Welt & Politik Wahlkampf in Großbritannien: Das Endspiel des Mr. Brexit – Nigel Farage gilt als „Verräter“

06:05  18 november  2019
06:05  18 november  2019 Quelle:   handelsblatt.com

Großbritannien: „Das kleinere Übel“ – Deutsche Wirtschaft bevorzugt Johnson statt Corbyn

  Großbritannien: „Das kleinere Übel“ – Deutsche Wirtschaft bevorzugt Johnson statt Corbyn Großbritannien: „Das kleinere Übel“ – Deutsche Wirtschaft bevorzugt Johnson statt CorbynDie deutsche Wirtschaft in Großbritannien warnt vor der Parlamentswahl vor einem Sieg der Oppositionspartei Labour und bevorzugt Premierminister Boris Johnson – trotz dessen Brexit-Plänen. „Es ist ein Abwägen des „kleineren Übels““, sagte der Geschäftsführer der deutsch-britischen Handelskammer (AHK) in London, Ulrich Hoppe, der Deutschen Presse-Agentur. Grund sind die wirtschaftspolitischen Vorhaben von Labour und Parteichef Jeremy Corbyn.

Nigel Farage ist der klare Sieger des britischen Referendums. Der Brexit ist die Vollendung seines Farage , der sich fast immer mit einem breiten Grinsen im Gesicht präsentiert, hat wie kein Zweiter Großbritannien steuert auf Neuwahl im Dezember zu. Brexit -Unterhändler Barnier "Viele haben die

May vor weiterer Brexit -Debatte im Unterhaus Warten, warnen, wanken. Das britische Unterhaus diskutiert am Nachmittag über Alternativen zum Brexit -Deal. Eigentlich hätte Großbritannien in zwei Tagen die Europäische Union verlassen sollen.

Der Vorsitzender der Brexit-Partei hat sich in eine Sackgasse manövriert. Doch ein Comeback ist nicht ausgeschlossen. © dpa Der Vorsitzender der Brexit-Partei hat sich in eine Sackgasse manövriert. Doch ein Comeback ist nicht ausgeschlossen.

Nigel Farage war zunächst als härtester Gegner der Regierung angetreten – und wollte den Brexit mit aller Macht durchboxen. Nun ist er selbst so angeschlagen wie nie zuvor.

Im Boxring gibt sich Nigel Farage nach wie vor angriffslustig. Ausgerüstet mit weißen Box-Handschuhen mit dem Logo der Brexit-Partei, ist er in einem Londoner Box-Studio zu einem Sparring mit Super-Schwergewicht Dereck Chisora angetreten. Tapfer versetzt der Politiker seinem Gegenüber einen Haken, und pflichtbewusst gerät der ehemalige Weltmeister ins Schwanken.

Brexit-Partei geht Johnsons Tories aus dem Weg

  Brexit-Partei geht Johnsons Tories aus dem Weg In vielen Wahlkreisen will die Partei Nigel Farages im Dezember nicht antreten. Stattdessen will sie sich auf Regionen konzentrieren, die von Labour und pro-europäischen Parteien gehalten werden.• Stattdessen will sich die Partei auf die Wahlkreise konzentrieren, die von Labour und pro-europäischen Parteien vertreten werden.

Brexit -Trommler Farage hört auf. Er wolle sein Leben zurück, daher trete er zurück. Das sagte der britische Ukip-Chef und Rechtspopulist Nigel Farage . Der im Internet sofort einsetzende „Miststurm“ geißelt den verhassten Rechtspopulären als Verräter seiner eigenen Idee.

Brexit im Newsblog. Brexit -Gespräche: EU läßt die Briten bis Montag warten. Die britische Regierung wollte eigentlich an diesem Wochenende mit der EU über den Brexit sprechen, doch aus Brüssel heißt es: "No".

Außerhalb des Boxrings ist es aber Farage, der wankt: Frühere Parteifreunde und -anhänger wenden sich gegen ihn. Politikexperten spekulieren, ob der Brite, der seit Jahrzehnten für den Brexit kämpft, letztlich genau diesen verhindern könnte.

Vor wenigen Wochen noch galt der 55-Jährige als derjenige, den Premierminister Boris Johnson bei der Wahl am 12. Dezember besiegen muss. Aber nun scheint das Lebenswerk des ehemaligen Investmentbankers in Gefahr. Schon als er 1993 die Partei Ukip gründete, war sein Ziel, Großbritannien aus der EU zu führen.

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  Britische Konjunktur entgeht Rezession Die durch den anstehenden Brexit geschwächte britische Konjunktur entgeht vorerst einer Rezession: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Großbritannien legte im dritten Quartal um 0,3 Prozent zu, wie die Statistikbehörde des Landes am Montag mitteilte. Wird nur der September betrachtet, also der letzte Monat des zu Ende gegangenen Quartals, schrumpfte das BIP im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 0,1 Prozent. Das Ringen um den Brexit lähmt und spaltet Großbritannien seit mittlerweile mehreren Jahren und stellt auch die Wirtschaft auf eine harte Probe.

AfD-Hochburg Pirna in Sachsen: "CDU und SPD sind Verräter -Parteien" - Продолжительность: 3:53 SPIEGEL TV 214 336 просмотров.

Fee ist Nigel Farage hereingeweht, den Parteitag der Tories zu stören. Er tut das außerhalb des Tagungszentrums Manchester Central, geht ins nahe gelegene Rathaus, gefolgt von einem Auf den „Fringe“-Events dagegen geht es hoch her mit Argumenten und Verunglimpfungen, es gilt kein Pardon.

Von Ukip hat sich Nigel Farage mittlerweile abgewandt, er gründete Anfang des Jahres die Brexit-Partei – mit der gleichen Absicht. Dass Großbritannien drei Jahre nach dem Sieg der „Leave“-Wähler noch immer Teil der EU ist, hatte dem ehemaligen Banker lange Zulauf verschafft. In der Europawahl fuhr die Brexit-Partei einen überragenden Sieg ein. Aber jetzt scheint das Ziel für Farage so weit entfernt wie nie zuvor.

Seit Wochen sinken die Umfragewerte seiner Partei, vor allem, seit Boris Johnson zum Premierminister ernannt wurde. Hatten im Sommer noch rund 20 Prozent der befragten Briten in Wahlumfragen erklärt, die Brexit-Partei wählen zu wollen, sind es 25 Tage vor den Wahlen weniger als 10 Prozent. Mit seinem Brexit-Kurs schafft es Premier Johnson scheinbar, die unzufriedenen „Leave“-Wähler zurück zu den Konservativen zu locken.

Farage macht zu viele Fehler

Razzia in Offenbach: Mutmaßliche IS-Anhänger wegen Anschlagsplanung festgenommen

  Razzia in Offenbach: Mutmaßliche IS-Anhänger wegen Anschlagsplanung festgenommen Die Polizei in Hessen nimmt drei Männer fest. Sie sollen eine Tat mit Sprengstoff oder Schusswaffen vorbereitet haben. © Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa An der Razzia in Hessen waren rund 170 Beamte beteiligt, darunter Spezialkräfte. In Hessen sind drei mutmaßliche Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) wegen der Planung eines Anschlags festgenommen worden. Zugriff und Durchsuchungen erfolgten am Dienstag in Offenbach, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main mitteilte.

Der Rechtspopulist Nigel Farage enthüllte wenige Tage vor dem Referendum ein großes Plakat, auf dem Flüchtlinge an der slowenischen Grenze zu sehen Das vorrangige Ziel der Angriffe sind EU-Einwanderer, die in Großbritannien leben und arbeiten. May gilt als Hardlinerin bei Einwanderung.

Wahlkampf an der Straße: Auch Plakate kosten Geld. (Foto: imago/Seeliger). Viele Direktkandidaten für den Bundestag müssen ihren Wahlkampf selbst bezahlen. Das kann schon mal 70 000 Euro kosten. Schaffen es nur Reiche ins Parlament?

Dazu hatten mehrere Ereignisse der vergangenen Wochen den Niedergang von Farage und seiner Brexit-Partei begünstigt, sagt Politik-Experte Callum Tindall von der University of Nottingham: Als erstes die Entscheidung des Parteichefs, nicht selbst für einen der 650 Abgeordnetenposten anzutreten.

Sieben Mal schon hatte Farage versucht, einen Platz im Londoner Unterhaus zu erhalten – aber bislang vergeblich. Ein achtes Mal wollte Farage offenbar nicht das Risiko einer solchen Blamage eingehen, aber für die Stimmung in der Partei war das ein schlechtes Signal.

Außerdem verkündete der Parteichef zur großen Überraschung vieler Anhänger, dass die Brexit-Partei keinen Kandidaten in den 317 Wahlkreisen aufstellen werde, in denen die konservative Partei bei den letzten Wahlen eine Mehrheit bekommen hatte. Es ist eine drastische Kehrtwende. Schließlich hatte Nigel Farage ursprünglich angekündigt, in „fast allen“ der 650 Wahlkreise Großbritanniens einen Kandidaten ins Rennen zu schicken.

Nun sahen gut 300 Anhänger der Brexit-Partei ihren Traum von einem Platz im Parlament vorzeitig platzen. In der Partei machte sich Unmut breit, Parteianhänger fühlen sich verraten. Man sei fallengelassen worden „wie eine heiße Kartoffel“, wütete Robert Wheal, der eigentlich für die Brexit-Partei auf einen der nun gestrichenen Posten kandidieren wollte. Farage sei „als Politiker erledigt“. Andere brandmarkten den Parteichef als „Verräter“. Schließlich habe dieser damit seine Unterstützung für die Regierungspartei und ihre Brexit-Politik signalisiert.

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  Scheidender EU-Ratspräsident: Donald Tusk: Großbritannien wird nach dem Brexit zweitklassig Scheidender EU-Ratspräsident: Donald Tusk: Großbritannien wird nach dem Brexit zweitklassigEU-Ratspräsident Donald Tusk sagt Großbritannien einen drastischen Abstieg nach dem Brexit voraus. „Nach diesem Abschied wird das Vereinigte Königreich ein Außenseiter, ein zweitklassiger Spieler, während das wichtigste Schlachtfeld von China, den USA und der EU besetzt sein wird“, sagte Tusk am Mittwochabend in einer Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit. Überall werde er gefragt, warum die Briten sich das antäten.

Gorbatschow gilt ihnen als Verräter . Die Russen kommen gern. Die Anführer aus Moskau kämpfen nicht des Geldes wegen, sondern aus Überzeugung. Michail Gorbatschow gilt in solchen Kreisen als Verräter . Sie lasten ihm den Untergang des kommunistischen Weltreichs an.

Großbritannien hat entschieden, die Europäische Union zu verlassen. 'Die EU wird nie mehr sein, wie sie war“, titelt die 'Times'. Die "Daily Mail" titelt ebenfalls mit "Wir sind raus!" und zeigt den jubelnden Nigel Farage , den Chef der EU-skeptischen Ukip-Partei.

Andere dagegen appellierten an ihn, auch die verbleibenden Kandidaten im Rest des Landes zurückzuziehen. Der Unternehmer und einstige Weggefährte Arron Banks forderte ihn öffentlich auf, nur in den 40 Wahlkreisen anzutreten, in denen die konservative Partei keine Chance hätte. Ein solcher Schritt würde die konservative Partei auf ihrem Ziel zu einer Parlamentsmehrheit deutlich nach vorne bringen.

Denn entscheidend für den Ausgang der Wahl gelten die Bezirke in der so genannten „Roten Mauer“: Ein Landstrich in Mittelengland, in dem viele Wähler traditionell die Labour-Partei unterstützen, die aber im Referendum 2016 für den Austritt aus der EU gestimmt hatten.

Auf sie fokussiert sich Premier Johnson in seinem Wahlkampf, denn in vielen Bezirken hängt der Wahlausgang von verhältnismäßig wenigen Stimmen ab. Die Brexit-Partei tritt beim Thema Brexit in Konkurrenz zur konservativen Partei an und das könnte die entscheidenden Stimmen kosten, so dass die Parlamentssitze an die Labour-Partei gehen. Einige Brexit-Anhänger gaben deswegen freiwillig ihre Nominierung auf, um damit zu verhindern, dass sich Leave-Wähler zwischen der konservativen Partei und der Brexit-Partei aufteilen.

Diese Region ganz der konservativen Partei zu überlassen, so weit will Farage dann doch nicht gehen: Derartige Forderungen seien unverschämt, sagt er, die konservative Partei sei undankbar. Er lehnt es ab, die restlichen Kandidaten abzuziehen.

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Отмена. Месяц бесплатно. " Verräter Russlands werden nur in Großbritannien vergiftet " Wahlkampf in Österreich geht in die heiße Phase - Продолжительность: 1:51 euronews (deutsch) Johnson will Brexit -Verlängerung juristisch stoppen lassen - Продолжительность: 1:16 euronews

Großbritannien bleibe der EU ein wichtiger Partner in Wirtschaft und Sicherheit. Sonderregeln nach einem Brexit schloss von der Leyen aus: "Wenn wir Sonderwege für Großbritannien definieren, werden sofort andere Partner wie Norwegen das Gleiche einfordern.

Doch für Politik-Experte Matthew Goodwin von der Universität Kent geht Farage damit das Risiko ein, dass er sein Lebensprojekt Brexit zerstört. „Ich glaube nicht, dass die Brexit-Partei auch nur ein Abgeordnetenmandat gewinnt“, sagte er der Zeitung „Telegraph“.

„Mr. Brexit“ müsse sich deswegen die Frage stellen, ob er tatsächlich derjenige sein wolle, „der fünf bis sieben Prozent in den Wahlen gewinnt, damit Boris Johnson und den Konservativen den Wahlsieg kostet und als Konsequenz daraus den Brexit zum Scheitern bringt“.

Das ist sicher eine drastische Prognose – aber dass Farage mittlerweile stark geschwächt ist, bezweifelt kaum ein Brite. Nach Meinung von Politik-Experte Tindall sollte man Farage aber noch nicht vollständig abschreiben: Der Politiker wäre in seinem Element, wenn er bei den TV-Debatten gegen seine Kontrahenten antreten kann.

Mehr: Die teure Brexit-Bilanz: Das sind die Kosten des EU-Austritts von Großbritannien.

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