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Welt & Politik Gender-Pay-Gap in der Verwaltung: FDP-Politiker hält Männer für benachteiligt

04:55  15 november  2019
04:55  15 november  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Labour-Politiker wird in heißer Brexit-Phase Parlamentspräsident

  Labour-Politiker wird in heißer Brexit-Phase Parlamentspräsident Labour-Politiker wird in heißer Brexit-Phase ParlamentspräsidentDas Londoner Unterhaus stimmte am Montag für den Labour-Abgeordneten Lindsay Hoyle. Hoyle, seit 2010 bereits Vizepräsident der Kammer, wurde in vier Runden und stundenlanger geheimer Wahl zum Präsidenten gewählt. Mit ihm übernimmt mitten in der heißen Phase des EU-Austritts ein Oppositionspolitiker eine Art Schiedsrichter-Rolle im Unterhaus. Hoyle sagte nach seiner Wahl, er werde neutral sein und transparent arbeiten. "Dieses Parlament wird sich verändern, aber es wird sich zum Guten verändern", fügte der 62-Jährige hinzu.

In der öffentlichen Verwaltung arbeiten mehr Frauen als Männer – auch in gutbezahlten Positionen. Den FDP - Politiker Marcel Luthe empört das.

Gender Pay Gap (kurz GPG; auch Gender Wage Gap, deutsch etwa „Geschlechter-Einkommenslücke“) oder geschlechtsspezifisches Lohngefälle beschreibt in der Sozialökonomie und Soziologie den Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von Frauen und

In der öffentlichen Verwaltung arbeiten mehr Frauen als Männer – auch in gutbezahlten Positionen. Den FDP-Politiker Marcel Luthe empört das.

Der Abgeordnete Marcel Luthe (FDP) spricht bei der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. © Foto: dpa Der Abgeordnete Marcel Luthe (FDP) spricht bei der Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.

Gibt es den Gender Pay Gap nun in der öffentlichen Verwaltung oder nicht? Es gibt ihn, meint der FDP-Politiker Marcel Luthe. Allerdings umgekehrt: Nach Luthes Überzeugung werden Männer benachteiligt, nicht Frauen. In einer neuen parlamentarischen Anfrage hat Luthe umfangreich Zahlen abgefragt aus denen hervorgeht: Es arbeiten mehr Frauen als Männer in der Verwaltung insgesamt, und auch in den höheren Besoldungsstufen sind Frauen bei weitem in der Überzahl. Die parlamentarische Anfrage hat 42 Seiten und besteht aus zahlreichen Tabellen. Demnach arbeiten Stand Juni 2019 insgesamt 121 958 Menschen in der Verwaltung des Landes, davon 71 803 Frauen und 50 155 Männer.

Australiens Frauen bekommen gleiches Geld wie die Männer

  Australiens Frauen bekommen gleiches Geld wie die Männer Gleiches Geld für «Matildas» und «Socceroos»: Die Spielerinnen der australischen Frauenfußball-Nationalmannschaft verdienen künftig genauso viel wie die Männer. © Foto: Claude Paris/AP/dpa Sollen künftig das gleiche Geld wie die Männer bekommen: Australiens Fußball-Frauen - auch «Matildas» genannt. «Das ist ein wunderbarer Schritt nach vorne», sagte John Didulica, Geschäftsfrüher der Spielergewerkschaft PFA. Die Nationalspielerinnen und ihre - international weniger erfolgreichen - männlichen Pendants profitieren in gleichem Maße von Werbeeinnahmen und Prämien.

Geschlechterungleichheiten: Gender Pay Gap . Die Gleichstellung von Frauen und Männern bedeutet in der Lohn- und Tarifpolitik vor allen Dingen geschlechterspezifische Entgeltungleichheiten abzubauen. Bereits seit einigen Jahren intensiviert sich dahingehend sowohl in den Unternehmen

So spektakulär die Zahlen sind, muss man sich eines vor Augen halten : Die Ergebnisse des IAB zeigen je das Minimum Real dürften die Pay Gaps zugunsten der Männer größer sein und die Pay Gaps zugunsten der Frauen kleiner. Frauen grundsätzlich benachteiligt ? Wollte man den Pay Gap in industriestarken Regionen beseitigen, so scheint es, brauchte man mehr technikaffine Frauen.

Was sagen die Zahlen?

Davon waren in Vollzeit 45 824 Männer und 49 321 Frauen beschäftigt; in Teilzeit 22 482 Frauen und 4 331 Männer. Besonders viele Mitarbeitende haben die Innen- und die Bildungsverwaltung. Zum Inneren gehört die Polizei mit 22 865 Beschäftigten. Hier herrscht Männerüberschuss: 16 349 von ihnen sind männlich. Im Bereich Schule liegen dafür Frauen weit vorne. 43 208 Menschen arbeiten an Berlins Schulen, davon 31 617 Frauen. Als Lehrerinnen werden sie besser besoldet beziehungsweise sind in einer höheren Tarifstufe als die meisten Polizisten.

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Gender Pay Gap (Lohnlücke) ist die Bezeichnung für Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern . Das Monatseinkommen wird aus der Summe der in einem Kalenderjahr erzielten beitragspflichtigen Einkommen berechnet, dividiert durch die Zahl der Versicherungstage mal 30.

Als Gender Pension Gap wird die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bezeichnet. Auf diese Weise wird stärker deutlich, ob Frauen allein wegen ihres Geschlechts in der Bezahlung benachteiligt wurden, oder wegen etwaiger schlechterer Qualifikationen oder Besonderheiten der

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Unter den Beamten haben insgesamt 6 046 Männer eine Tarifstufe von A13 oder höher, auf diese gute Bezahlung kommen 9850 Frauen. Für E13 ergibt die Statistik: 4620 Männer und 7705 Frauen.

Frauen sind dabei eher krank als Männer. Die Zahl der Krankentage pro Beschäftigten ist seit 2010 gestiegen. Damals kam jeder Beschäftigte in der Hauptverwaltung auf durchschnittlich 36 Krankentage, Frauen wie Männer. Bezogen auf Hauptverwaltung und Bezirke insgesamt, sind Frauen einen Tag mehr ausgefallen als Männer. Bis 2013 ging hier die Schere weiter auf: Männer 35,9 Tage krank, Frauen 39 Tage. In den Folgejahren blieben Frauen etwas länger krank als Männer, 2017 lag der Wert gleichauf bei 37,4 Tagen. Umgerechnet in absolute Zahlen fielen berlinweit 2017 rund 1,8 Millionen Krankentage von Männern an und 2,6 Millionen von Frauen.

FDP-Abgeordneter spricht von unterrepräsentierten Männern

Anfragesteller Luthe ist empört. „Wie jeder planwirtschaftliche Ansatz funktioniert auch das sogenannte Gleichstellungsgesetz offenbar nicht, wenn sowohl im höheren Dienst als auch in den oberen Besoldungsgruppen des gehobenen Dienstes Männer deutlich unterrepräsentiert sind, ebenso wie bei den höherwertigen Tarifbeschäftigtenstellen“, sagt er. Im Landesgleichstellungsgesetz heißt es: „Frauen und Männer sind gleichzustellen. Zur Verwirklichung der Gleichstellung werden nach Maßgabe dieses Gesetzes Frauen gefördert und bestehende Benachteiligungen von Frauen abgebaut.“

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sogenannten „ Gender Pay Gap “ – die geschlechtsbedingte Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen – diskutieren, hat sich Island zu einem radikalen Schritt entschieden: Seit Jahresbeginn gilt in dem nordeuropäischen Land ein Gesetz, das Unternehmen vorschreibt, Männern und Frauen das

Ursachen des Gender Pay Gap . Die gravierenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern beruhen nicht allein auf der Berufswahl Ein gravierendes Hindernis zur effektiven Durchsetzung der Entgeltgleichheit ist die unzureichende Transparenz in den Entlohnungssystemen.

Jeder Teil der Verwaltung braucht nach dem Gesetz einen Frauenförderplan, und Frauen sind so lange unterrepräsentiert, wenn in einer Vorgesetzten- oder Leitungsfunktion oder in einer Entgeltgruppe mehr Männer als Frauen beschäftigt sind. Das ist nur in den ganz hohen Besoldungsstufen, der B-Besoldung, noch der Fall. In den anderen Tarifgruppen und Besoldungsstufen oberhalb A12 sind es dem Zahlenwerk zufolge inzwischen eher Männer, die ein Gleichstellungsgesetz nötig hätten.  

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