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Welt & Politik Atomstreit mit dem Westen: Der Iran ist eine Gefahr für den Weltfrieden

19:50  08 november  2019
19:50  08 november  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

USA weiten Sanktionen gegen den Iran aus

  USA weiten Sanktionen gegen den Iran aus Die USA haben ihre Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet. Die Strafmaßnahmen zielen auf den Bausektor des Landes wegen mutmaßlicher Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden ab, wie das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington erklärte. Ins Visier genommen würden zudem "vier strategische Materialien", die im Zusammenhang mit Atom-, Militär- oder Raketenprogrammen des Landes genutzt würden. Der iranische Bausektor werde "direkt oderDas interessiert andere MSN-Leser: 

Der Iran provoziert im Atomstreit weiter. Nun ist sogar Russland besorgt. Und auch Teherans Drohungen gegen Israel verlieren nicht an Schärfe. Ein Kommentar.

Der iranische Präsident Hassan Rouhani. © Foto: Arman/Iranian Presidency/dpa Der iranische Präsident Hassan Rouhani.

Der Iran als internationaler Störfaktor – es ist, als lege er es darauf an. An diesem Wochenende wird die Urananreicherung in der Atomanlage Fordo südlich von Teheran wieder aufgenommen. Wie anders als eine gezielte Provokation soll das zu verstehen sein? Und wie anders als mit einer neuen Androhung weiterer Sanktionen – so gerade geschehen durch US-Außenminister Mike Pompeo per Tweet – kann das beantwortet werden? Ein Krieg muss ja vermieden werden.

Uno-Menschenrechtler sieht Assanges Leben in Gefahr

  Uno-Menschenrechtler sieht Assanges Leben in Gefahr Genf. Nach Ansicht eines UN-Sonderberichterstatters ist das Leben von Wikileaks-Gründer Julian Assange in Gefahr. Der inhaftierte Gründer der Enthüllungsplattform habe schon im Mai typische Anzeichen von „psychologischer Folter“ gezeigt. © DANIEL LEAL-OLIVAS Julian Assange im Mai 2019 in London. Aber die britischen Behörden kümmerten sich nicht darum, schrieb der Sonderberichterstatter zum Thema Folter, Nils Melzer, am Freitag in Genf. Seit seiner Inhaftierung habe sich seine Gesundheit stetig verschlechtert, sein Leben sei jetzt in Gefahr.Die USA haben einen Auslieferungsantrag gestellt.

Die iranische Atomorganisation sagt selbst, dass inzwischen schon Urangas in die 1044 Zentrifugen in Fordo eingebracht worden ist. Die Internationale Behörde IAEO in Wien ist schon informiert – und alarmiert. Wurde doch auch dieser Tage eine Inspektorin festgesetzt, nachdem sie Zutritt zur Nuklearanlage in Natans wollte. Einer dieser Vorfälle, die in jedem Fall zur Misstrauensbildung beitragen.

IAEO-Inspekteure sollen nun am Sonnabend am Ort in Fordo sein; denn die Maßnahmen sind ein Verstoß gegen das Atomabkommen von 2015, das die Entwicklung einer iranischen Atombombe verhindern soll. Nach dem unter größten Mühen zustande gebrachten Wiener Vertrag sollte Fordo schließlich nur wissenschaftlichen Projekte dienen. Jetzt ist Fordo neben Natans eine weitere Anlage für Urananreicherung.

Nuklearenergie: Iran beginnt mit Bau eines zweiten Atomkraftwerks

  Nuklearenergie: Iran beginnt mit Bau eines zweiten Atomkraftwerks Nuklearenergie: Iran beginnt mit Bau eines zweiten Atomkraftwerks in der Hafenstadt Buschehr am Persischen Golf begonnen. Das gab Atomchef und Vizepräsident Ali Akbar Salehi diesen Sonntag laut Nachrichtenagentur Fars bekannt. Das neue Atomkraftwerk soll einen 1000-Megawatt-Reaktor haben und bis bis 2023 fertiggestellt sein. Gleich danach wird der Iran Salehi zufolge mit dem Bau eines dritten Werks beginnen, das dann bis 2025 in Betrieb genommen werden soll.

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Sorgen und Kritik löst die Entwicklung aber nicht nur im Westen aus, sondern auch beim iranischen Verbündeten Russland. Und das, obwohl das Mullah-Regime allein den USA die Schuld gibt, weil die im Mai 2018 aus dem Abkommen ausgestiegen sind. Dazu werden die Sanktionen als „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran angesehen; US-Präsident Donald Trump wird eine Politik der Vernichtung des Iran vorgeworfen.

Trumps Wirtschaftssanktionen haben den Iran in eine finanzielle Schieflage gebracht

Hintergrund ist: Die Wirtschaftssanktionen haben den Iran in eine finanzielle Schieflage gebracht. Die Landeswährung hat mehr als 60 Prozent an Wert verloren. Die Angst in der Bevölkerung grassiert, dass es noch schlimmer wird. Immerhin ist Ölexport die Haupteinnahmequelle, Sanktionen in diesem Bereich können die Wirtschaft austrocknen.

Kraft der Natur: Heilpflanzen in Gefahr

  Kraft der Natur: Heilpflanzen in Gefahr Umckaloabo, Arnika und Teufelskralle: Sie alle haben längst den Weg in die weltweiten Apotheken gefunden. Und gerade deswegen ist der Bestand der Heilpflanzen zum Teil akut gefährdet.

Richtig ist: Die Drohung mit Sanktionen soll dazu dienen, die Mullahs und die Bevölkerung zu entzweien. Und sie sollen ein Schutzschild für Israel sein. Zumal das Teheraner Regime den Staat der Juden unverändert  von der Erdoberfläche tilgen will.

Jedenfalls betonen Vertreter der Islamischen Revolutionswache gerade wieder, so wörtlich dieser General, einer der Kommandeure: „Israel muss zerstört und ausgelöscht werden. Zweifelsohne müssen die Zionisten vernichtet werden. Das wird ganz sicher geschehen.“ Weder die Russland noch sonst irgendein Staat könne da vermitteln. „Die Islamische Revolution in Iran wird keinen Millimeter von ihrer Position in Bezug auf die Auslöschung Israels abweichen.“ Wenn das nicht den Weltfrieden stört.

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