Welt & Politik „Wir sind nicht die Handpuppe von Herrn Kühnert“

22:20  09 dezember  2019
22:20  09 dezember  2019 Quelle:   rp-online.de

Kevin Kühnert macht Ernst: Juso-Chef soll neuer stellvertretender SPD-Vorsitzender werden

  Kevin Kühnert macht Ernst: Juso-Chef soll neuer stellvertretender SPD-Vorsitzender werden Kevin Kühnert macht Ernst: Juso-Chef soll neuer stellvertretender SPD-Vorsitzender werden . Darauf verständigte sich die Parteilinke, wie der Tagesspiegel aus SPD-Kreisen erfuhr. Der bisherige SPD-Vize Ralf Stegner und Johanna Ueckermann sollen als Vorstandsmitglieder der engeren Parteispitze, dem Präsidium, angehören, hieß es. Lars Klingbeil soll Generalsekretär bleiben. MSN-Nutzer interessieren sich auch für:Streit: USA drohen FrankreichSPD: Müntefering warnt vor KoalitionsbruchAngriff auf Pearl Harbor und Co.

Berlin. In einem Radiointerview hat der frischgewählte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Einfluss von Kevin Kühnert auf das neue Führungsduo minimiert. Er und Co-Chefin Saskia Esken wurden vom Juso-Chef ermutigt, sich der Wahl zu stellen.

 Kevin Kühnert, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. © ODD ANDERSEN Kevin Kühnert, Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans.

Der neue SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans sieht sich und die Co-Vorsitzende Saskia Esken nicht als „Handpuppe“ von Juso-Chef Kevin Kühnert. „Ich kann nur sagen, dass Kevin Kühnert einer von sehr vielen jungen Menschen war, der uns ermuntert hat zu kandidieren, und ich glaube auch, dass Kevin Kühnert eine große Zukunft haben kann. Aber es ist nicht so, dass wir hier die Handpuppe von Herrn Kühnert sind“, sagte Walter-Borjans am Montag im NDR2-Interview.

Kehrtwende des Juso-Chefs: Von harten Forderungen ist bei Kevin Kühnert keine Rede mehr

  Kehrtwende des Juso-Chefs: Von harten Forderungen ist bei Kevin Kühnert keine Rede mehr Viele große Ankündigungen werden in der SPD gerade wieder abgeschwächt. So auch vom Juso-Vorsitzenden, der jetzt Partei-Vize werden will. © Foto: Gregor Fischer/dpa Wird er Partei-Vize? Mit Fotos aus Zügen hat die SPD nicht nur gute Erfahrungen. Als Martin Schulz in einem Regionalexpress einst eine neue Umfrage auf dem Smartphone gereicht bekam, zogen sich die Mundwinkel weit nach unten, was die Fotografen sofort festhielten. Am Ende kam es noch schlimmer. Anfangs war vom unaufhaltsamen Schulz-Zug die Rede, der dann in Sprachbildern wahlweise entgleiste oder auf den Prellbock auffuhr.

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In die Gespräche mit den Unionsparteien gehe er mit klaren Erwartungen. Etwa beim Thema Klimaschutz wolle man mehr SPD-Inhalte durchsetzen. Dabei werde er „kollegial im Ton, aber hart in der Sache“ sein, so Walter-Borjans.

In Richtung CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, die einer kompletten Neuverhandlung des Koalitionsvertrags eine Absage erteilt hatte, sagte Walter-Borjans, Kramp-Karrenbauer habe „noch im März dieses Jahres darauf hingewiesen, dass der Koalitionsvertrag eine Revisionsklausel hat, die es nicht nur ermöglicht, sondern auch nötig macht, sich nach zwei Jahren auf neue Herausforderungen einzustellen“.

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