Welt & Politik Donald Trump: Bis er auf jemand anderen hört

16:46  24 märz  2020
16:46  24 märz  2020 Quelle:   zeit.de

Test bei US-Präsident Trump auf neuartiges Coronavirus

  Test bei US-Präsident Trump auf neuartiges Coronavirus US-Präsident Donald Trump hat bei sich einen Test auf das neuartige Corona-Virus machen lassen. Der Präsident hatte am Freitag gesagt, er werde wahrscheinlich einen Test auf das Coronavirus bei sich machen lassen, nachdem er Kontakt zu einigen Infizierten hatte. Der 73-jährige Trump hatte trotz gegenteiliger Empfehlung von Experten am Freitag immer noch die Hände von Menschen geschüttelt, mit denen er Kontakt hatte.Im Weißen Haus in Washington wird wegen der Corona-Krise ab sofort Fieber bei Besuchern gemessen.

Donald John Trump /. dɒnəld d͡ʒɒn trʌmp/ (* 14. Juni 1946 in Queens, New York City, New York) ist ein amerikanischer Unternehmer, Entertainer und seit Januar 2017 der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Bald könnte er sich auf der Anklagebank wiederfinden. "Größer als der Fall Snowden" – Auch Donald Trump soll abgehört worden sein. Besonders pikant an der Angelegenheit: Zu den vom FBI überwachten Geschäftsleuten soll auch Donald Trump gehört haben, bevor er Präsident wurde.

US-Präsident Donald Trump © Drew Angerer/​Getty Images US-Präsident Donald Trump

In der Corona-Krise würde Donald Trump gern Hoffnung verbreiten, die Experten rücken das vorsichtig gerade. Doch der US-Präsident greift nach jeder wilden Theorie.

Anthony Fauci ist bislang das Schicksal erspart geblieben, das so viele ereilt, die Donald Trump mit der Wahrheit kommen. Noch ist der medizinische Berater des US-Präsidenten und angesehene Immunologe die wohl wichtigste Stimme in der Taskforce zur Bekämpfung des Coronavirus in den USA. "Soweit ich weiß, wurde ich nicht gefeuert", stellte Fauci in einem Interview mit dem Wissenschaftsmagazin Science am Wochenende fest. Da schien es durchaus Zweifel zu geben.

Trump beharrt auf Bezeichnung "chinesisches Virus" für Coronavirus

  Trump beharrt auf Bezeichnung US-Präsident Donald Trump beharrt trotz der Empörung aus Peking auf seiner Bezeichnung des neuartigen Coronavirus als "chinesisches Virus". Die chinesische Regierung reagierte mit "großer Empörung" auf den Tweet.Trump hatte das Virus, das erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan aufgetaucht war, in einer Twitter-Botschaft als "chinesisches Virus" bezeichnet. Die chinesische Regierung reagierte mit "großer Empörung" auf den Tweet. Die Verknüpfung des Virus mit China sei eine "Art Stigmatisierung", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums. US-Außenminister Mike Pompeo hat bereits vom "Wuhan-Virus" gesprochen.

„ Donald Trump mag sich über den Klimawandel lustig machen, aber er passiert schneller und mit Dass jemand , der eigentlich zum Trump -Lager gehörte , mit dem US-Präsidenten extrem hart ins Am Weißen Haus lässt er dabei kein gutes Haar. „Einen Hort von Verrat und Doppelzüngigkeit“ nennt er

Donald Trump will Politik machen, wie er Golf spielt: wuchtige Schläge, cool einlochen, ab ins In der Politik heißt das regieren per Dekret. Davon hat Trump bis einschließlich Donnerstag dieser Woche bereits Da hilft schon mal einer dem anderen auf die Beine, selbst wenn er ihn eben umgetreten hat.

An den nahezu täglichen Briefings im Weißen Haus zur Lage der Pandemie nahm der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten zuletzt nicht mehr teil. Zuvor war seine Reaktion auf die Ausführungen des Präsidenten bei einer dieser Pressekonferenzen viral gegangen. Während Trump sprach, schien Fauci die Hand vors Gesicht zu nehmen, um seine Verzweiflung zu verbergen – was redet der da bloß, so haben das viele interpretiert. Und der Experte scheute sich auch nicht, den Präsidenten inhaltlich zu korrigieren. Nachträglich, denn er könne ja "nicht vor die Mikrofone springen und ihn wegdrücken". Vielleicht spart er sich deshalb neuerdings die Auftritte.

Wenn Fauci trotzdem sagt, dass Trump auf ihn höre, würden das viele Amerikanerinnen und Amerikaner gern glauben. Leicht ist das nicht. Denn während die Zahl der Infizierten rasant steigt, verspricht der Präsident bereits, die USA würden bald wieder open for business sein, die Einschränkungen würden "bald enden": "Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem." Verständlicherweise musste er sich am Montag die Frage gefallen lassen, ob Dr. Fauci das denn auch so sehe. In doppelter Verneinung behauptete Trump: "Er ist nicht nicht einverstanden", und er sei ein "guter Mann". Zu schwach, um beruhigend zu wirken.

Politologe Bieber über virtuellen US-Wahlkampf: „Das Bad in der Menge wird Donald Trump fehlen“

  Politologe Bieber über virtuellen US-Wahlkampf: „Das Bad in der Menge wird Donald Trump fehlen“ Das Coronavirus stellt auch die Präsidentschaftskandidaten vor Probleme. Politologe Bieber spricht über digitale Kampagnen und eine mögliche Wahlverschiebung. Christoph Bieber ist Politikwissenschaftler an der Universität Duisburg-Essen. Zurzeit arbeitet er am „Center for Advanced Internet Studies“ (CAIS) in Bochum über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung.Herr Bieber, wie wirkt sich die Coronakrise auf die Demokratie in den USA aus?Ganz aktuell trifft die Krise die noch laufenden Vorwahlen der Demokraten, obwohl der Vorsprung von Joe Biden durch Bernie Sanders kaum mehr aufzuholen ist.

Dabei schreckt Donald Trump eigentlich selten davor zurück, sich auf Twitter umgehend zu Wort zu melden und sich auch auf Wortgefechte mit lästigen Auf Fragen der anwesenden Journalisten, ob es sich bei dem Vorfall um Terrorismus handle und ob er die weißen Nationalisten ablehne, antwortete

Die Gegner von Donald Trump scheinen sich verbündet zu haben. Viel wurde gestritten in der zweiten Fernsehdebatte der Republikaner um den Posten als Präsidentschaftskandidat. Doch in einem sind sich alle anderen Bewerber einig: Trump ist der falsche Mann.

"Ich habe dem Präsidenten Dinge gesagt, die er nicht hören wollte"

Denn was US-Medien aus dem Weißen Haus berichten, klingt überzeugend. Trump ist demnach alles andere als begeistert von dem, was nicht nur Fauci empfiehlt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen: soziale Distanzierung und wirtschaftlicher Shutdown, wo Homeoffice nicht möglich ist, womöglich für lange Zeit. "Ich habe dem Präsidenten Dinge gesagt, die er nicht hören wollte", sagte Fauci der New York Times. Und es besteht die Gefahr, dass Trump den Rat der Wissenschaft ignoriert und lieber auf die belasteten Unternehmer hört, auf das Gejammer seiner Lieblinge aus den Fox-News-Sendungen, auf seinen Schwiegersohn Jared Kushner, der sich mit unklarem Mandat in die Arbeit des Corona-Krisenstabs einmischt. Der Präsident hofft, so ist zu hören, Ende des Monats zumindest wieder einige Amerikaner zur Arbeit schicken zu können. Fauci würde da wohl wieder das Gesicht in der Hand vergraben.

"Halt die Schnauze!" NBA-Star giftet nach Trump-Tweet

  US-Präsident Trump poltert gern auf Twitter-Kanal - sein Lieblingsziel sind die Medien. NBA-Star JR Smith reicht's nun und fährt bei der Antwort aus der Haut.Dass sich der US-Präsident gern über Medien auslässt, die aus seiner Sicht "Fake-News" verbreiten, ist leider auch in Zeiten des Coronavirus angesagt.

US-Präsident. : Trump keilt gegen Amazon - und meint jemand anderen . US-Präsident Donald Trump hat jetzt auch öffentlich zu einem weiteren Rundumschlag gegen den Handelsriesen Amazon Im vergangenen Jahr stellte er auf Twitter die Frage: "Wird die Fake-News Washington Post als

Das Gespräch dreht sich um eine verheiratete Frau, mit der Trump offenbar Geschlechtsverkehr haben wollte. Trump sagt unter anderem : "Ich hab Zum einen tauchte ein Video von 2005 auf, in dem zu hören ist, wie Donald Trump sexuelle Übergriffe gegen Frauen rechtfertigt, sogar damit prahlt.

Wenn Trump sich zwar manches auch von den Experten anhört, aber vieles anderswo aufschnappt und dann einfach mit irgendetwas vorprescht, ist das tatsächlich hochgefährlich. Jüngst etwa empfahl er mehrfach den Malaria-Wirkstoff Chloroquin, der gegen Covid-19 helfen könne, er habe "ein gutes Gefühl". Es klang bei ihm wie ein Durchbruch: "Es ist sehr effektiv. Es ist ein starkes Medikament." Experten stritten ab, das entsprechende Behandlungen bereits genehmigt oder sinnvoll seien. Aber offenbar versuchten es einige Menschen trotzdem: Ein Ehepaar, beide über 60, nahm das Mittel ein – der Mann starb inzwischen daran, die Frau ist in kritischem Zustand. Der Präsident hatte zuvor sogar behauptet, er habe Chloroquin bereits massenweise bestellt. "Sie können es jetzt, wenn Sie möchten, auf Rezept bekommen", hatte er noch am Freitag gesagt.

"Lasst uns wieder zur Arbeit gehen, lasst uns wieder leben"

Trump würde so gern Hoffnung verbreiten, schafft aber doch nur neue Verunsicherung in einer Lage, die täglich schlimmer wird. Zehntausende Amerikaner sind infiziert, einige Hundert gestorben. Die Kliniken kommen an ihre Grenzen, viele Menschen bangen um ihre Existenz, haben ihre Jobs verloren oder müssen fürchten, dass sie weder getestet noch behandelt werden können. Was den Präsidenten daran am meisten beunruhigt, scheint aber nicht die Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung zu sein, sondern die Bedrohung seiner Wiederwahl, wenn die Wirtschaft kollabiert.

Trump machen hohe Einschaltquoten seiner Pressebriefings stolz

  Trump machen hohe Einschaltquoten seiner Pressebriefings stolz US-Präsident Donald Trump ist stolz auf die hohen Einschaltquoten seiner täglichen Pressebriefings zur Coronavirus-Pandemie. Trumps Briefings zum Coronavirus waren von mehreren US-Fernsehsendern anfangs live und in voller Länge übertragen worden. Inzwischen blenden sich diverse Sender aber immer wieder vor Ende der Briefings aus. Der rechtskonservative Sender Fox News, der eine große Nähe zum Präsidenten pflegt, überträgt die Briefings hingegen weiterhin in voller Länge.

Januar wurde Donald J. Trump 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Die Zeremonie vor dem Auch ihre beiden Brüder Donald „ Don “ Jr. und Eric Trump sind in der Firma ihres Vaters tätig Er hatte eine eigene Fluggesellschaft und betreibt nehmen Casinos auch Golfplätze, unter anderem in Irland.

US-Präsident Donald Trump ernennt Robert O'Brien zum neuen Sicherheitsberater. Wie sein Vorgänger John Bolton gilt auch er als politischer Vor seiner Zeit in der Trump -Regierung arbeitete O'Brien unter anderem als Berater für den früheren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney, der wie

Und für diesen gnadenlosen Blick auf das Geschehen bekommt Trump auch noch Rückhalt. Der Vizegouverneur von Texas, Dan Patrick, etwa meint ernsthaft, nun müsse diskutiert werden, ob nicht die älteren Amerikaner geopfert werden sollten. Er selbst sei bereit, sein Leben zu geben, damit das Amerika, das alle liebten, für seine Enkel erhalten bliebe. Wirtschaft retten statt Menschenleben also: "Ich will nicht, dass das ganze Land geopfert wird", sagte der 69-Jährige. Er empfehle: "Lasst uns wieder zur Arbeit gehen, lasst uns wieder leben." Diese Strategie wäre auch Trump selbst zuzutrauen.

Fauci jedenfalls wird hoffentlich weiter vorsichtig das geraderücken, was der Präsident an widersprüchlichen und teils gefährlichen Versprechen und Verharmlosungen in die Welt setzt. Wenn man es mit dem Weißen Haus zu tun habe, sagte der Immunologe zuletzt, "muss man manche Sachen ein, zwei, drei, vier Mal sagen, und dann passiert es". Bis Trump auf jemand anderen hört.

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