Welt & Politik Bundeswehr baut Zusammenarbeit mit Verbündeten aus

10:50  05 dezember  2022
10:50  05 dezember  2022 Quelle:   msn.com

Union wirft Lambrecht und Scholz Tatenlosigkeit vor

  Union wirft Lambrecht und Scholz Tatenlosigkeit vor Berlin. „Mein Spruch ist immer: Wenn es einfach wäre, würden es andere machen“, sagte die Verteidigungsministerin im Januar selbstbewusst. Doch beim zentralen Projekt einer besseren Beschaffung wachsen die Zweifel - nicht nur, wenn es um Munition geht. © Tobias Hase Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und Oberst Andreas Brendel, aufgenommen bei einem Appell in der Fürst-Wrede-Kaserne (Archivfoto).

Die Bundeswehr baut die Zusammenarbeit ihrer Spezialkräfte mit den Nato-Verbündeten weiter aus. In Deutschland wurde dazu eine Zentrale zur Führung von Spezialkräften mehrerer Staaten eingerichtet («Special Operations Component Command/SOCC»), sagte Flottillenadmiral Stephan Plath der Deutschen Presse-Agentur. An einer ersten Übung waren 16 Nationen beteiligt gewesen. Plath, ein ausgebildeter Kampfschwimmer, ist seit Oktober vergangenen Jahres Direktor Spezialkräfte der Bundeswehr im Einsatzführungskommando in Schwielowsee bei Potsdam.

Bundeswehr-Soldaten während einer Ausbildungs- und Lehrübung des Heeres. © Moritz Frankenberg/dpa Bundeswehr-Soldaten während einer Ausbildungs- und Lehrübung des Heeres.

Die neue Kommandostelle soll die Fähigkeiten zur Landes- und Bündnisverteidigung stärken und gehört damit zu den Schritten, die nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine politisch als wichtiger gelten.

Munition: Lambrecht erhält Ansage aus Finanzministerium

  Munition: Lambrecht erhält Ansage aus Finanzministerium Das Finanzressort lässt die Verteidigungsministerin in der Munitionskrise abblitzen. Das Haus von Christian Lindner macht deutlich, dass nicht Geld das Problem der Bundeswehr ist. In einem Schreiben wird Lambrecht eine Aufgabenliste übermittelt.In einem Antwortschreiben auf einen Brief der SPD-Politikerin verweist das Ressort von Finanzminister Christian Lindner (FDP) darauf, dass es vor dem Hintergrund eines gestiegenen Wehretats sowie des 100-Milliarden-Sondervermögens nicht an Geld fehlt, sondern das Verteidigungsministerium nun seine Aufgaben zu erledigen habe. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

«Wir haben in den letzten Monaten die Zusammenarbeit mit unseren multinationalen Partnern weiter intensiviert. Das beginnt bei der gemeinsamen Analyse von Bedrohungslagen und beinhaltet im besonderen die gemeinsame Aufklärung», sagte Plath. Die durch diese Zusammenarbeit gewonnenen Erkenntnisse führten zu einer soliden Informationslage und könnten für die Entscheidungsfindung sehr hilfreich sein.

Geiselbefreiungen und Evakuierungen im Ausland

«Das Special Operations Component Command ist besonders gekennzeichnet durch das Zusammenbringen von Spezialkräften verschiedener Nationen», so Plath. Unterschiedliche Perspektiven, Denkansätze «und die jeweils eigene kulturelle Sozialisation» stellten einen immensen Mehrwert für die gemeinsame Auftragserfüllung dar.

Verteidigungsministerium: Vorbehalte gegen den Kauf von F35-Kampfjets

  Verteidigungsministerium: Vorbehalte gegen den Kauf von F35-Kampfjets Aus dem Ministerium gibt es Vorbehalte gegen den Kauf der US-Tarnkappenbomber.Hintergrund sei eine ihr vorliegende geheime Beschaffungsvorlage, in der das Ministerium vor erheblichen Risiken des Geschäftes warne. Der Tarnkappen-Jet des US-Herstellers Lockheed Martin gilt als modernstes Kampfflugzeug der Welt.

Zu den Spezialkräften der Bundeswehr gehören des Kommando Spezialkräfte (KSK) des Heeres, die Kampfschwimmer der Marine sowie das Hubschraubergeschwader 64 der Luftwaffe. Es soll Kommandokräfte weltweit unterstützen. Zu den Fähigkeiten der Kommandokräfte gehören Geiselbefreiungen und Evakuierungen im Ausland sowie militärische Aufklärungseinsätze, aber auch Festnahmen oder die Zerstörung von Hochwertzielen, die politisch brenzliger sind.

«Spezialkräfte der Bundeswehr können unter anderem immer dann zum Einsatz kommen, wenn es erforderlich ist, in einer unklaren Lage durch gezielte und gesicherte Informationen Handlungsfelder zu erschließen», sagte Plath. Die Kräfte seien in der Lage, sich einem jeweils individuellen Einsatzszenario anzupassen. «Diese Adaptionsfähigkeit werden wir zukünftig noch weiter ausbauen, um Entscheidungsträgern deutlich machen zu können, wann wo welche Formen der Bedrohung entstehen können und welche Lösungsansätze denkbar sind.»

Defizite an der Nato-Ostflanke: Bundeswehr droht laut Bericht „qualifiziertes Fehl“ bei Luftabwehr .
Ein Bericht des Bundesverteidigungsministeriums zeigt, dass die Bundeswehr ihre Aufgaben an der Nato-Ostflanke teilweise „nur mit Einschränkungen“ erfüllen kann. München – Im Hintergrund des Ukraine-Krieges und der explosiven Situation mit Russland sorgen sich Nato-Länder neben der Unterstützung der Ukraine auch um die eigenen Streitkräfte. So auch die Deutschland. Die Defizite der Bundeswehr mit Blick auf etwa ausreichend Munition sorgten zuletzt für viel Aufregung.Nun dürfte ein neuer Bericht des Bundesverteidigungsministeriums zu mehr Irritationen führen.

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