, an der Tausende erkrankt sind, sowie die im ganzen Irak grassierende Korruption.

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Bei den seit Wochen anhaltenden Protesten im Irak sterben immer mehr Demonstranten durch die Gewalt der Sicherheitskräfte. Inzwischen fordern nicht nur die UN die Regierung auf, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen. © picture-alliance/AP Photo/N. al-Jurani Provided by Deutsche Welle Seit Anfang Oktober seien landesweit 269 Todesfälle und mindestens 8000 Verletzte registriert worden, teilte das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Genf mit. Die Dunkelziffer könnte noch deutlich liegen. Die Sicherheitskräfte gingen mit rücksichtsloser Gewalt gegen Protestierende vor.

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