Welt & Politik Streit um Genozid an Armeniern: Erdogan will erst nach Telefonat mit Trump über USA-Reise entscheiden

06:15  06 november  2019
06:15  06 november  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Repräsentantenhaus stuft Massaker an Armeniern als Völkermord ein

  Repräsentantenhaus stuft Massaker an Armeniern als Völkermord ein The "Good Morning Football" crew compares the 2019 Patriots' defense to the 1985 Bears and the 2000 Ravens.

Eigentlich war ein Treffen mit Trump für den 13. November geplant. Nachdem das US-Repräsentantenhaus den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich anerkannt hatte, stellte Erdogan seine USA-Reise jedoch in Frage. © AP Eigentlich war ein Treffen mit Trump für den 13. November geplant. Nachdem das US-Repräsentantenhaus den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich anerkannt hatte, stellte Erdogan seine USA-Reise jedoch in Frage.

Erdogans geplante USA-Reise wackelt, nachdem das US-Repräsentantenhaus den Völkermord an den Armeniern anerkannt hat. Ein Telefonat mit Trump könne helfen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will seine USA-Reise von einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump abhängig machen. Auf die Frage von Journalisten, ob Erdogan wie ursprünglich geplant kommende Woche nach Washington reise, sagte Erdogan nach Angaben des Staatssenders TRT am Dienstag: „Ich werde mit Trump telefonieren, danach werde ich meine endgültige Entscheidung treffen.“

Krise in Bolivien spitzt sich zu

  Krise in Bolivien spitzt sich zu Der schon über zwei Wochen währende Konflikt zwischen Regierung und Opposition hat für den Staat inzwischen Kosten in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar verursacht. Ist Bolivien der nächste große Krisenherd in Lateinamerika? © AFP/D. Walker Provided by Deutsche Welle Bolivien erlebt derzeit eine tiefe politische Krise, die jetzt schon in die dritte Woche geht. Präsident Evo Morales wurde am 20. Oktober zum Sieger der Präsidentschaftswahlen erklärt, was ihm eine vierte Amtszeit in Aussicht stellt. Die Opposition erkennt das Ergebnis der Auszählung allerdings nicht an und leistet starken Widerstand.

MSN-Leser interessieren sich auch für:

Ukraine-Affäre: Botschafter revidiert Aussage

Angela Merkel: Meinungsfreiheit und Bruce Springsteen

Heiko Maas: "Außenminister schadet deutschen Interessen"

Eigentlich war ein Treffen mit Trump für den 13. November geplant. Nachdem das US-Repräsentantenhaus den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich vergangene Woche anerkannt hatte, stellte Erdogan seine USA-Reise jedoch in Frage und sagte, er habe sich noch nicht entschieden.

Die Türkei als Nachfolgerin des Osmanischen Reiches lehnt eine Einstufung der Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges als Völkermord strikt zurück.

Das Verhältnis zwischen den Nato-Verbündeten USA und Türkei ist seit langem angespannt. Unter anderem gibt es Streit, weil die Türkei das russische Raketenabwehrsystem S-400 gekauft hat.

CDU-Generalsekretär Ziemiak über AfD: „Björn Höcke ist für mich ein Nazi“

  CDU-Generalsekretär Ziemiak über AfD: „Björn Höcke ist für mich ein Nazi“ Paul Ziemiak schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD deutlich aus.Damit erteilte Ziemiak auch dem Thüringer AfD-Partei- und Fraktionschef Björn Höcke auch indirekt eine Absage. Dieser hatte nämlich der CDU und der FDP angeboten, eine potenzielle Minderheitsregierung zu unterstützen. In einem Schreiben an die Landesparteivorsitzenden Mike Mohring (CDU) und Thomas Kemmerich (FDP) regt Höcke an, „gemeinsam über neue Formen der Zusammenarbeit ins Gespräch zu kommen“.

Erdogan und Trump scheinen sich persönlich jedoch gut zu verstehen. Nach einem Telefonat zwischen Trump und Erdogan am 6. Oktober kündigte der US-Präsident überraschend den Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien an. Das machte den Weg frei für eine Militäroffensive der Türkei gegen die Kurdenmiliz YPG.

Die Türkei betrachtet die YPG als Terrororganisation. Für die USA waren die von der Kurdenmiliz geführten Syrischen Demokratischen Kräfte dagegen ein wichtiger Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Der Einmarsch der Türkei in Syrien stößt auch in den USA auf Kritik. Das Repräsentantenhaus verlangt deswegen Sanktionen. Erdogan zeigte sich am Dienstag unbeeindruckt.

Mehr: „Seien Sie kein Narr“: Trump hat mit seinen Formulierungen in einem Schreiben an den türkischen Präsidenten für Entsetzen gesorgt.

Mehr auf MSN

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer: Zukünftig mehr Bundeswehr-Einsätze .
Annegret Kamp-Karrenbauer will die Bundeswehr noch stärker einsetzen.Sie verwies auf frühere Erklärungen deutscher Politiker, dass Deutschland mehr Verantwortung übernehmen müsse. Dem sei Berlin aber „bisher nicht immer gerecht geworden“. In den vergangenen Jahren „haben wir oft nicht aktiv genug gehandelt: Wir sind zu Einsätzen dazugekommen, wenn wir gefragt worden sind - mal haben wir uns stärker beteiligt, mal weniger“.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 0
Das ist interessant!