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Welt & Politik Mauerfall: Merkel: Ost-West-Angleichung dauert „eher ein halbes Jahrhundert“

22:25  08 november  2019
22:25  08 november  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Ein ganz normales Wunder

  Ein ganz normales Wunder Wie viele ihrer Landsleute staunt Kanzlerin Merkel noch heute über die Wiedervereinigung. Das Ausland ist inzwischen nüchterner - und sieht das geeinte Deutschland als stabilen Partner.• Mit dem Fall der Mauer waren vor 30 Jahren auch die Sorgen vor einer übermäßigen Dominanz Deutschlands verbunden. Heute wird eher mehr deutsche Führung in Europa gefordert.

Nach Meinung der Bundeskanzlerin wird der Blick wieder verstärkt auf die Unterschiede zwischen Ost und West gerichtet. © AFP Nach Meinung der Bundeskanzlerin wird der Blick wieder verstärkt auf die Unterschiede zwischen Ost und West gerichtet.

Der Bundeskanzlerin glaubt, dass die Unterschiede zwischen West und Ost nicht so schnell überwunden werden können wie erwartet. 

Die Wiedervereinigung nimmt nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich erhofft. „Bei manchem, von dem man gedacht hat, dass es sich zwischen Ost und West angleichen würde, sieht man heute, dass es doch eher ein halbes Jahrhundert oder länger dauert“, sagte Merkel der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenende). „Nach zehn oder zwanzig Jahren hatte man die Hoffnung, dass es schneller geht. Aber dreißig Jahre haben schon etwas fast Endgültiges“, meinte die aus dem Osten stammende 57-Jährige.

Mitschüler schickten Drohungen: Kind eines Berliner AfD-Politikers mit dem Tod bedroht

  Mitschüler schickten Drohungen: Kind eines Berliner AfD-Politikers mit dem Tod bedroht Mitschüler sollen den 16 Jahre alten Sohn des AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann Drohnachrichten geschickt haben. Der Junge wandte sich an die Schulleitung. © Foto: DPA Cybermobbing (Symbolbild) Der Sohn eines Berliner Politikers soll von drei Mitschülern in Berlin-Biesdorf mit dem Tod bedroht worden sein. Nach Tagesspiegel-Informationen handelt es sich um den Sohn des AfD-Politikers Gunnar Lindemann. Lindemann bestätigte dem Tagesspiegel, dass Drohungen gegeben habe.

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Der 30. Jahrestag des Mauerfalls wird nach Einschätzung der Kanzlerin intensiver diskutiert als frühere Jubiläen. „Außerdem wird es jetzt vielleicht auch deshalb intensiver empfunden, weil nationalistische und protektionistische Tendenzen weltweit zugenommen haben, so dass wieder mehr aus dem nationalen Blickwinkel diskutiert wird. Und da richtet sich der Blick dann auch verstärkt auf die Unterschiede, die es zwischen den alten und den neuen Bundesländern gibt“, sagte Merkel.

Merkel warb um Geduld. „Auch die Mühen der Freiheit, alles entscheiden zu müssen, müssen gelernt werden“, sagte sie. „Man muss sich viel mehr kümmern, das ist ja auch nicht allen in die Wiege gelegt. Das Leben in der DDR war manchmal auf eine bestimmte Art fast bequem, weil man manche Dinge einfach gar nicht beeinflussen konnte.“

30 Jahre Mauerfall: "Die Berliner Mauer fiel auch in Afrika"

  30 Jahre Mauerfall: Bürgerkriege, Befreiungsbewegungen und Völkerfreundschaft: Nach dem Ende des Kalten Krieges blieb auch für viele Afrikaner nichts, wie es vorher war. © picture-alliance/ZB/B. Pedersen In Mosambik heißen frühere DDR-Vertragsarbeiter "Für alle Partnerländer der DDR hatte der Mauerfall immense Konsequenzen, vor allem für afrikanische Staaten wie Mosambik, Angola oder auch Äthiopien", sagt Markus Meckel im Gespräch mit der DW, der im Jahre 1990 kurz vor der Wiedervereinigung letzter Außenminister der DDR war.

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Zeitung: Merkel gab deutschen Medien 2018 deutlich weniger Interviews .
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr deutlich seltener den Fragen von Rundfunk und Presse gestellt. Das berichtete der Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe) unter Verweis auf eine statistische Übersicht des Bundespresseamts. Demnach war Merkel im vergangenen Jahr nur noch mit 22 Interviewbeiträgen in deutschen Medien vertreten. In den Jahren zuvor seien es im Durchschnitt noch mehr als 60 einzelne Beiträge gewesen.

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