Welt & Politik Krise zwischen USA und Türkei: Erdogan bei Trump: „Wir sind sehr gute Freunde“

07:50  14 november  2019
07:50  14 november  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Streit um Genozid an Armeniern: Erdogan will erst nach Telefonat mit Trump über USA-Reise entscheiden

  Streit um Genozid an Armeniern: Erdogan will erst nach Telefonat mit Trump über USA-Reise entscheiden Streit um Genozid an Armeniern: Erdogan will erst nach Telefonat mit Trump über USA-Reise entscheiden

Die beiden Präsidenten haben eigentlich viel zu besprechen, doch Trump setzt erneut auf Nähe statt Konfrontation. © Reuters Die beiden Präsidenten haben eigentlich viel zu besprechen, doch Trump setzt erneut auf Nähe statt Konfrontation.

Das Verhältnis zwischen den USA und der Türkei ist angespannt. Doch Trump setzt auf Nähe statt Konfrontation und begrüßt Erdogan trotz des Militäreinsatzes in Syrien betont herzlich.

Trotz zahlreicher Streitthemen zwischen Washington und Ankara hat sich US-Präsident Donald Trump beim Empfang seines türkischen Amtskollegen, Recep Tayyip Erdogan, im Weißen Haus um freundliche Töne bemüht. „Der Präsident und ich sind sehr gute Freunde“, sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit Erdogan im Oval Office. „Wir sind seit langem befreundet – fast seit dem ersten Tag.“ Man verstehe das jeweils andere Land. Trump sagte auch, die in Nordsyrien vereinbarte Waffenruhe halte „sehr gut“. Erdogans Besuch wurde begleitet von kleineren Protesten vor dem Weißen Haus.

Trump empfängt Erdogan im Weißen Haus

  Trump empfängt Erdogan im Weißen Haus Gut einen Monat nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien hat US-Präsident Donald Trump seinen türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan im Weißen Haus empfangen. Trump und Erdogan wollten zunächst mit ihren Ehefrauen und dann bilateral im Oval Office zusammenkommen. Nach ihren Gesprächen wollten sie vor die Medien treten. Das Verhältnis zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA ist wegen zahlreicher Streitpunkte angespannt. Der türkische Einmarsch in Nordsyrien hatte die Spannungen verschärft.

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Trump empfing seinen Kollegen aus Ankara gut einen Monat nach dem Start der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien. Die türkische Armee war am 9. Oktober mit verbündeten Rebellen in Nordsyrien einmarschiert, um die YPG aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Die YPG ist der Verbündete der US-Streitkräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Türkei betrachtet die Kurdenmiliz dagegen als Terrororganisation. Trump hatte der Offensive mit einem Abzug der US-Truppen aus dem Grenzgebiet in Nordsyrien den Weg geebnet. Kritiker warfen ihm vor, die YPG so im Stich gelassen zu haben.

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  Scheidender EU-Ratspräsident: Donald Tusk: Großbritannien wird nach dem Brexit zweitklassig Die Premierensaison des Abarth Rally Cup, der im Rahmen der FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC) ausgetragen wurde, bot Spannung bis zum Schluss. Erst nach dem Finale bei der Rallye Ungarn stehen der Sizilianer Andrea Nucita und Copilot Bernardo Di Caro als Gesamtsieger des Markenpokals fest, der mit dem Abarth 124 rally ausgetragen wird. Die beiden Italiener aus dem Team Bernini Rally sicherten sich das Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro. Stärkste Verfolger waren Dariusz Polonski und Beifahrer Lukasz Sitek aus dem Team Rallytechnology. Die beiden Polen wahrten beim Finale in Ungarn mit großem Einsatz ihre Titelchance, fielen aber aus. Die Rallye in Ungarn erwies sich aufgrund des Regenwetters als besonders schwierig. Durch die starken Niederschläge waren weite Teile der - eigentlich aus Asphaltstraßen bestehenden - Wertungsprüfungen von Schlamm bedeckt. Der Abarth 124 rally bewies dabei erneut, dass er absolut wettbewerbsfähig ist. Die Rallyepiloten waren begeistert von ihrem Sportgerät aus dem legendären Hause Abarth. Martin Rada und Beifahrer Jaroslav Jugas vom Team Agrotec kamen mit den schwierigen Verhältnissen besonders gut zurecht. Sie waren im Ziel bestplatzierte Fahrer eines Abarth 124 rally. Da Verfolger Polonski ausfiel, reichte Nucita die Zielankunft zum Titelgewinn.

Trumps Einladung an Erdogan sorgte für Unmut. Der demokratische Senator Chris Van Hollen etwa warf Trump vor, Erdogan damit unter anderem für den Angriff auf die YPG „belohnt“ zu haben.

Vor dem Weißen Haus protestierten am Mittwoch Dutzende Menschen gegen Erdogan und dessen Politik. Demonstranten hielten unter anderem Fahnen der Kurdenmiliz YPG und riefen: „Türkei raus aus Syrien“ und „Schande über die Türkei“. Am Rande von Erdogans jüngstem Besuch in Washington im Mai 2017 hatten dessen Bodyguards vor der türkischen Botschaft in der US-Hauptstadt friedliche Demonstranten verprügelt, was in Amerika Empörung auslöste.

Trump und Erdogan wollten am späten Mittwochabend deutscher Zeit gemeinsam vor die Medien treten. Bei ihrem Treffen im Oval Office sagte der US-Präsident, er verstehe die Sorgen der türkischen Regierung mit Blick auf Nordsyrien. Er danke Erdogan für dessen Engagement. Die Türkei habe auch zahlreiche IS-Kämpfer in der Region festgenommen und bewache diese.

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  Scheidender EU-Ratspräsident: Donald Tusk: Großbritannien wird nach dem Brexit zweitklassig Doppelsieg für Audi beim Wettbewerb „Das Goldene Lenkrad 2019“: Der A1 Sportback2 und der rein elektrisch angetriebene e-tron3 haben ihre Kategorien „Kleinwagen“ und „Große SUV“ gewonnen. Leser der Fachzeitschrift „Auto Bild“, ihrer europäischen Schwestertitel und der Zeitung „Bild am Sonntag“ hatten ihre Stimmen abgegeben, eine internationale Expertenjury kürte aus der Vorauswahl die Sieger. „Wir sind sehr stolz auf diesen Doppelsieg“, sagte Hans-Joachim Rothenpieler, Vorstand der AUDI AG für Technische Entwicklung, bei der Preisverleihung am heutigen Dienstagabend in Berlin. „Das Goldene Lenkrad ist ein begehrter Preis in unserer Branche. Besonders freut uns, dass der vollelektrische Audi e-tron sich in seiner Klasse gegen Wettbewerber auch mit konventionellen Antrieben durchsetzen konnte. Das bestätigt uns, dass wir mit unserer Elektrifizierungsstrategie auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig zeigt der Sieg des A1, dass wir mit der neuen Generation ein Modell auf die Straße gebracht haben, das rundum überzeugt“, so Rothenpieler weiter. Am Wettbewerb für „Das Goldene Lenkrad 2019“ nahmen 58 neue Autos teil, die seit Anfang Oktober 2018 auf den Markt gekommen waren. Sie wurden in sieben Fahrzeugklassen eingeteilt. In jeder Kategorie zogen die drei Modelle, die bei der Leserwahl die meisten Stimmen erhalten hatten, ins Finale ein. Die Finalrunde mit 21 Autos fand auf dem DEKRA Lausitzring statt.

Aus dem Weißen Haus war vor dem Treffen verlautet, es gebe keinerlei Absichten, die Zusammenarbeit mit den von der YPG dominierten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) zu beenden. Man sei „sehr besorgt“ über die Lage religiöser und ethnischer Minderheiten in Nordost-Syrien.

Das US-Repräsentantenhaus hatte Ende vergangenen Monats mit überwältigender Mehrheit wegen des türkischen Einmarsches in Nordsyrien harte Sanktionen gegen die Türkei beschlossen. Der Senat, der der Resolution noch zustimmen muss, wird sich erst nach dem Erdogan-Besuch damit befassen.

Das Verhältnis zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA ist wegen zahlreicher Streitpunkte angespannt. Die türkische Militäroffensive in Nordsyrien hatte die Spannungen noch verschärft.

Trump sagte, er wolle mit Erdogan unter anderem auch über den Erwerb des russischen S-400 Raketensystems durch die Türkei reden. Die USA befürchten, dass Russland über das empfindliche Radar des Waffensystems an Daten über die Tarnkappenfähigkeiten des US-Kampfjets F-35 gelangt. Ankara war Partner beim Bau des F-35-Kampfjets und wollte zahlreiche der Flugzeuge kaufen. Wegen des Rüstungsdeals mit Moskau haben die USA die Türkei aus dem F-35 Programm ausgeschlossen.

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Der US-Präsident betonte zugleich, die USA wollten den Handel mit der Türkei deutlich ausweiten. Dies wäre „großartig“ für beide Seiten.

Erdogan hatte in Ankara vor seinem Abflug in die USA gesagt, er sehe dem Gespräch mit Trump positiv entgegen, auch wenn das Verhältnis angespannt sei. Er wolle mit Trump auch über den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen sprechen. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich und fordert seine Auslieferung. Gülen weist jede Verantwortung für den Putsch zurück.

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