Welt & Politik Von der Paketzustellerin zur Parteichefin?

23:15  25 november  2019
23:15  25 november  2019 Quelle:   rp-online.de

Wahlkampf in Großbritannien: Konservativ, europäisch – und gegen den Brexit

  Wahlkampf in Großbritannien: Konservativ, europäisch – und gegen den Brexit Dominic Grieve kämpft als moderater Konservativer gegen Boris Johnson. Die Tories warfen ihn aus der Partei, jetzt will er als Unabhängiger ins Parlament gewählt werden. © Bettina Schulz für ZEIT ONLINE Dominic Grieve auf Wahlkampftour in Beaconsfield Dominic Grieve, bis vor Kurzem Abgeordneter der Konservativen Partei, hat sich warm angezogen: feste Wanderschuhe, Shetlandpullover, grünes Tweedjackett, dicker Parker. So kann der 63-Jährige vier Stunden Wahlkampf aushalten. Kalt ist es und neblig. Am 12.

Sie hat über Jahre als Paketzustellerin und in der Gastronomie gearbeitet. Nun will sie gemeinsam mit dem früheren NRW-Finanzminister Norbert „Vieles, was ich kann, was ich bin, was ich unter solidarischer Haltung verstehe, ist in der Zeit angelegt, in der ich als Paketzustellerin gearbeitet habe

Der Arbeitstag als Paketzusteller / Paketzustellerin beginnt in der Regel bereits am frühen Morgen in einer zentralen Verteilerstelle. Dort werden die in der Nacht eingetroffenen Pakete den einzelnen Bezirken innerhalb des Einzugsgebiets der Verteilerstelle zugeordnet.

Berlin. Sie hat über Jahre als Paketzustellerin und in der Gastronomie gearbeitet. Nun will sie gemeinsam mit dem früheren NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans die SPD übernehmen. Wer ist die Frau, die mit dem Aus der Groko droht?

 Saskia Esken will gemeinsam mit dem früheren NRW-Fianzminister Norbert Walter-Borjans die SPD führen. © Bernd von Jutrczenka Saskia Esken will gemeinsam mit dem früheren NRW-Fianzminister Norbert Walter-Borjans die SPD führen.

Bei den etablierten Genossen, die Begriffe wie Kompromiss, Vernunft und Stabilität groß buchstabieren, löst Saskia Esken Abwehrreflexe aus. Die Genossin gebe Dinge von sich, „bei denen sich mir die Nackenhaare sträuben“, sagt beispielsweise Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Wer ist diese Frau, die bislang in der breiten Öffentlichkeit unbekannt war und sich nun gemeinsam mit dem früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans um den SPD-Vorsitz bewirbt?

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„Vieles, was ich kann, was ich bin, was ich unter solidarischer Haltung verstehe, ist in der Zeit angelegt, in der ich als Paketzustellerin gearbeitet habe oder in der Gastronomie“, sagt Esken über sich. Die 58-Jährige stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sie selbst war schon als Jugendliche politisch aktiv. Auf dem Weg zum Abitur habe sie ihr Berufsziel verloren, erzählt sie. Eigentlich wollte sie in einen sozialen Beruf gehen. Sie fürchtete dann aber vor lauter Mitleid mit den Menschen, diesem nicht gewachsen zu sein. So schlug sie sich nach dem Abitur einige Jahre mit Jobs durch: Paketzustellerin, Gastronomie, Chauffeurin, Schreibkraft. „Den Konflikt zwischen Ende des Monats und Ende des Geldes kenne ich sehr gut“, sagt die Bundestagsabgeordnete, die nun eine Erhöhung des Mindestlohns auf mehr als zwölf Euro fordert. Die Gesellschaft heute empfindet sie als eine „hochgradig unsolidarische“.

Als Schreibkraft hatte sie Ende der 80er Jahre mit einem der ersten Textverarbeitungsprogramme zu tun und wollte wissen, wie das funktioniert. Es folgte der Besuch der Akademie für Datenverarbeitung, die sie als staatlich geprüfte Informatikerin verließ. Ihren neuen Beruf gab sie zunächst wieder auf, als 1994, 96 und 99 ihre drei Kinder geboren wurden. Im nördlichen Schwarzwald gab es damals Kinderbetreuung nur von 8 bis um 12 Uhr.

Zurück in die Politik fand sie über die Kommunalpolitik und Elternvertretung, in der sie sich auf Landesebene engagierte. „In den Bildungseinrichtungen meiner Kinder habe ich unmittelbar erlebt, wie viel stärker Bildungserfolg und Teilhabe heute wieder vom Elternhaus abhängen. Das wollte ich politisch verändern“, sagt sie.

Nun ist es ihre Mission, die SPD wieder klar im linken Lager zu verankern. „Wenn Schülerinnen und Schüler mich fragen, wofür die SPD eigentlich steht, dann sage ich: Das ist das schlimmste Urteil, das ihr fällen könnt: Nicht zu wissen, wofür wir stehen. Aber klar: Dadurch, dass die junge Generation die SPD nur noch als Juniorpartner in der großen Koalition kennt, weiß sie auch nicht mehr, wofür wir stehen“, betont Esken. Bei der älteren Generation habe die SPD die Glaubwürdigkeit verloren, „weil wir den Niedriglohnsektor mit geschaffen und das Aufstiegsversprechen aufgegeben haben“. Diese und andere deutliche Sätze sind es, die wiederum jene Genossen, die für eine Fortsetzung der großen Koalition sind und die Agenda-Politik längst für aufgearbeitet halten, gegen Esken aufbringen.

Sie war übrigens die treibende Kraft für das Duo mit Walter-Borjans. „Ich habe ihm eine SMS geschickt. Ich habe nach einem Partner gesucht, der meine Haltungen teilt“, erzählt sie. Die Wahrscheinlichkeit, dass die große Koalition unter einer Parteiführung Esken/Walter-Borjans frühzeitig zu Ende geht ist groß. Die Hürden, die Esken aufstellt, sind hoch: „Wir sagen: In der sich abkühlenden Konjunktur müssen die Investitionen deutlich hochgefahren werden, und die Einkommen im Niedriglohnsektor müssen kräftig steigen.“ Auch das Klimapaket reiche bei weitem nicht aus. „Wenn Norbert Walter-Borjans und ich Parteichefs werden, muss die Union mit sich darüber reden lassen, ansonsten können wir das Bündnis nicht fortsetzen.“

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