Welt & Politik Human Rights Watch: Menschenrechtler kritisieren China für Umgang mit Uiguren

10:20  15 januar  2020
10:20  15 januar  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Naher Osten: Omans Sultan stirbt nach einem halbem Jahrhundert Herrschaft

  Naher Osten: Omans Sultan stirbt nach einem halbem Jahrhundert Herrschaft Sultan Kabus regierte seit 1970 das Land auf der Arabischen Halbinsel und hielt es aus allen großen Krisen heraus. Seine Nachfolge hat er im Testament geregelt.• Während seiner Alleinherrschaft modernisierte Kabus das Land und hielt es aus allen großen Krisen heraus.

China hat rund 10.000 Anti-Terror-Kräfte - hier eine Parade in Kaschgar - in der Uiguren -Region Xinjiang stationiert. Menschenrechtsorganisationen prangerten die Unterdrückung der Uiguren zuletzt vermehrt an. Die meisten muslimischen Länder hatten sich bisher mit Kritik an China jedoch

Die Menschenrechtler von Human Rights Watch üben schwere Kritik an Chinas Überwachungsstaat. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ( HRW ) kritisiert China in ihrem Jahresbericht für das "übergriffigste öffentliche Überwachungssystem, das die Welt jemals

Dieses im Mai 2019 aufgenommene Bild zeigt eine Hochsicherheitseinrichtung nahe der Stadt Hotan in Xinjiang, bei der es sich wahrscheinlich um ein Internierungslager handelt. © AFP Dieses im Mai 2019 aufgenommene Bild zeigt eine Hochsicherheitseinrichtung nahe der Stadt Hotan in Xinjiang, bei der es sich wahrscheinlich um ein Internierungslager handelt.

• China habe "einen Orwellschen Hightech-Überwachungsstaat und ein ausgeklügeltes Internet-Zensursystem errichtet, um öffentliche Kritik zu überwachen und zu unterdrücken", heißt es im Bericht von Human Rights Watch.

• In der Region Xinjiang werden Hunderttausende Menschen in Lagern festgehalten, viele von ihnen gehören zur ethnischen Minderheit der Uiguren.

• Ein Mitglied der chinesischen UN-Mission weist bei der Pressekonferenz den Bericht zurück, er enthalte Vorurteile und Erfindungen.

Kyrgios irritiert von Zverev-Kommentar

  Kyrgios irritiert von Zverev-Kommentar Jürgen Klinsmann darf gegen den FC Bayern München auf der Bank sitzen und coachen. Die Lizenz des Hertha-Trainers ist rechtzeitig vor dem Spiel verlängert worden.

Schicksal der Uiguren . HRW -Direktor Kenneth Roth durfte nicht nach Hongkong einreisen. In Bezug zu China hebt Human Rights Watch einen entscheidenden Unterschied hervor: Der Aber auch Europa und die Vereinigten Staaten machen im Umgang mit China laut HRW keine gute Figur.

Schicksal der Uiguren . HRW -Direktor Kenneth Roth durfte nicht nach Hongkong einreisen. In Bezug zu China hebt Human Rights Watch einen entscheidenden Unterschied hervor: Der Aber auch Europa und die Vereinigten Staaten machen im Umgang mit China laut HRW keine gute Figur.

Menschenrechtler kritisieren China für Umgang mit Uiguren

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat China für die Errichtung eines Überwachungssystems scharf kritisiert. "Die Kommunistische Partei Chinas, die befürchtet, die Gewährung politischer Freiheit könnte ihre Macht gefährden, hat einen Orwellschen Hightech-Überwachungsstaat und ein ausgeklügeltes Internet-Zensursystem errichtet, um öffentliche Kritik zu überwachen und zu unterdrücken", heißt es im Jahresbericht der Organisation, der am Dienstag in New York vorgestellt wurde.

Gleichzeitig nutze China den wachsenden wirtschaftlichen Einfluss im Ausland, um das globale System zur Verteidigung der Menschenrechte auszuhebeln. In seiner von etwa 13 Millionen Muslimen bewohnten Provinz Xinjiang im Nordwesten habe China ein "alptraumhaftes System" zur Kontrolle der Minderheit eingerichtet. Es sei das "übergriffigste öffentliche Überwachungssystem, das die Welt jemals gekannt hat", urteilt HRW.

Kyrgios irritiert von Zverev-Kommentar

  Kyrgios irritiert von Zverev-Kommentar Der australische Tennis-"Bad Boy" Nick Kyrgios hat irritiert auf eine kritische Bestandsaufnahme seiner Karriere durch Alexander Zverev reagiert. "Ich werde jetzt nicht zu sehr darauf eingehen. Bei allem was gerade passiert, ist das die geringste meiner Sorgen", sagte er am Samstag vor Beginn der Australien Open (20. Januar bis 2. Februar) in Melbourne. (Service: Spielplan der Australian Open) Zverev hatte am Vortag auf die Fragen australischer Journalisten nach Kyrgios gesagt, viele junge Spieler seien "einfach besser" als der 24-Jährige aus der Hauptstadt Canberra.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch geht davon aus, dass in der Region im Westen Chinas eine Million Menschen in Umerziehungslagern inhaftiert ist. "Deutschland und 22 weitere Länder haben China für seinem Umgang mit der Minderheit der Uiguren kritisiert ."

Für Human Rights Watch sind die Maßnahmen gegen die Minderheit der Uiguren ein "dystopischer Alptraum". HRW enthüllt chinesische Überwachungspraxis. Chinas Regierung spricht von einer "Kampagne des harten Schlags". Human Rights Watch ( HRW ) wirft den chinesischen Behörden

Im November haben geheime Regierungsdokumente, die dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) zugespielt wurden, die Internierung Hunderttausender Menschen in Xinjiang belegt. Human Rights Watch geht von bis zu einer Million aus. Die Papiere zeigen, dass die Lagerinsassen mindestens ein Jahr interniert werden und legen nahe, dass China auch im Ausland lebende Uiguren überwacht. China spricht von "Berufsbildungszentren" mit freiwilligem Aufenthalt. In Deutschland waren neben der Süddeutschen Zeitung der Norddeutsche Rundfunk und der Westdeutsche Rundfunk an der Recherche beteiligt.

Die meisten der Lagerinsassen sind Uiguren, die ethnisch mit den Türken verwandt sind. Die Regierung in Peking wirft uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor. HRW wirft China auch vor, die internationale Durchsetzung von Menschenrechten systematisch zu sabotieren.

Der schräge Auftritt des Tesla-Chefs Elon Musk in China

  Der schräge Auftritt des Tesla-Chefs Elon Musk in China Shanghai. Am Dienstag hat Tesla-Chef Elon Musk persönlich in Shanghai den ersten Kunden ihr in China gebautes E-Auto übergeben. Musk improvisierte grinsend einige Tanzschritte vor einem riesigen Bildschirm mit einem Foto des Model 3. © Ding Ting Elon Musk präsentiert das in der neuen Giga-Fabrik in China produzierte Model 3 seines Unternehmens.

Human Rights Watch kritisiert China wegen seines Umgangs mit Minderheiten. In Tibet wie in Xinjiang greift die Regierung brutal durch. Das Urteil, das die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ( HRW ) in ihrem heute veröffentlichten Jahresbericht über China fällt, ist desaströs

Muslimische Minderheit Türkei kritisiert Chinas Umgang mit Uiguren . Die türkische Regierung wirft China vor, die Uiguren in Umerziehungslagern einer Gehirnwäsche zu unterziehen - Peking verweist dagegen auf den Kampf gegen Terrorismus. DPA. Demonstranten mit uigurischen Flaggen vor dem

Mitglied der chinesischen UN-Mission weist Vorwürfe zurück

Die Großmacht nutze bei den Vereinten Nationen ihren Einfluss, um Missetäter in aller Welt vor Strafverfolgung zu schützen. Die Führung in Peking wolle damit verhindern, dass Präzedenzfälle geschaffen werden, die letztlich auch sie selbst in die Bredouille bringen könnten. Deshalb stemme sich China unter Staatschef Xi Jinping unter anderem gegen Strafmaßnahmen für syrische und russische Luftangriffe auf Zivilisten in Syrien und gegen eine Ahndung von Gewalttaten der Armee in Myanmar gegen die Rohingya-Minderheit.

HRW-Chef Kenneth Roth kritisierte bei der Pressekonferenz in New York auch UN-Generalsekretär Antònio Guterres, der anscheinend nicht willens sei, China offen für seine Handlungen zu kritisieren. Der Chef der Vereinten Nationen übe im Hinterzimmer Kritik, aber vor Kameras schüttele er freudig die Hände chinesischer Repräsentanten.

Chinas UN-Mission ließ sich die Kritik von Human Rights Watch nicht gefallen - und nutzte die Pressekonferenz, um die eigene Sichtweise darzulegen. Nach der Vorstellung des Reports ergriff ein chinesischer Diplomat im Raum das Wort. "Wir können den Inhalt dieses Berichts nur zurückweisen", sagte der Mann, der Mitglied der chinesischen UN-Mission ist. Er enthalte Vorurteile und Erfindungen. Wer nicht erwähne, dass in China in den vergangenen Jahrzehnten 700 Millionen Menschen aus der Armut geführt habe, dürfe sich nicht Menschenrechtsorganisation nennen.

Das Human Screenome Project will all eure Smartphone-Aktivitäten aufzeichnen

  Das Human Screenome Project will all eure Smartphone-Aktivitäten aufzeichnen Das Human Screenome Project will all eure Smartphone-Aktivitäten aufzeichnenDie Wissenschaft hat ein Problem: Zwar gibt es viele Studien darüber, welchen Einfluss Smartphone-Nutzung auf unser Befinden hat, die verlassen sich in aller Regel aber auf die selbstgeschätzte Bildschirmzeit der Studienteilnehmer. Eine Forschergruppe der Stanford University argumentiert jedoch, dass diese Angaben viel zu ungenau seien. „‚Auf Facebook verbrachte Zeit‘ könnte daraus bestehen, herauszufinden, was deine Freunde tun, an einem Geschäftstreffen teilzunehmen, einzukaufen, Spenden zu sammeln, einen Nachrichtenartikel zu lesen, jemanden zu schikanieren oder sogar zu stalken.

Menschenrechtsorganisationen prangerten die Unterdrückung der Uiguren zuletzt vermehrt an. Die meisten muslimischen Länder hatten sich bisher mit Kritik an China jedoch zurückgehalten, weil sie den Verlust Pekings als Handelspartner fürchteten. Angehörige des Turkvolks der Uiguren

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat China wegen seiner totalen Überwachung kritisiert . "Die Kommunistische Partei Chinas , die befürchtet, die Gewährung politischer Freiheit könnte ihre Macht gefährden, hat einen Orwellschen Hightech-Überwachungsstaat und ein

HRW-Chef Kenneth Roth wollte den Jahresbericht eigentlich in Hongkong vorstellen, doch war ihm am Flughafen der chinesischen Sonderverwaltungsregion die Einreise verweigert worden. Die Regierung in Peking verteidigte diesen Schritt als ihr souveränes Recht. Schließlich würden Organisationen wie Human Rights Watch "anti-chinesische Aktionen und Unruhestifter in Hongkong" unterstützen.

Mehr auf MSN

Fahrzeugbauer: VW federt China-Schwäche mit SUVs ab – Nutzfahrzeuge leicht im Minus .
Fahrzeugbauer: VW federt China-Schwäche mit SUVs ab – Nutzfahrzeuge leicht im Minus

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke
usr: 0
Das ist interessant!