Welt & Politik Brüchiger Waffenstillstand im Gazastreifen

05:50  15 november  2019
05:50  15 november  2019 Quelle:   dw.com

Erdoğan in Washington: Republikanische Senatoren konfrontieren Erdogan wegen Propagandavideo

  Erdoğan in Washington: Republikanische Senatoren konfrontieren Erdogan wegen Propagandavideo Erdoğan in Washington: Republikanische Senatoren konfrontieren Erdogan wegen PropagandavideoMit einem Video hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei seinem Besuch im Weißen Haus versucht, einen Spalt in das Bündnis der USA mit der Kurdenmiliz YPG in Syrien zu treiben. Erdogans Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun veröffentlichte den viereinhalbminütigen Film, der US-Präsident Donald Trump und fünf Erdogan-kritischen Senatoren vorgeführt wurde, am Donnerstag auf Twitter. Darin wird der Kommandeur der von der YPG dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Maslum Abdi, für schwere Terroranschläge in der Türkei verantwortlich gebracht.

Brüchiger Waffenstillstand im Gazastreifen . Es ist ruhig im Gazastreifen - aber die Waffen schweigen trotzdem nicht ganz. Israel und die militanten Palästinenser vom Islamischen Dschihad drohen einander und stellen Bedingungen - ein Ende ist nicht in Sicht.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman ist aus Protest gegen den Waffenstillstand mit der palästinensischen Hamas-Organisation in Gaza

Es ist ruhig im Gazastreifen - aber die Waffen schweigen trotzdem nicht ganz. Israel und die militanten Palästinenser vom Islamischen Dschihad drohen einander und stellen Bedingungen - ein Ende ist nicht in Sicht.

Das Israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt Geschosse aus dem Gazastreifen ab © Reuters/A. Cohen Das Israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt Geschosse aus dem Gazastreifen ab

Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben des Militärs erneut Ziele der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen angegriffen. Das teilte die Armee via Twitter mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. "Dies geschieht, nachdem von Gaza aus heute willkürlich Raketen auf israelische Bürger gefeuert wurden", hieß es weiter.

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Brüchiger Waffenstillstand im Gazastreifen . Es ist ruhig im Gazastreifen - aber die Waffen schweigen trotzdem nicht ganz. Israel und die militanten Palästinenser vom Islamischen Dschihad drohen einander und stellen Bedingungen - ein Ende ist nicht in Sicht.

Der Waffenstillstand zwischen Hamas und Israel ist brüchig . Im Alltag haben die Menschen mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Krise trifft mittlerweile alle Bereiche des Lebens und Schichten im Gazastreifen . Selbst die, die virtuell über geschlossene Grenzen arbeiten, sind betroffen.

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Nach zwei Tagen heftiger Auseinandersetzungen hatten sich Israel und der Islamische Dschihad unter Vermittlung Ägyptens am Donnerstag auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben noch vereinzelt Raketen nach Israel ab.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (m.) und Außenminister Israel Katz (li.) © AFP/R. Zvulun Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (m.) und Außenminister Israel Katz (li.)

"Ziele erreicht"

Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, die Militäraktion neige sich ihrem Ende entgegen, weil die Ziele erreicht seien. "Unsere Feinde haben die Botschaft erhalten, dass wir jeden überall erreichen können", sagte der Regierungschef beim Besuch einer Raketenabwehreinheit.

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Konflikt im Gazastreifen . Islamischer Dschihad stellt Bedingungen für Waffenstillstand . In einem TV-Interview nannte der Anführer des Islamischen Dschihad, Ziyad al-Nakhala, drei Bedingungen, die für einen Waffenstillstand erfüllt sein müssten.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman ist aus Protest gegen den Waffenstillstand mit der palästinensischen Hamas-Organisation in Gaza zurückgetreten. Live im Fernsehen beschrieb der Politiker das Abkommen als "Kapitulation vor dem Terror".

Während der Islamische Dschihad angab, Israel habe die Bedingungen für einen Waffenstillstand akzeptiert - unter anderem den Verzicht auf gezielte Tötungen von Palästinensern und auf Waffeneinsatz an der Grenze zum Gazastreifen -, widersprach Außenminister Israel Katz dieser Darstellung. Israel werde seine Politik nicht ändern, gezielte Tötungen würden nicht aufhören und bei Protesten an der Grenze werde auch weiterhin geschossen, wenn die Situation das erfordere. Allerdings werde Israel "mit Ruhe auf Ruhe antworten", so Katz.

"Lage fragil"

Die in Gaza regierende radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat sich bislang aus dem Konflikt herausgehalten. Nach Ansicht von Beobachtern hat das dazu beigetragen, dass die Situation nicht noch weiter eskaliert ist.

Der UN-Nahostgesandte Nikolai Mladenov betonte, die Lage sei "fragil". In einer Twitter-Nachricht forderte er, alle Beteiligten müssten "maximale Zurückhaltung" an den Tag legen und "ihren Teil zur Vermeidung weiteren Blutvergießens" beitragen. Der Nahe Osten brauche "keine weitere Kriege", so der UN-Diplomat.

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Der Waffenstillstand ist brüchig : Israelische Kampfjets haben erneut den Gazastreifen nahe der Stadt Rafah angegriffen. Gaza - Nach erneuten Raketenangriffen radikaler Palästinenser hat die israelische Luftwaffe wieder Angriffe auf den Gazastreifen geflogen.

Die Feuerpause im Gazastreifen sei um 4.30 Uhr (MEZ) in Kraft getreten, sagte ein Vertreter der ägyptischen Regierung, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt hatte. Der Islamische Jihad und andere radikale Palästinensergruppen hätten der Einigung zugestimmt.

Die jüngsten Kämpfe waren nach der Tötung des Militärchefs des Islamischen Dschihad, Baha Abu Al Ata, durch die israelische Luftwaffe am vergangenen Dienstag ausgebrochen. In der Folge hatten militante Palästinenser Hunderte Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert, während die israelische Luftwaffe mit Raketenangriffen auf Palästinenserstellungen antwortete.

Trauernde tragen Leichen von acht Familienmitgliedern, die durch israelische Raketen getötet wurden © picture-alliance/AP Photo/K. Hamra Trauernde tragen Leichen von acht Familienmitgliedern, die durch israelische Raketen getötet wurden

Die Zahl der durch israelische Luftangriffe getöteten Palästinenser im Gazastreifen stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörden in dem abgeriegelten Gebiet auf 34 an. Die Hälfte von ihnen waren demnach Zivilisten, darunter acht Kinder und drei Frauen.

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Vor beinahe drei Jahren, im September 2014 wurde in Minsk in Weißrussland das sogenannte Minsker Abkommen unterzeichnet. Ein halbes Jahr später folgte der

Die Zahl der getöteten Palästinenser im Gazastreifen durch israelische Luftangriffe stieg unterdessen auf 34. Einigung zugestimmt. Die Feuerpause im Gazastreifen sei um 4.30 Uhr (MEZ) in Kraft getreten, sagte ein Vertreter der ägyptischen Regierung, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt hatte.

mak/lh (rtr, dpa)

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