Welt & Politik Amnesty International kritisiert Infantino-Aussagen in Katar scharf

20:00  19 november  2022
20:00  19 november  2022 Quelle:   rp-online.de

Russland Deportationen wahrscheinliche „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“: Amnestie

 Russland Deportationen wahrscheinliche „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“: Amnestie Russland hat wahrscheinlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, indem sie nach Angaben von Amnesty International zwangsweise ukrainische Zivilisten in russisch besetzten Gebieten des Landes in andere Regionen übertragen hat.

Doha. Der Auftritt von Gianni Infantino bei einer Pressekonferenz am Samstag hat auch bei Amnesty International für Unmut gesorgt. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte den Fifa-Präsidenten.

Diese Pressekonferenz wird sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Einen Tag vor dem WM-Start in Katar hat Gianni Infantino zahlreiche Themen angepackt und den Gastgeber in Schutz genommen. Die wichtigsten Aussagen des Fifa-Präsidenten im Überblick: © Robert Michael Diese Pressekonferenz wird sicherlich noch einige Zeit in Erinnerung bleiben. Einen Tag vor dem WM-Start in Katar hat Gianni Infantino zahlreiche Themen angepackt und den Gastgeber in Schutz genommen. Die wichtigsten Aussagen des Fifa-Präsidenten im Überblick:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat mit deutlicher Kritik auf Gianni Infantinos Pressekonferenz vor der Fußball-WM in Katar reagiert. „Indem Gianni Infantino berechtigte Kritik an der Menschenrechtslage beiseite schiebt, weist er den enormen Preis zurück, den Arbeitsmigranten zahlen mussten, um sein Flaggschiff-Turnier zu ermöglichen – sowie die Verantwortung der Fifa dafür“, sagte Steve Cockburn, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Amnesty International am Samstag.

Rod Stewart lehnte Katar-Auftritt trotz Millionen-Angebot ab

  Rod Stewart lehnte Katar-Auftritt trotz Millionen-Angebot ab Bereits in wenigen Tagen beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Schon im Vorfeld hatte es heftige Kritik an dem Gastgeberland gegeben, unter anderem wegen Menschenrechtsverstößen, Ausbeutung und Diskriminierung. Auch Rockstar und Fußballfan Rod Stewart (77) sieht die diesjährige WM kritisch – so sehr sogar, dass er auf über eine Million US-Dollar, umgerechnet also etwa eine Million Euro, verzichtet.Rod Stewart: "Es ist nicht richtig,Das verriet der 77-Jährige jetzt gegenüber der "Sunday Times": "Mir wurde vor 15 Monaten eine Menge Geld angeboten, mehr als eine Million Dollar, um dort zu spielen. Ich habe es abgelehnt. [...] Es ist nicht richtig, dorthin zu gehen.

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 Virgin Atlantic sperrt die geschlechtsneutrale Uniformpolitik für den englischen Weltmeisterschaftsflug nach Katar Virgin Atlantic eine Politik, die es seiner Besatzung ermöglicht, geschlechtsneutrale Uniformen auf dem Flug zu wählen, um Englands Weltmeister-Fußball-Kader nach Katar zu bringen. © PA England Players Board ihren Flug nach Katar vom Flughafen Birmingham Die Fluggesellschaft sagte, die Entscheidung sei einer "Risikobewertung ... unter Berücksichtigung von Gesetzen und Einstellungen gegenüber der LGBTQ+ -Sgemeinde und der Ausdruck der Identität" gefolgt.

Infantino hatte zuvor in einem einstimmigen Monolog die Kritik am WM-Gastgeber zu großen Teilen zurückgewiesen und sich auf die Seite des Emirats gestellt. Er verwunderte mit mehreren Aussagen, unter anderem äußerte er: „Heute fühle ich sehr starke Gefühle, heute fühle ich mich als Katarer, heute fühle ich mich als Araber, heute fühle ich mich afrikanisch. Heute fühle ich mich homosexuell. Heute fühle ich mich behindert, heute fühle ich mich als Arbeitsmigrant.“

„Forderungen nach Gleichheit, Würde und Entschädigung dürfen nicht als eine Art Kulturkampf behandelt werden – sie sind universelle Menschenrechte, zu deren Einhaltung sich die Fifa in ihren eigenen Statuten verpflichtet hat“, sagte Cockburn. Als Hoffnungsschimmer bezeichnete er die Ankündigung von Infantino, den sogenannten Legacy Fund, in den WM-Einnahmen fließen, globaler anzulegen.

„Wenn die Fifa etwas von diesem Turnier retten will, muss sie ankündigen, dass sie einen erheblichen Teil der sechs Milliarden US-Dollar investieren wird“, sagte Cockburn. Es müsse sichergestellt werden, dass mit diesem Fonds Arbeiter und deren Familien direkt entschädigt würden.

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