Welt & Politik Kampf gegen Coronavirus: Macron sieht Frankreich „im Krieg“ und schränkt Bewegungsfreiheit ein

06:30  17 märz  2020
06:30  17 märz  2020 Quelle:   handelsblatt.com

Frankreichs Präsident Macron dankt Deutschland für "Solidarität"

  Frankreichs Präsident Macron dankt Deutschland für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Deutschland, der Schweiz und Luxemburg für ihre Bereitschaft zur Aufnahme schwer kranker Corona-Patienten gedankt. "Die europäische Solidarität rettet Leben", schrieb Macron am Montag im Onlinedienst Twitter. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten ihre Kliniken am Wochenende aufgerufen, freie Beatmungsbetten für Patienten aus Frankreich zur Verfügung zu stellen. "Danke an unsere europäischen Nachbarn", schrieb Macron. Er teilte einen Tweet des Präsidenten der besonders betroffenen französischen Region Grand Est, Jean Rottner.

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ab Dienstag, 12 Uhr, ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am

"Wir sind im Krieg ". Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am

Der französische Präsident appellierte an die Bürger, Sozialkontakte zu vermeiden. © AP Der französische Präsident appellierte an die Bürger, Sozialkontakte zu vermeiden.

Frankreich geht weiter gegen die Corona-Pandemie vor und schränkt die Bewegungsfreiheit der Franzosen ein. Zudem werden alle laufenden Reformen ausgesetzt.

„Wir sind im Krieg“. Gleich sechs Mal formulierte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron diesen drastischen Satz. Frankreich kämpfe gegen einen unsichtbaren Feind, sagte Macron in einer Fernsehansprache am Montagabend. Er kündigte weitgehende Schritte zur Einschränkung des öffentlichen Lebens und aller sozialen Kontakte an. Das ist noch kein Hausarrest wie in China, aber weit ist das Land nicht mehr davon entfernt.

Coronavirus-Pandemie: Deutschland schränkt Grenzverkehr stark ein

  Coronavirus-Pandemie: Deutschland schränkt Grenzverkehr stark ein Darauf haben sich Bundeskanzlerin Merkel, Innenminister Horst Seehofer und die Ministerpräsidenten der Grenzländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland geeinigt. Deutschland schränkt Grenzverkehr stark einDie Bundesrepublik plant ab Montagmorgen acht Uhr weitgehende Schließungen ihrer Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer in einer Telefonschalte geeinigt. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

"Wir sind im Krieg , wir kämpfen nicht gegen eine Armee, nicht gegen eine andere Nation, aber wir Todestag Frankreich in diesem Jahr begeht, soll seit Monaten auf Macrons Nachttisch liegen. Am Mittag berief Emmanuel Macron einen informellen Verteidigungsrat zum Arbeitsessen im Elysée ein.

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer

Fahrten egal mit welchen Verkehrsmitteln sind nur noch in drei Fällen zulässig: zum Einkauf auf dem kürzesten Weg, für einen Arztbesuch oder zur Arbeit, falls keine Telearbeit möglich ist. Jedes Zusammentreffen mit Freunden oder Bekannten unter freiem Himmel ist ab Dienstagmittag verboten. Für die eigene Fitness darf man sich weiter im Freien aufhalten, aber ohne sich mit anderen zu treffen. 100.000 Polizisten sollen die Maßnahmen durchzusetzen, wie das Innenministerium mitteilte.

Spektakulär ist die Ankündigung, dass alle begonnenen und noch nicht abgeschlossenen Reformen suspendiert werden, darunter auch die Rentenreform. Den Sinn dieses Rückzugs erläuterte Macron nicht. Nicht einmal die Opposition von Linksaußen hatte das gefordert.

Kramp-Karrenbauer sagt Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen Coronavirus zu

  Kramp-Karrenbauer sagt Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen Coronavirus zu Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zugesagt. Die Bundeswehr ist aber auch selbst von dem neuartigen Coronavirus betroffen. Nach Angaben von Kramp-Karrenbauer wurden bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte Coronavirus-Fälle verzeichnet. "Jeder gemeldete Fall wird sofort isoliert, wenn möglich auch alle Kontaktpersonen", versicherte Kramp-Karrenbauer.

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron am Montagabend in einer

Coronakrise Macron verhängt Ausgangssperre für Frankreich . Obwohl die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Frankreich weiter steigt, blieben viele Menschen nicht zu Hause. "Wir sind im Krieg ", sagte er. "Wir kämpfen weder gegen Armeen noch gegen eine andere Nation.

Macron ging auch nicht weiter darauf ein, dass er und die Regierung trotz der drohenden Gefahr nur einen Tag zuvor noch den ersten Wahlgang zur Kommunalwahl stattfinden ließen. Der zweite Wahlgang wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die neuen, verschärften Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit begründete der Präsident damit, dass sich viele Franzosen am Wochenende in Paris und sogar in – eigentlich geschlossenen – Restaurants aufgehalten hätten, ohne Vorsichtsmaßnahmen wie Mindestabstände einzuhalten. „Sie bringen sich selbst und andere in Gefahr“, kritisierte der Präsident.

Elsass bekommt Feldlazarett der Armee

Macron wählte einen patriotisch-pathetischen Tonfall: „Wir sind im Krieg und ich fordere alle auf, sich der nationalen Einheit anzuschließen (…) und die Mobilmachung zu unterstützen. (…) Die Nation wird ihre Kinder nicht im Stich gelassen.“ Damit meinte er die Unterstützung der Ärzte und des gesamten Gesundheitspersonals. Diese würden „schon in zwei Tagen mit Schutzmasken ausgestattet.“ Das hatte der Gesundheitsminister allerdings schon vor zehn Tagen angekündigt, doch scheint die Belieferung zu stocken.

Italien wird seine Sperrung als Todesopfer verschärfen Top China

 Italien wird seine Sperrung als Todesopfer verschärfen Top China Ihr Browser unterstützt dieses Video nicht (Bloomberg) - Die Regierung von Premierminister Giuseppe Conte wird die nahezu vollständige Sperrung Italiens im Kampf gegen den Kampf verstärken und ausweiten die Ausbreitung des Coronavirus nach dem Überholen Chinas als Land mit der höchsten registrierten Zahl von Todesfällen. Conte erwägt, das Verbot nicht wesentlicher Aktivitäten bis mindestens zum 1.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verhängt wegen der Epidemie eine weitgehende Ausgangssperre. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg "

Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Staatschef Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache.

Im Elsass, wo die Krankenhäuser bereits an ihre Kapazitätsgrenzen für die Behandlung von Covid-19-Patienten mit schweren Symptomen geraten, werde in den nächsten Tage ein Feldlazarett der Armee eingerichtet, kündigte Macron an. Taxis und Hotels könnten ab sofort requiriert werden, falls sie für Gesundheitspersonal benötigt würden, der Staat werde zahlen.

Mit Bezug auf die Wirtschaft sagte Macron, kein Unternehmen werde in Konkurs gehen. Der Staat stelle einen Bürgschaftsrahmen von 300 Milliarden Euro für Bankkredite bereit. Alle Strom- und Gasrechnungen und notfalls auch Mieten könnten gestundet werden.

Mehrfach appellierte der Präsident an seine Mitbürger, die Kontakte auf das aller Nötigste zu beschränken, auch wenn das schwerfalle: „Frankreich durchlebt einen schweren Moment, niemand weiß, wie lange er dauern wird. Wir müssen uns anpassen an das, was die Wissenschaft und die konkrete Erfahrung sagen.“ Am Tag, nach dem die Krise überwunden sei, werde „Frankreich nicht mehr so sein wie vorher, mit Ihnen gemeinsam werde ich die Konsequenzen ziehen, alle Konsequenzen“, deutete der Präsident an, ohne konkret zu werden.

Bereits in seiner vorherigen Ansprache am vergangenen Donnerstag hatte er angekündigt, das Wirtschafts- und Entwicklungsmodell der vergangenen Jahrzehnte sei mit verantwortlich für die Coronakrise.


Krisenkommunikation: "Absolute Transparenz ist nicht immer richtig" .
Sollte Angela Merkel alles sagen, was sie zu Corona weiß? Wie erreicht man die Uninformierten? Helfen Kriegsmetaphern? Gespräch mit einem Kommunikationsexperten © Christophe Gateau/​dpa In einem Spätkauf in Berlin läuft die Fernsehansprache von Angela Merkel zur Corona-Epidemie. Angela Merkel appelliert an die Vernunft der Deutschen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht von "Krieg" gegen Corona: Wie kommunizieren Politiker erfolgreich in Krisen? Professor Carsten Reinemann, Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Universität München, gibt Antworten.

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