Welt & Politik Wer macht den neuen Obama?

23:25  21 november  2019
23:25  21 november  2019 Quelle:   rp-online.de

Schweiz macht großen Schritt Richtung EM, Schweden löst Ticket

  Schweiz macht großen Schritt Richtung EM, Schweden löst Ticket Köln. Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Kampf um die Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 das Ziel dicht vor Augen. Schweden löste mit einem ungefährdeten Sieg in Rumänien das Ticket für die Endrunde. © STEFAN WERMUTH Mit acht Bundesliga-Profis in der Startelf gewannen die Schweizer am Freitag glanzlos gegen Georgien mit 1:0 (0:0), Debütant Cedric Itten (77.) erlöste die Gastgeber in St. Gallen mit seinem Treffer auf Vorlage von Borussia Mönchengladbachs Denis Zakaria.

In den USA beginnt die brandheiße Phase der Präsidentschaftswahl! Die Medien berichten über ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und

Obama braucht neue Aufgaben. Seine zweite Amtszeit geht zu Ende und der US-Präsident macht sich Gedanken. Keine ernsthaften, eher das Gegenteil. In einem

Washington. Die zehn aussichtsreichsten Kadidaten der US-Demokraten fürs Oval Office haben im Fernsehen diskutiert, worauf es im Wahlkampf ankommt. Sie wollen alle Amerikaner wieder zusammenbringen.

 Kandidaten der US-Demokraten auf einer Veranstaltung in der vergangenen Woche. (Archivfoto) © John Locher Kandidaten der US-Demokraten auf einer Veranstaltung in der vergangenen Woche. (Archivfoto)

Der bislang Letzte aus den Reihen der US-Demokraten, der eine Präsidentschaftswahl gewann, ist bekanntlich Barack Obama gewesen. So war es nur folgerichtig, dass eine Mahnung des Altpräsidenten wie ein großer Schatten über den Tyler-Perry-Filmstudios in Atlanta hing, wo die zehn aussichtsreichsten Kandidaten fürs Oval Office zu ihrer fünften Fernsehdebatte in Folge antraten.

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Egal ob Barack Obama im Herbst siegt oder scheitert - für 2016 braucht die Demokratische Partei einen neuen Präsidentschaftsbewerber. Das ist stets eine Auszeichnung in der Partei, schließlich hatte auch Obama selbst 2004 auf diese Weise auf sich aufmerksam gemacht .

Die Partei dürfe nicht so weit nach links rücken, dass sie für die Mehrheit der Bürger unwählbar werde, hatte Obama neulich gewarnt. Selbst wenn man kühne Visionen habe, möge man doch auf dem Boden der Realität bleiben: „Der Durchschnittsamerikaner glaubt nicht, dass wir das ganze System niederreißen und neu aufbauen müssen“. Also muss sich Bernie Sanders, neben Elizabeth Warren die Symbolfigur jenes Linksrucks, von den Moderatoren fragen lassen, was er von der Intervention aus berufenem Munde hält.

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Obama beriet die Demonstranten während eines virtuellen Rathauses in der vergangenen Woche und sagte, dieser Moment sei politisch vorteilhaft für Demonstranten, die umfassende Polizeireformen und einen umfassenden institutionellen Wandel forderten. Er sagte ihnen: «Um echte Veränderungen

Barack Obama konnte es sich nicht aussuchen, ob er noch einmal einen Eid schwört, die US-Verfassung schreibt dies zu Beginn jeder neuen Dass das Weiße Haus keinen Hehl daraus macht , Obama habe in seiner Zeit im Amt keinen einzigen Freund gewonnen, ist ziemlich traurig.

„Obama hat recht, wir brauchen das System nicht niederzureißen, wir müssen aber tun, was das amerikanische Volk verlangt“, antwortet der Veteran aus Vermont. Das amerikanische Volk verstehe nun mal, dass das heutige Gesundheitssystem in vielen Fällen nicht nur brutal sei, sondern schlicht nicht funktioniere. Im Einklang mit Warren schlägt der weißhaarige Senator vor, anstelle privater Krankenversicherungen eine einzige, staatlich finanzierte Versicherung für alle Bürger einzuführen. Dass beide, Sanders wie Warren, an ihren Plänen festhalten, auch wenn der vielleicht populärste Politiker ihrer Partei sie dafür kritisiert, machen sie am Mittwochabend hinreichend klar.

Wie sich das Votum im November 2020 gewinnen lässt, ob es vor allem die eigene Basis zu mobilisieren oder die schwankenden Wähler der Mitte ins Boot zu holen gilt – es ist ein zentrales Thema der Diskussion. Man müsse die Obama-Koalition noch einmal zimmern, rät Kamala Harris, die ursprünglich als Mitfavoritin gehandelte, in den Umfragen jedoch abgerutschte Senatorin aus Kalifornien. Frauen, Menschen mit dunkler Haut, Homosexuelle, Arbeiter, Gewerkschaftsmitglieder – „wenn wir sie alle wieder zusammenbringen, dann siegen wir“.

Pete Buttigieg, der nicht nur Bürgermeister der mittelwestlichen Industriestadt South Bend ist, sondern der politische Senkrechtstarter des Jahres, stimmt eine Melodie an, die im amerikanischen Kontext immer gut klingt und derer sich 2008 auch Barack Obama bediente – ähnlich wie 2016 Donald Trump. Der Außenseiter gegen die berufsblinden Seilschaften Washingtons, das ist Buttigiegs Motiv. „Auf dieser Bühne sind über hundert Jahre Washington-Erfahrung vertreten, und schaut euch an, wo dieses Land heute steht“, stichelt er mit betont trauriger Miene.

Joe Biden, Inbegriff jener Washington-Erfahrung – er saß von 1973 bis 2009 im US-Senat, bevor er Vizepräsident wurde – hält dem entgegen, dass ein im pragmatischen Zentrum verankerter, mit dem Apparat der Politik bestens vertrauter Bewerber Trump am ehesten schlagen könne. Einer wie er. Und bevor man irgendwelche Reformen in Angriff nehmen könne, müsse man als Erstes im Weißen Haus einziehen.

Nach den Worten Cory Bookers, eines Senators aus New Jersey, der einst als Bürgermeister der problembeladenen Stadt Newark von sich reden machte, steigen die Chancen der Demokraten, wenn es ihnen gelingt, afroamerikanische Wähler zu mobilisieren, eine ihrer wichtigsten Stützen. Gerade das, blendet er zurück, sei Hillary Clinton im Duell gegen Trump nicht gelungen, auch deshalb habe sie damals den Kürzeren gezogen. Nur dürfe man schwarzen Amerikanern nicht das Gefühl geben, dass man zwar ihre Stimmen brauche, dann aber schnell wieder vergesse, was ihre Anliegen seien. „Schwarze Wähler sind sauer, und sie sind beunruhigt“, warnt Booker.

Sie hätten zwar großen Respekt für Biden, wenn der aber den Konsum von Marihuana auch in Zukunft bestrafen wolle, komme das bei Menschen mit dunkler Haut gar nicht gut an. Schließlich seien sie es, die hinter Gitter wanderten, sobald die Polizei etwas bei ihnen finde, während es für wohlhabende Weiße ein ungefährliches Freizeitvergnügen sei, die Droge zu nehmen. „Diese Woche hörte ich, wie Sie sagten, nein, wir sollten Marihuana nicht legalisieren“, bemerkt Booker, an Biden gewandt. Und dann, voller Spottlust: „Sie müssen high gewesen sein, als Sie das sagten“.

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Als ehemaliger Präsident der Vereinigten Staaten hat Barack Obama in vielen Präsidentensuiten übernachtet. Obwohl die Zimmer schön und geräumig sind, zeigen sie auch ein paar Dinge: Die Menschen brauchen nicht so viel, und die Technologie kann sie überwältigen. © Bereitgestellt von CBS Interactive Inc. -Präsident Barack Obama, abgebildet in einem Vortrag im Oktober, sprach am Donnerstag auf der Dreamforce-Konferenz. Niemand durfte das Gespräch fotografieren oder aufzeichnen.

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