Welt & Politik Angela Merkel legt Kranz für die Toten von Auschwitz nieder

16:25  06 dezember  2019
16:25  06 dezember  2019 Quelle:   rp-online.de

Generaldebatte im Bundestag: Merkel: „Erhalt der Nato ist in unserem ureigensten Interesse“

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Angela Merkel ist seit gut 14 Jahren Bundeskanzlerin. Nun hat sie erstmals das ehemalige deutsche NS-Vernichtungslager Auschwitz besucht. Auschwitz - das ist für einen deutschen Regierungschef immer ein schwerer, auch heikler Gang. Zwölf Jahre nach Schmidt kam dessen Nachfolger Helmut

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz der Opfer der Nazi-Gräuel gedacht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki legen am 6. Dezember 2019 Kränze an der "Todesmauer" im ehemaligen

Oswiecim. Der letzte Besuch eines Kanzlers in Auschwitz liegt fast ein Vierteljahrhundert zurück. Heute legte die Kanzlerin in der KZ-Gedenkstätte einen Kranz für die Ermordeten nieder und sagte, sie empfinde „tiefe Scham.“

Angela Merkel hat am Freitag (6. Dezember 2019) zum ersten Mal in ihrer Amtszeit die KZ-Gedenkstätte Auschwitz besucht. © JOHN MACDOUGALL Angela Merkel hat am Freitag (6. Dezember 2019) zum ersten Mal in ihrer Amtszeit die KZ-Gedenkstätte Auschwitz besucht.

Wenige Wochen vor dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag erstmals das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager besucht und dort der Opfer gedacht. An der Seite des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki durchschritt Merkel am Vormittag das Eingangstor zu dem früheren KZ mit dem zynischen Schriftzug "Arbeit macht frei".

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Angela Merkel ist seit gut 14 Jahren Bundeskanzlerin. Nun hat sie erstmals das ehemalige deutsche NS-Vernichtungslager Auschwitz besucht. Auschwitz - das ist für einen deutschen Regierungschef immer ein schwerer, auch heikler Gang. Zwölf Jahre nach Schmidt kam dessen Nachfolger Helmut

Leon Schwarzbaum legt seine Hand über die Augen und berichtet von Auschwitz . "Ich habe Glück gehabt zu überleben. Schwarzbaum ist einer der letzten Überlebenden von Auschwitz , das die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am morgigen Freitag erstmals seit ihrem Amtsantritt besucht.

An der sogenannten Todeswand legte Merkel einen Kranz nieder und gedachte mit einer Schweigeminute der dort ermordeten Häftlinge. An der Mauer hatten die Nazis tausende KZ-Insassen erschossen. Später ist noch ein Gang durch das ehemalige Vernichtungslager Birkenau geplant, wo die Nazis den Großteil der deportierten Juden in den Gaskammern ermordeten.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht erstmals das Konzentrationslager Auschwitz -Birkenau. Das ehemalige Vernichtungslager liegt im damals von den Nazis besetzten Polen. Es gilt weltweit als das Symbol für den Holocaust und wurde am 27. Januar 1945 von der Roten Armee befreit.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Freitag im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki empfangen worden. Morawiecki wurde vom Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz -Birkenau

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Merkel besucht die Gedenkstätte auf Einladung der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die ihr zehnjähriges Bestehen begeht. Am Tag vor der Abreise der Kanzlerin hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Stiftung mit weiteren 60 Millionen Euro zu unterstützen.

Merkel nimmt in Birkenau auch an einem Festakt der Stiftung teil. Zu den Rednern zählt neben Merkel und Morawiecki auch der Auschwitz-Überlebende Bogdan Stanislaw Bartnikowski.

Das KZ Auschwitz-Birkenau war im Zweiten Weltkrieg im damals von Hitler-Deutschland besetzten Polen das größte Vernichtungslager der Nazis. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden dort ermordet, die meisten waren Juden. Auch 80.000 nicht-jüdische Polen, 25.000 Sinti und Roma sowie 20.000 sowjetische Soldaten wurden in dem Lager ermordet, das die Rote Armee am 27. Januar 1945 befreite.

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Der Zentralrat der Juden in Deutschland wertete Merkels Besuch in Auschwitz als wichtiges Signal. Die Kanzlerin setze knapp zwei Monate nach dem Anschlag von Halle und in einer Zeit, in der "ein Rechtsruck in der Gesellschaft" zu beobachten sei, ein "ganz wichtiges Zeichen", sagte Zentralratspräsident Schuster, der Merkel in Auschwitz begleitete, vorab der Nachrichtenagentur AFP.

Merkel unterstreiche damit ihre "sehr klare Haltung" zu den Verbrechen der Nazis während des Holocaust. Für ihn gebe es "keinen anderen Erinnerungsort, der so eindringlich die Geschehnisse der Schoa vor Augen führt wie Auschwitz", sagte Schuster. Auch rund 75 Jahre nach der Befreiung lasse das frühere KZ und der dort verübte "industrialisierte Massenmord" die Besucher "erschaudern".

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