Welt & Politik Reaktion auf Raketenangriff: Bundeswehr bereitet weitere Truppenverlegungen vor

12:50  08 januar  2020
12:50  08 januar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Elf US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff verletzt

  Elf US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff verletzt Washington. Bei dem iranischen Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Al Asad im Irak vom 8. Januar sind entgegen ersten Angaben doch mehrere US-Soldaten verletzt worden. Bislang waren keine Verletzten bekannt. © Qassim Abdul-Zahra US-Soldaten gehen an einem Ort des iranischen Bombenangriffs vorbei auf dem Luftwaffenstützpunkt Ain al-Asad. Die Soldaten seien wegen Anzeichen auf Gehirnerschütterung behandelt worden, teilte das US-Zentralkommando am Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

06.01.2020 Bundeswehr bereitet sich auf Rückzug aus dem Irak vor. Der US-Verbündete Japan hat alle Parteien im Nahen Osten aufgerufen, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Als Reaktion auf die gezielte Tötung von General Qassem Soleimani hat der Iran sämtliche US-Truppen als

Weitere Hintergrundstücke zum US-Iran-Konflikt Bundeswehr prüft Teilrückzug aus nordirakischem Erbil Die Bundesregierung prüft nach den iranischen Vergeltungsangriffen im Irak einen Teilrückzug Ölpreise legen zeitweise stark zu Nach dem Raketenangriff sind die Ölpreise am Mittwoch gestiegen.

Im nordirakischen Erbil bildet die Bundeswehr kurdische Peschmerga-Kämpfer aus. Hier eine Aufnahme vom vergangenen August, als Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Soldaten besuchte. © Michael Kappeler/dpa Im nordirakischen Erbil bildet die Bundeswehr kurdische Peschmerga-Kämpfer aus. Hier eine Aufnahme vom vergangenen August, als Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Soldaten besuchte.

Auch aus dem Nordirak könnten deutsche Soldaten abgezogen werden, sagt Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer. Der Stützpunkt Erbil, der jetzt angegriffen wurde, galt bislang als sicher.

Bundeswehr bereitet weitere Truppenverlegungen vor

Die Bundeswehr bereitet nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auch eine mögliche Verlegung eines Teils der im Norden Iraks stationierten Soldaten vor. Das kündigte die CDU-Chefin nach dem iranischen Angriff auf einen von US- und internationalen Truppen genutzten Militärstützpunkt bei Erbil am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin an. "Wenn es um Teilabzüge geht, dann geht es um die, die als Ausbilder sowieso zurzeit nicht in Ausbildung gehen können", sagte sie. Man sei in enger Abstimmung mit den internationalen Partnern.

Öl: Ölpreise steigen nach Tötung eines iranischen Generals stark

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Bundeswehr -Sprecher: "Den Soldaten geht es gut". Die Revolutionsgarden warnten direkt nach den Attacken den "großen Satan" USA vor Gegenangriffen. Jede US- Reaktion werde mit einer härteren Reaktion erwidert, teilte die Eliteeinheit der iranischen Streitkräfte in einer Presseerklärung mit.

Das im Irak eingesetzte Kontingent der Bundeswehr soll wegen der Spannungen nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani teilweise nach Jordanien und Kuwait verlegt werden. (Quelle: dpa).

Die Bundeswehr hatte wie einige andere Staaten bereits Soldaten aus dem Süden Iraks abgezogen und ein Viertel der gut 120 Bundeswehr-Angehörigen nach Jordanien und Kuwait verlegt. Der Norden des Landes hatte als sicher gegolten. "Insofern ist im Moment allerdings auch der Kampf gegen den IS in den Hintergrund getreten, was zusätzlich zu den Spannungen eine weitere Verschärfung der Sicherheitslage mit sich bringt", sagte die Verteidigungsministerin.

Zugleich kritisierte Kramp-Karrenbauer die iranischen Angriffe auf Militärbasen im Irak im Namen der Bundesregierung "aufs Schärfste". Besonders die Führung in Teheran sei aufgefordert, die Lage nicht eskalieren zu lassen. Es müssten alle Möglichkeiten genutzt werden, damit sich die Spirale der Gewalt nicht weiter hoch drehe. Kramp-Karrenbauer lobte die nächtliche Abstimmung mit der US-Regierung. Sie wolle ein möglichst rasches Treffen der Partner im Anti-IS-Kampf.

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  Nach Irans Raketenangriff auf Irak: Netanjahu droht mit „vernichtendstem Schlag“ Israels Premier warnt Iran nachdrücklich vor einer Attacke auf sein Land. Er betont, Donald Trump müsse zur Tötung Soleimanis beglückwünscht werden. © Foto: Abir Sultan/Pool European Pressphoto Agency/AP/dpa Benjamin Netanjahu. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat inmitten der Krise zwischen Iran und den USA vor einer Attacke auf Israel gewarnt. „Wer versucht, uns anzugreifen, wird den vernichtendsten Schlag verkraften (müssen)“, sagte Netanjahu am Dienstag bei einer Rede in Jerusalem.

Jede US- Reaktion werde mit einer härteren Reaktion erwidert, schrieben die iranischen Revolutionsgarden am frühen Mittwoch in einer Presseerklärung. Die Bundeswehr hat die im Zentralirak eingesetzten Soldaten wegen der Spannungen in dem Land ausgeflogen.

Bundeswehr und Nato ziehen Teile ihrer Truppen aus dem Irak ab. Nach einer Massenpanik bei einer Trauerfeier im Iran sterben mindestens 40 Menschen. Auch am internationalen Einsatz gegen die IS-Miliz im Irak und Syrien hält Deutschland fest.

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