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Welt & Politik Ein ganz normales Wunder

22:40  08 november  2019
22:40  08 november  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Ein Trainer verliert mit Bayern nicht folgenlos 1:5

  Ein Trainer verliert mit Bayern nicht folgenlos 1:5 Es erfordert Fantasie, sich Niko Kovac nach der hohen Niederlage gegen Frankfurt weiterhin als Münchner Trainer vorzustellen. Das Problem ist weniger dieses Spiel allein, sondern das Gesamtbild. Es ist für Trainer des FC Bayern kein gutes Zeichen, wenn man wieder von Edinaldo Batista Libânio schreiben muss. Der Brasilianer, den die Bundesliga unter seinem Künstlernamen Grafite kennenlernte, umkurvte, nein, umtanzte einst die Abwehr des Rekordmeisters und traf mit der Hacke gegen die Laufrichtung des Torwarts Michael Rensing und gegen das unerschüttliche Selbstverständnis des FC Bayern ins Tor.

Moment der Einheit: Menschen aus Ost- und West-Berlin auf der Mauer am Brandenburger Tor. © Norbert Michalke/dpa Moment der Einheit: Menschen aus Ost- und West-Berlin auf der Mauer am Brandenburger Tor.

• Im Ausland wird das vereinte Deutschland heute manchmal mehr als Normalität wahrgenommen als im Land selbst. Deutschland gilt vielerorts als attraktives Land mit stabilen politischen Verhältnissen.

• Mit dem Fall der Mauer waren vor 30 Jahren auch die Sorgen vor einer übermäßigen Dominanz Deutschlands verbunden. Heute wird eher mehr deutsche Führung in Europa gefordert.

• Die Angleichung zwischen Ost und West dauere in manchen Punkten länger als gedacht, sagt die Kanzlerin.

„Super lecker, aber...“: Hanuta bald komplett neu, Fans haben jedoch einen Verdacht

  „Super lecker, aber...“: Hanuta bald komplett neu, Fans haben jedoch einen Verdacht Die Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen.Die Fans sind überwiegend begeistert von dem „Hanuta Riegel“. Einigen Leckermäulchen fällt jedoch eine auffällige Ähnlichkeit mit einem anderen Produkt auf. Anderen fehlt der gewohnte Hanuta-Geschmack.

Vom Balkon des Kanzleramtes im 8. Stock hat man den idealen Blick: der Bundestag, das Brandenburger Tor, die Spree. Manchen Staatsgästen erzählt Angela Merkel von hier aus, wo sie zu Zeiten der DDR gewohnt und gearbeitet hat. Und wo die Mauer verlief, die am 9. November vor 30 Jahren fiel. Gäste, die sie hier zum ersten Mal besuchen, fragt sie manchmal, ob sie vor 1989 schon mal in Berlin waren - und in welchem Teil der Stadt. "Ich persönlich sage mir oft, dass ich es mir nie hätte träumen lassen, mal hier so zu stehen", sagt Merkel im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

In diesen Tagen rund um das Jubiläum des Mauerfalls empfängt Merkel viele Gäste, mit denen kein Small Talk fürs erste Kennenlernen mehr nötig ist. Es sind alle ziemlich gute Bekannte. Selbst der amerikanische Außenminister Mike Pompeo besuchte Merkel am Freitag bereits zum zweiten Mal binnen weniger Monate im Kanzleramt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kennt Merkel seit vielen, die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen seit noch viel mehr Jahren - und die gemeinsame Zeit mit Emmanuel Macron, der sich für Sonntag angesagt hat, kommt Merkel manchmal wohl auch schon ziemlich lange vor.

Schon fast 270 Tote bei Unruhen im Irak

  Schon fast 270 Tote bei Unruhen im Irak Bei den seit Wochen anhaltenden Protesten im Irak sterben immer mehr Demonstranten durch die Gewalt der Sicherheitskräfte. Inzwischen fordern nicht nur die UN die Regierung auf, die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen. © picture-alliance/AP Photo/N. al-Jurani Provided by Deutsche Welle Seit Anfang Oktober seien landesweit 269 Todesfälle und mindestens 8000 Verletzte registriert worden, teilte das Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Genf mit. Die Dunkelziffer könnte noch deutlich liegen. Die Sicherheitskräfte gingen mit rücksichtsloser Gewalt gegen Protestierende vor.

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Der 30. Jahrestag des Mauerfalls hat somit trotz der zentralen Erinnerungsfeier am Samstag, an der auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnimmt, politisch einen arbeitsamen Charakter. Der Anlass wird zwar gebührend zelebriert und auch mit Symbolik angereichert: So hat Steinmeier die Staatsoberhäupter der vier in der sogenannten Visegrád-Gruppe verbundenen osteuropäischen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn eingeladen.

Sorge vor der Rückkehr des Nationalismus

Damit soll die besondere Bedeutung der osteuropäischen Staaten für die friedliche Revolution gewürdigt werden. Ansonsten aber stehen die aktuellen Themen im Vordergrund, der Zustand der Nato, die deutsch-amerikanischen Beziehungen, der Brexit und seine Folgen. Der Jahrestag macht Berlin zu einer Art Bienenstock der Diplomatie, in dem so viel emsiger Betrieb herrscht, dass selbst Angela Merkels Regierungssprecher am Freitag verspätet und atemlos zur Bundespressekonferenz erscheint, weil er von der Kolonne eines ausländischen Gastes aufgehalten wurde.

„Ostdeutsche können stolz sein“

  „Ostdeutsche können stolz sein“ Berlin. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, zieht positive Bilanz zu 30 Jahre Mauerfall. Zugleich fordert sie eine Einigung bei der Grundrente, die vor allem Rentnern im Osten helfen wird. © Bernd von Jutrczenka Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD) fordert eine Einigung bei der Grundrente. Berlin Aus Anlass von 30 Jahre Mauerfall hat die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), auf die entscheidende Rolle der Ostdeutschen aufmerksam gemacht.

In dieser Routine steckt ein gutes Zeichen. Immerhin waren mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung nicht einmal ein Jahr später auch Sorgen vor einer übermäßigen Dominanz Deutschlands verbunden, ja sogar vor einer Rückkehr des nationalistischen Ungeistes in der Außenpolitik. Heute sind die Klagen, Deutschland führe in Europa zu wenig, eher lauter als der Vorwurf, Berlin oktroyiere Partnerstaaten seinen Willen. Und trotz banger internationaler Blicke auf die Wahlerfolge der AfD gilt Deutschland an vielen Orten der Welt als attraktives Land mit stabilen politischen Verhältnissen.

Über Jahrzehnte war Berlin eine Bühne für weltpolitische Inszenierungen, zuerst im Kalten Krieg, dann nach der friedlichen Revolution der DDR-Bürger - besonders beliebt war die Stadt als Symbol mit historischer Kulisse bei amerikanischen Präsidenten. Die Reden John F. Kennedys vor dem Schöneberger Rathaus und Ronald Reagans direkt vor der Mauer sind nicht nur im kollektiven Gedächtnis der Deutschen haften geblieben, sondern wurden auch in den USA selbst stark beachtet. Bill Clinton betrat nach der Wiedervereinigung als erster US-Präsident den Boden der ehemaligen DDR, Barack Obama sprach als Präsident 2013 auf der Ostseite des Brandenburger Tors und beschwor den Geist von friedlicher Veränderung und Fortschritt in Gemeinsamkeit.

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  Darum solltest du nie Toilettenpapier auf die Klobrille legen Du bist unterwegs und plötzlich macht sich Alarm im Darm breit. Der Stift beginnt bereits zu malen, doch der einzige Lokus in Sichtweite ist eine öffentliche Toilette – was für eine beschissene Lage. NormalerweiseNormalerweise greift man in einer solchen Notsituation zu Toilettenpapier, mit der die Klobrille des widerlichen Wurstkastens fein-säuberlich ausgelegt wird.

Merkel: Es wird mehr aus dem nationalen Blickwinkel diskutiert

Bei Donald Trump ist ungewiss, ob er Berlin vor der Präsidentschaftswahl 2020 noch besuchen wird. Doch dass er aus dem 9. November 1989 eine andere politische Lektion ableitet als sein Vorgänger, erscheint wenig überraschend. Trumps Außenminister Pompeo nutzte den historischen Hintergrund Berlins am Freitag für heftige Attacken auf China und Russland. Der deutschen Außenpolitik, namentlich der Kanzlerin, kommt in solchen Konfrontationen oft eine beschwichtigende Rolle zu. Schon am Donnerstagabend hatte Merkel Emmanuel Macrons Kritik an den USA und sein Wort vom "Hirntod" als übertrieben zurückgewiesen.

Im Ausland, so wirkt es, wird das vereinte Deutschland heute mehr als Normalität wahrgenommen als in Deutschland selbst. "Vielleicht liegt es an dem Abstand von dreißig Jahren", sagt die Kanzlerin im Interview. "Bei manchem, von dem man gedacht hat, dass es sich zwischen Ost und West angleichen würde, sieht man heute, dass es doch eher ein halbes Jahrhundert oder länger dauert." Auch die außenpolitische Lage sei da von Bedeutung. Nationalistische und protektionistische Tendenzen hätten weltweit zugenommen, "sodass wieder mehr aus dem nationalen Blickwinkel diskutiert wird".

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