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Welt & Politik Impeachment-Anhörung: Fiona Hill – die Frau, die Donald Trump zum Schweigen brachte

09:10  22 november  2019
09:10  22 november  2019 Quelle:   stern.de

Ukraine-Affäre: Pentagon-Mitarbeiterin sagt aus: Stabschef blockierte Militärhilfe für Kiew

  Ukraine-Affäre: Pentagon-Mitarbeiterin sagt aus: Stabschef blockierte Militärhilfe für Kiew Ukraine-Affäre: Pentagon-Mitarbeiterin sagt aus: Stabschef blockierte Militärhilfe für KiewEine ranghohe Pentagon-Mitarbeiterin hat in der Ukraine-Affäre den Stabschef im Weißen Haus, Mick Mulvaney, massiv belastet. Mulvaney habe bereits bewilligte Militärhilfe für Kiew zurückgehalten, teilte Laura Cooper bei einer Anhörung im Kongress mit. Ihre Aussage wurde am Montag im Rahmen der Vorermittlungen zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Donald Trump veröffentlicht.

Fiona Hill , ehemals im Nationalen Sicherheitsrat tätig, sprach bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus Bei den Ermittlungen gegen Trump taucht diese Theorie immer wieder auf. Impeachment - Anhörungen gehen weiter. Im Zuge der so genannten Impeachment-Ermittlungen

Fiona Hill widerlegt die Aussage eindrucksvoll. 21.11.2019, 17:52 Uhr - Es ist eine häufig wiederholte These von Donald Trump und anderen US-Republikanern - nicht Russland, sondern die Ukraine habe den US-Wahlkampf 2016 beeinflusst.

Sicherheitsexpertin Fiona Hill wurde als Zeugin der Impeachment-Anhörung befragt © Getty Images/AFP/Drew Angerer Sicherheitsexpertin Fiona Hill wurde als Zeugin der Impeachment-Anhörung befragt

Kühl. Kontrolliert. Klar: Die Sicherheitsexpertin Fiona Hill zerlegte als Zeugin der Impeachment-Anhörung die Verschwörungstheorien des Trump-Lagers. Wer ist diese außergewöhnliche Frau?

Da war sie. Die Nemesis des Donald J. Trump. Die Frau, die ihn einen ganzen Vormittag auf Twitter zum Schweigen brachte. Die Expertin, der die Republikaner bei den Impeachment-Anhörungen keine Fragen zu stellen wagten – und deshalb in lange Monologe verfielen. Aus Angst, dass ihre Antworten den Präsidenten, seine Außenpolitik und die ganze Regierung mit klaren Sätzen auseinandernehmen würden.

Amtsenthebungsverfahren: Nah dran an der rauchenden Pistole

  Amtsenthebungsverfahren: Nah dran an der rauchenden Pistole Bisher haben die Zeugen Donald Trump im Impeachment-Verfahren nur indirekt belastet. Doch nun führt eine direkte Spur zum Präsidenten – weil dieser zu laut redet. © Mark Makela/​Getty Images Das Kapitol in Washington In der US-amerikanischen Umgangssprache steht die "Rauchende Pistole" symbolisch für den ultimativen Schuldbeweis. Sinnbildlich lässt sich ein Mörder mit der Waffe in der Hand auf frischer Tat ertappen. Leugnen ist zwecklos. Der Täter ist überführt. Auch die Demokraten hoffen seit Wochen darauf, eine rauchende Pistole in den Händen von Donald Trump zu finden.

Impeachment - Anhörungen gehen weiter. US-Präsident Trump gerät weiter unter Druck. Alexander Vindman, Experte des Nationalen Sicherheitsrates, bezeichnete das umstrittene Telefonat zwischen Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen als "unangemessen".

USA:Verfolgen Sie die Impeachment - Anhörungen im Livestream. Hat Donald Trump sein Amt und seine Macht missbraucht? Die US-Demokraten treiben die Anhörungen für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten voran.

Da war schon ihr Auftritt: Eine gerade Frau mit stahlglatten Haaren, ein Mund wie ein Strich und eine Stimme wie ein Messer. Ihr Englisch verrät ihre Herkunft: Fiona Hill kommt aus England, aus dem Landkreis Durham, altes Kohlerevier. Sie ist in Armut aufgewachsen, der Vater stieg schon mit 14 Jahren unter Tage, verlor unter Thatcher seine Stelle, die Mutter verlor ihre Gesundheit über die Jahre mit schlecht bezahlten, harten Jobs.

Sie emigrierte in die USA für ein besseres Leben, hat sich ihre amerikanische Staatsangehörigkeit erkämpft, diesen amerikanischen Traum, der ihr ermöglichte, was in dem immer noch von Klassenschranken beschränkten Großbritannien nicht möglich gewesen wäre: Ohne Ansehen von Herkunft durch das eigene intellektuelle Vermögen aufzusteigen bis ganz hinauf in die Entscheidungsebenen eines Staates.

Demokraten werfen Trump Einschüchterung von Zeugen vor

  Demokraten werfen Trump Einschüchterung von Zeugen vor Washington. Der US-Präsident diskreditiert die frühere US-Botschafterin in Kiew auf Twitter, während sie im Kongress bei den Impeachment-Ermittlungen aussagt. Ist das Einschüchterung von Zeugen oder freie Meinungsäußerung? Trump hat eine neue Kontroverse ausgelöst. Die Demokraten machen US-Präsident Donald Trump wegen dessen Twitter-Attacke auf eine Zeugin in den Impeachment-Ermittlungen schwere Vorhaltungen.

Bei den Impeachment -Ermittlungen gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump stehen nach der aufsehenerregenden Aussage des amerikanischen Fiona Hill , die frühere Chefin der Russland- und Europaabteilung des Nationalen Sicherheitsrats hat – wie andere Zeugen auch

Impeachment - Anhörungen : Zeugin warnt vor "politisch motivierten Unwahrheiten" über Ukraine. Hill hat im Weißen Haus für den damaligen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton gearbeitet. Sie wies darauf hin, sie sei eine unparteiische Außenpolitikexpertin und lehne es ab, sich für den Versuch

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Fiona Hill war Russland-Expertin in der Trump-Regierung

In ihrem Fall war dies das Amt des Senior Director im Nationalen Sicherheitsrat, unter der Trump-Regierung, als Expertin für Russland. Ihr wurde von diesem Job abgeraten. Doch sie wollte ihrem adoptierten Heimatland helfen. Sie glaubte im Jahr 2017, dass Amerikas noch relativ neue Regierung Hilfe brauche, um die tatsächliche Gefahr zu verstehen, die von der Propaganda-Maschine des Kreml ausging.

Man kann sich nur schwer vorstellen, wie diese Frau die anschließenden Entwicklungen erlebte – die seltsame Nähe des amerikanischen Präsidenten zum autokratischen Putin, über den Hill ein Buch geschrieben hat. Sie kennt und erkennt die Strategien Putins. Jetzt sagte sie vor dem ganzen Land aus, dass die Politiker rund um Trump selbst Hand anlegten an die Grundfesten ihrer eigenen Demokratie, als willige Büttel Putins.

Donald Trump und sein Team fanden keine Antwort

Wer diese Frau verstehen will, braucht vielleicht nur eine Anekdote: Bei einer Klassenarbeit, sie war elf Jahre alt, zündete einst ein Junge ihren Pferdeschwanz an. Sie schlug die Flammen mit den Händen aus und beendete den Test. Ihre Mutter habe ihr danach einen Haarschnitt verpasst, der sie wie Richard III. aussehen lasse, sagte sie in der Anhörung auf die Frage, ob die Geschichte war sei.

Da saß also diese Verkörperung des amerikanischen Traums und warnte das Land, dass die USA Gefahr liefen, ihre Ideale zu verraten. Und Trump und sein Team fanden darauf keine Antwort. Nichts. Kein Twittern. Kein Beschimpfen noch während der sechsstündigen Aussage wie bei den anderen Zeugen. Fiona Hill ist Trump unter die Haut gekrochen. Ganz kontrolliert und klar. Und unglaublich kühl.

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Justizausschuss lädt Trump ein .
Der US-Präsident könne die Chance ergreifen, bei den Anhörungen vertreten zu sein, sagte der Vorsitzende des Ausschusses. Termin für die erste Anhörung ist der 4. Dezember.• Nach den Zeugenbefragungen im Geheimdienstausschuss zuletzt wird es am 4. Dezember eine Anhörung im Justizausschuss geben.

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