Welt & Politik DIW-Studie: Vielen Menschen wird der Mindestlohn weiter vorenthalten

16:25  13 februar  2020
16:25  13 februar  2020 Quelle:   handelsblatt.com

DGB fordert nach Einigung auf Grundrente weitere Maßnahmen gegen Altersarmut

  DGB fordert nach Einigung auf Grundrente weitere Maßnahmen gegen Altersarmut Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auch nach der Einigung der Bundesregierung auf die Grundrente auf weitere Reformen. "Um Altersarmut wirklich zu bekämpfen, ist ein Bündel von Maßnahmen notwendig", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. "Dazu gehört auch, das Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent zu stabilisieren und im nächsten Schritt anzuheben." Verbesserungen seien zudem bei den Erwerbsminderungsrenten nötig.

Der Mindestlohn Mindestlohn , -löhne ( m .) der Lohn, den jemand laut Gesetz mindestens für seine Arbeit bekommen muss sollte das ändern: Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung beschlossen, dass ein Arbeitnehmer pro Stunde mindestens 8,50 Euro brutto brutto bevor Steuern und die

Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ( DIW Berlin), für wird der Mindestlohn weiter vorenthalten Bis zu 3,8 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als den Viele Menschen würden erklären, sich “verlassen” vorzukommen, da sie keine Unterstützung der

Seit 2016 geht die Lohnungleichheit zurück, doch noch immer erhalten fast vier Millionen Menschen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto pro Stunde. © dpa Seit 2016 geht die Lohnungleichheit zurück, doch noch immer erhalten fast vier Millionen Menschen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro brutto pro Stunde.

Bis zu 3,8 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als den Mindestlohn, zeigt eine DIW-Analyse. Die Forscher plädieren deshalb für eine strengere Arbeitszeiterfassung.

Die Zöllner nahmen sich Restaurants, Frisör- und Taxibetriebe oder Spielhallen vor, befragten 11.000 Beschäftigte und ließen sich Papiere zeigen. Am Ende der bundesweiten Schwerpunktkontrolle Ende Januar leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 185 Ermittlungsverfahren ein, weil der Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde nicht eingehalten wird.

Marktforscher erwarten Rekordausgaben für Wahlwerbung in den USA

  Marktforscher erwarten Rekordausgaben für Wahlwerbung in den USA Die Ausgaben für Wahlwerbung dürften in den USA einer Studie zufolge wegen der anstehenden Präsidentschaftswahl einen Rekordwert erreichen. Im Zeitraum 2019/2020 dürften 6,89 Milliarden Dollar (6,31 Milliarden Euro) für Wahlwerbung ausgegeben werden, erklärte das Marktforschungsinstitut eMarketer am Mittwoch. Das wäre ein Anstieg von 63 Prozent im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren. Während das meiste Geld in TV-Werbung fließt, wird das Internet immer wichtiger - und Facebook ist der größte Profiteur.

"Dass so vielen Menschen der Mindestlohn vorenthalten wird, ist inakzeptabel", erklärte dazu die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der "Die Lohnschere schließt sich langsam", hieß es weiter von Seiten des DIW . Der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor ging der Studie zufolge von 23,7

Vielen Minijobbern in Deutschland wird der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn vorenthalten . Wie viele Minijobber nicht den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten, ist laut der Studie unklar. Derzeit gibt es in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit knapp 7,4

Dass die Zöllner dabei möglicherweise nur auf die Spitze des Eisbergs gestoßen sind, zeigt eine neue Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die dem Handelsblatt vorab vorliegt. Demnach erhielten im Jahr 2018 bis zu 3,8 Millionen Beschäftigte weniger als den Mindestlohn, der damals noch bei 8,84 Euro brutto pro Stunde lag.

Die Berliner Wirtschaftsforscher greifen dazu auf Daten ihres Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zurück, einer jährliche Befragung von etwa 16.000 Haushalten. Dabei werden von Arbeitnehmern unter anderem Stunden- und Monatsverdiente sowie Arbeitszeiten in ihrer Hauptbeschäftigung abgefragt. Selbstständige, Auszubildende oder Praktikanten bleiben außen vor.

Direkt nach ihren Stundenlöhnen gefragt, gaben 750.000 Arbeitnehmer an, weniger als 8,84 Euro zu verdienen. Das entspricht etwa 2,1 Prozent der betrachteten Arbeitnehmer. Vergleicht man den Monatsverdienst mit der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit, erhielten nach eigener Aussage mehr als 2,4 Millionen oder 6,8 Prozent der Anspruchsberechtigten weniger als den Mindestlohn.

Mulliner zeigt Zukunft des Coachbuildings - Bentley Bacalar

  Mulliner zeigt Zukunft des Coachbuildings - Bentley Bacalar Der britische Autobauer Bentley will auf dem Genfer Autosalon mit der Studie Bacalar einen Ausblick darauf geben, welche Möglichkeiten der Individualisierung Kunden künftig offenstehen. © Bentley Mit der Studie EXP 100 GT hatten die Briten bereits gezeigt, wie ein möglicher großer und luxuriöser Reisewagen der Zukunft aussehen könnte. Auf dem Genfer Autosalon 2020 soll jetzt ein weiterer Entwurf zum Thema GT stehen.Mit einem ersten Teaserbild, das außer einer dunklen Leichtmetallfelge nichts zeigt, kündigt Bentley die Studie Bacalar an.

"Dass so vielen Menschen der Mindestlohn vorenthalten wird, ist inakzeptabel", erklärte dazu die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der "Die Lohnschere schließt sich langsam", hieß es weiter von Seiten des DIW . Der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor ging der Studie zufolge von 23,7

"Dass so vielen Menschen der Mindestlohn vorenthalten wird, ist inakzeptabel", erklärte dazu die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der "Die Lohnschere schließt sich langsam", hieß es weiter von Seiten des DIW . Der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor ging der Studie zufolge von 23,7

Betrachtet man die tatsächlich geleisteten Stunden, wird sogar 3,8 Millionen anspruchsberechtigten Beschäftigten der Mindestlohn vorenthalten, das ist mehr als jeder zehnte der einbezogenen Arbeitnehmer.

Streit über Erfassung der Arbeitszeit

„Millionen Menschen werden um den ihnen zustehenden Mindestlohn betrogen – das ist ein Skandal“, sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), dem Handelsblatt. „Die Kontrollen müssen massiv verstärkt werden, ansonsten verlieren die Beschäftigten den Glauben an den Rechtsstaat.“

Der DGB fordert neben einer personellen Aufstockung der FKS auch Schwerpunktstaatsanwaltschaften und eine Beweislastumkehr beim Nachweis der geleisteten Arbeitszeit. Bisher müssen Arbeitnehmer nachweisen, dass Überstunden angeordnet und geleistet wurden.

Allerdings weist das SOEP-Verfahren Unschärfen auf. So können die Beschäftigten bei der konkreten Frage nach ihrem Stundenlohn nur schätzen, wenn im Arbeitsvertrag das Monatsentgelt geregelt ist. Auch die tatsächlich geleistete Arbeitszeit beruht teils auf Selbsteinschätzung. Außerdem ist nicht immer klar, inwiefern geleistete Überstunden eventuell später noch vergütet werden.

Wirkung auf Verkehrsverhalten nicht nachhaltig - Studie zu Blitzermarathon

  Wirkung auf Verkehrsverhalten nicht nachhaltig - Studie zu Blitzermarathon Groß angelegte Blitzermarathons gibt es in Deutschland schon seit 2013. Eine Studie der Universität Passau kommt nun zu dem Schluss, dass die sogenannten Blitzmarathons zwar wirken, allerdings nicht besonders lange. © Reinhard Schmid Wie der Spiegel berichtet, flossen in die im Dezember 2019 veröffentlichte Studie der Universität Passau Forschungsdaten der Landesämter für Statistik zu 1,5 Millionen Unfällen in den Jahren 2011 bis 2014 ein, sowie die Daten zu allen Blitzermarathon-Tagen und anderen Blitzern an den übrigen Tagen im untersuchten Zeitraum.

Studie Mindestens 1,8 Millionen Beschäftigten wird der Mindestlohn vorenthalten . Im vergangenen Jahr haben mehr Menschen unterhalb des Mindestlohns gearbeitet als bislang bekannt. Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ( DIW Berlin) und der Universität

Arbeitsmarkt Millionen Beschäftigten wird Mindestlohn vorenthalten . In der Großen Koalition kämpft die SPD für höhere Mindestlöhne . Doch selbst die bestehenden Mindestsätze werden einem Bericht zufolge oft nicht bezahlt. Laut Forschern gibt es einen Ausweg.

„Da die meisten Beschäftigten mit ihrem Arbeitgeber Monats- und keine Stundenlöhne vereinbart haben, ist es für eine effektive Kontrolle der Einhaltung des Mindestlohns zentral, die Arbeitszeiten präzise zu erfassen“, schreiben die DIW-Forscher.

Im Mai 2019 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem spanischen Fall entschieden, dass Arbeitgeber ein System einrichten müssen, mit dem für jeden Arbeitnehmer die täglich geleistete Arbeitszeit objektiv und zuverlässig erfasst werden kann. In Deutschland müssen bisher nur Überstunden dokumentiert werden.

Während Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Arbeitszeitgesetz behutsam anpassen will, ist Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) skeptisch, weil er neue Bürokratie für die Firmen fürchtet. Ein Rechtsgutachten der Münchener Juristen Volker Rieble und Stephan Vielmeier, das seine Rechtsauffassung stützen soll, hält Altmaier bisher unter Verschluss.

An diesem Mittwoch soll das Ministerium im Wirtschaftsausschuss Auskunft über das Gutachten geben. Auf eine schriftliche Frage der Grünen-Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke schließt es zumindest eine Regulierung durch den Gesetzgeber nicht länger kategorisch aus. Das Gutachten unterbreite mehrere Vorschläge für ein abgestuftes Konzept zur Arbeitszeiterfassung mit Differenzierungsmöglichkeiten, etwa nach Unternehmensgröße oder Einkommen der Arbeitnehmer, schreibt Altmaiers Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß.

Report der Böckler-Stiftung: Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegt

  Report der Böckler-Stiftung: Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegt Luxemburg zahlt am meisten, Bulgarien am wenigsten - und Spanien erhöht den Mindestlohn am stärksten, zeigt eine neue Auswertung für Europa. Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegtDie Mindestlöhne in Europa sind 2019 um 4,4 Prozent gestiegen, wenn man die Inflation einrechnet. Am stärksten haben mittel- und osteuropäische Länder den Mindestlohn erhöht. Polen hat den Wert um 15,6 Prozent angehoben, Spanien um 22 Prozent. Das zeigt der Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen (WSI) Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Die DIW -�konomen hatten f�r die Studie Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) f�r die Jahre 1995 bis 2018 ausgewertet. Die SPD im Bundestag bezeichnete es als "inakzeptabel", dass so vielen Menschen der Mindestlohn vorenthalten werde. "Es ist nicht nur v�llig respektlos gegen�

"Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass der Mindestlohn nicht nur auf dem Papier steht", forderte sie weiter . Notwendig seien dafür "ausreichend viele Kontrollen und darüber hinaus eine lückenlose Erfassung der Arbeitszeit". Insgesamt sieht das DIW bei der Lohnentwicklung aber positive

Niedriglohnsektor wird kleiner

Es werde Zeit, dass das Wirtschaftsministerium das Gutachten endlich veröffentliche, sagte Müller-Gemmeke. „Es geht darum, die Rechtsunsicherheit für Betriebe und Beschäftigte endlich zu beenden.“ Deshalb müsse eine Gesetzgebung auf den Weg gebracht werden, die das EuGH-Urteil umsetze. „Würde die Umsetzung eines solchen Gesetzentwurfs dazu beitragen, unbezahlte in bezahlte Überstunden zu überführen, dürfte damit auch die Nichteinhaltung des Mindestlohns zurückgehen, schreiben die DIW-Autoren.

Insgesamt hat die Lohnuntergrenze nach Ansicht der Forscher aber positive Effekte gezeigt. So gehe bereits seit 2006 die Lohnungleichheit zurück – eine Entwicklung, die sich mit Einführung des Mindestlohns und dessen Anhebung fortsetze. „Die steigenden Bruttostundenlöhne gerade bei den Geringverdienern haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Lohnungleichheit in Deutschland abgenommen hat“, sagt Studienautor Markus Grabka.

Verdienten die zehn Prozent der Beschäftigten mit den höchsten Bruttostundenlöhnen 2006 noch viermal so viel wie die zehn Prozent mit den niedrigsten Löhnen, so ist das Verhältnis bis 2018 auf knapp 3,6 gesunken. Allerdings liegen die Reallöhne der 30 Prozent mit den geringsten Stundenverdiensten immer noch unter dem Niveau der 1990er-Jahre.

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  Report der Böckler-Stiftung: Wo der deutsche Mindestlohn im EU-Vergleich liegt Der französische Konzern Schneider Electric will den deutschen Bausoftwarehersteller RIB Software übernehmen. Investoren freuen sich über den Deal: Die Aktie von RIB Software legte heute 40 Prozent zu und war damit so viel Wert wie lange nicht mehr.

Allerdings wird er immer noch vielen Arbeitnehmern vorenthalten . Allerdings bekommen noch viele Arbeitnehmer weniger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ( DIW ) in Berlin. „ Der Mindestlohn hat definitiv einen deutlichen Einfluss auf die Entwicklung der Lohnungleichheit gehabt, gerade für diejenigen Arbeitnehmer, die ausgesprochen

Eine neue Studie des DIW Berlin zeigt jedoch, dass mindestens 1,8 Millionen Menschen , die darauf einen Anspruch haben, noch immer weniger als Viele Ökonominnen und Ökonomen sind generell kritisch gegenüber dem Mindestlohn eingestellt, weil sie befürchten, er gefährde Arbeitsplätze und

Das DIW hat darüber hinaus erste Anzeichen dafür entdeckt, dass der Niedriglohnsektor schrumpft. Er umfasst Beschäftigte, die weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns (Median) verdienen. 2018 lag diese Niedriglohnschwelle bei nominal rund 11,40 Euro brutto pro Stunde. Arbeiteten 2015 noch 23,7 Prozent der abhängig Beschäftigten in Haupttätigkeit im Niedriglohnsektor, so ist die Quote auf 21,7 Prozent im Jahr 2018 zurückgegangen.

Mehr: Der Mindestlohn ist ein Korrektiv mit Lücken

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