Welt & Politik Kampf gegen Pandemie: Innenministerium dringt auf massive Ausweitung von Corona-Tests

08:45  27 märz  2020
08:45  27 märz  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

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  Kassen sichern komplette Finanzierung von Corona-Kosten zu Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben versichert, unbegrenzt alle Ausgaben zu finanzieren, die im medizinischen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie entstehen. Die Zahl der Todesopfer der Pandemie liegt demnach hierzulande bei zwölf. Die Johns-Hopkins-Universität in den USA verzeichnete hingegen bereits 9360 Corona-Infektionen in Deutschland.

: Innenministerium dringt auf massive Ausweitung von Corona - Tests . Für breit angelegte Tests seien innovative Lösungen erforderlich, heißt es in dem Strategiepapier. Um das medizinische Personal vor Infizierten zu schützen, sollten Bürgerinnen und Bürger den notwendigen Rachenabstrich selbst

Im Kampf gegen die Corona -Krise hat die Chefin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing, Ursula Münch, Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine "Bavaria-first"-Politik vorgeworfen. Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona -Krise noch einmal massiv auf.

Drive-In-Tests auf Corona-Virus in München in der ehemaligen Bayernkaserne. © Robert Haas Drive-In-Tests auf Corona-Virus in München in der ehemaligen Bayernkaserne.

• In einem Strategiepapier namens "Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen", das inzwischen auch Kanzlerin Merkel vorliegt, fordern Experten die Regierung zu schnellem Handeln auf.

• Die bei weitem wichtigste Maßnahme gegen das Virus ist den Fachleuten zufolge "das Testen und Isolieren der infizierten Personen".

• Für den Erfolg sei entscheidend, dass es der Bundesregierung gelinge, die Bevölkerung zu mobilisieren.

Innenministerium dringt auf massive Ausweitung von Corona-Tests

Im Kampf gegen das Coronavirus reifen in der Bundesregierung Überlegungen, das Virus mithilfe massiv ausgeweiteter Tests einzudämmen. Vorbild ist dabei Südkorea, das mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten die Ausbreitung des Erregers stark verlangsamt hat, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. Die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland sei "überfällig", heißt es nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR in einem vertraulichen Strategiepapier aus dem Bundesinnenministerium mit dem Titel "Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen". Demnach müsse die Regierung auf ein Szenario namens "Schnelle Kontrolle" hinarbeiten, um schlimmere Folgen für Gesundheit, Wirtschaft und Gesellschaft abzuwenden.

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Im Kampf gegen die Corona -Krise will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, teilte sie am Montagabend in München mit.

Unter anderem werden wohl dringend Helikopter benötigt, um Corona -Patienten zu verlegen. Auch die thüringische Stadt Jena bittet die Bundeswehr im Hilfe. In China tragen die Bemühungen zur Eindämmung der Coronavirus- Pandemie nach Angaben von Präsident Xi Jinping immer mehr Früchte.

Die bei weitem wichtigste Maßnahme gegen das Virus ist den Experten zufolge "das Testen und Isolieren der infizierten Personen". Getestet werden sollten "sowohl Personen mit Eigenverdacht als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen". Die Fachleute hoffen, dass die Testkapazität in Deutschland "sehr schnell" hochgefahren werden könne. So spielen sie ein Szenario durch, in dem vom 6. April an 50 000 Tests pro Tag möglich sind, vom 13. April an 100 000, und Ende April 200 000. Derzeit sind nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn wöchentlich 300 000 bis 500 000 Coronavirus-Test möglich. Die bisherige Methode nach dem Motto "Wir testen, um die Lage zu bestätigen" müsse abgelöst werden durch den Ansatz "Wir testen, um vor die Lage zu kommen". In dieser Hinsicht sei Südkorea ein "eindrucksvolles" Vorbild. Anders als etwa China hat Südkorea keine allgemeinen Ausgangsverbote verhängt.

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Thailand wird zur Eindämmung der Corona - Pandemie von diesem Donnerstag an bis Ende April Südafrika auf dem Kontinent am stärksten von Corona betroffen. +++ 23.03.2020, 8.41 Uhr:Die Länder in Europa stemmen sich gegen die Corona - Pandemie und beginnen mit klinischen Tests von vier experimentellen Methoden zur Kampf gegen Corona - Pandemie : RKI nutzt Handydaten.

Im Kampf gegen die Corona -Krise will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, teilte sie am Montagabend in München mit.

Für breit angelegte Tests seien innovative Lösungen erforderlich, heißt es in dem Strategiepapier. Um das medizinische Personal vor Infizierten zu schützen, sollten Bürgerinnen und Bürger den notwendigen Rachenabstrich selbst erledigen, zum Beispiel in "Drive-in"- oder Telefonzellen-Teststationen. Um die Suche nach Kontakten von positiv getesteten Personen zu erleichtern, sollten längerfristig computergestützte Lösungen und sogar das Location Tracking von Mobiltelefonen zum Einsatz kommen. Alle positiv Getesteten müssten isoliert werden, zu Hause oder in einer Quarantäne-Anlage. Sobald diese Verfahren einmal eingespielt seien, "können sie relativ kostengünstig über mehrere Jahre hinaus die wahrscheinlich immer wieder aufflackernden kleinen Ausbrüche sofort eindämmen", heißt es in dem Papier. Zudem sei es notwendig, die Zahl der Krankenhausbetten deutlich zu erhöhen. Derzeit gebe es in Krankenhäusern und Reha-Kliniken knapp 300 000 Betten. Weitere 60 000 ließen sich voraussichtlich in Hotels in Messehallen einrichten.

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In Berlin könnte es im Kampf gegen die Corona - Pandemie bald Ausgangsbeschränkungen geben. Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind.

Auch andere EU-Länder kämpfen mit steigenden Fallzahlen. Die EU-Gesundheitsminister wollen sich beraten. 5.04 Uhr: Niedrigste Zahl von Corona -Neuinfektionen in China seit Beginn der Bilanzen. Das US-Repräsentantenhaus will für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Studie am 18. März bei seiner Grundsatzabteilung in Auftrag gegeben. Sie entstand unter Federführung von Staatssekretär Markus Kerber binnen weniger Tage mithilfe des Robert-Koch-Instituts und weiterer Fachleute, unter anderem von ausländischen Universitäten. Inzwischen liegt das Papier auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Spahn vor.

Welche Art von Tests eingesetzt werden sollen, um zu bestimmen, ob eine Person infiziert ist, wird in dem Papier nicht erwähnt. Das zurzeit gängige Nachweisverfahren ist die sogenannte Polymerasekettenreaktion, kurz: PCR, die das Erbgut der Erreger aufspürt. Experten schätzen, dass aktuell wöchentlich etwa 200 000 solcher PCR-Tests auf das neue Coronavirus in Deutschland gemacht werden. Diese Zahl wurde zu Beginn der Woche auch von Spahn genannt. Er sprach allerdings auch davon, dass notwendige Chemikalien für die Laborarbeit und Testmaterialien allmählich knapp würden. Wie die zusätzlichen Test-Kapazitäten geschaffen werden sollen, dazu macht das Papier keine Angaben. Um die Zahl so dramatisch zu steigern wie in dem Papier skizziert, müssten allerdings Chemikalien und Laborgeräte in großem Umfang beschafft werden. Grundsätzlich könnten solche Tests auch in vielen Labors von Universitäten und Biotech-Unternehmen analysiert werden. Die notwendigen Maschinen sind dort meist vorhanden und auch Personal, das damit umgehen kann. Dies zentral zu organisieren wäre allerdings sehr komplex.

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Die Corona - Pandemie ist nach Einschätzung des IW-Instituts zu einer massiven Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden. Ein Sprecher des baden-württembergischen Innenministerium bestätigte den Eingang des Schreibens, das auf den 24.

Corona-Krise: Gesundheitsminister Spahn spricht von der "Ruhe vor dem Sturm". (Quelle: Reuters). Dass sich der Vatikan in der Frage von Corona - Tests bisher restriktiver verhielt als viele Politiker Chinas Präsident Xi Jinping macht sich für eine Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Der US-Senat hat wegen der Coronavirus- Pandemie ein massives Konjunkturpaket beschlossen, mit

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Aus Sicht der Experten des Innenministeriums ist es für den Erfolg entscheidend, dass es der Bundesregierung gelingt, die Bevölkerung zu mobilisieren. In dem Papier heißt es, es sei daher notwendig, die Menschen noch stärker als bisher vom Ernst der Lage zu überzeugen und mit verbreiteten Fehlvorstellungen aufzuräumen. Zum Irrglauben gehöre es etwa, dass das Virus nur die Alten treffe oder für Kinder harmlos sei. Den Experten zufolge müssten alle Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass auch sie in eine dramatische Lage geraten könnten, zum Beispiel weil schwerkranke Angehörige von überfüllten Krankenhäusern abgewiesen würden. Notwendig sei daher eine "deutschlandweite und transparente Aufklärungs- und Mobilisierungskampagne". Dabei gehen die Autoren des Innenministeriums-Papiers von deutlich höheren Todesraten und Schwerkranken aus als das Robert-Koch-Institut (RKI). Während das RKI zum Beispiel annimmt, dass in Deutschland 0,56 Prozent der Infizierten am Coronavirus sterben werden, rechnet das Innenministerium mit 1,2 Prozent. Entsprechend dramatischer sind auch die Szenarien, die das Ministeriumspapier durchspielt.

Rekordzahl von 865 Corona-Toten innerhalb eines Tages in den USA

  Rekordzahl von 865 Corona-Toten innerhalb eines Tages in den USA Rekordzahl von 865 Corona-Toten innerhalb eines Tages in den USADie Koordinatorin der US-Regierung für den Anti-Corona-Kampf, Deborah Birx, zeigte am Dienstag im Weißen Haus und in Anwesenheit von Präsident Donald Trump eine Grafik, wonach die Zahl der Corona-Todesopfer in den USA letztlich zwischen 100.000 und 240.000 liegen könnte. Noch zwei Tage zuvor hatte der Seuchenexperte und Trump-Berater Anthony Fauci ein Szenario vorgestellt, in dem von bis zu 200.000 Toten ausgegangen worden war.

Als Teil ihrer Kampagne wollen die Fachleute des Innenministeriums alle Deutschen auf das gemeinsame Ziel einschwören, ein worst-case-Szenario zu vermeiden, in dem sich die Krankheit monatelang unkontrolliert ausbreiten würde, mit vielen Toten sowie massiven Folgen für die Wirtschaft und die Gesellschaft. "Um die gesellschaftlichen Durchhaltekräfte zu mobilisieren, ist das Verschweigen des Wort Case keine Option", heißt es. "Wer Gefahr abwenden will, muss sie kennen." Es ist bei Planspielen dieser Art üblich, dass Experten das schlimmste Szenario durchspielen: In diesem Fall gehen die Fachleute davon aus, dass bei einer ungebremsten Verbreitung des Virus 80 Prozent der Patienten, die eigentlich auf die Intensivstation müssten, von den Krankenhäusern abgewiesen würden.

Das positivste Szenario dagegen, das die Experten aus dem Innenministerium anstreben, trägt den Namen "Hammer and Dance". Der Ausdruck bezieht sich vermutlich auf einen Artikel, der vergangene Woche auf der englischsprachigen Online-Plattform Medium erschien und viel Aufmerksamkeit erregte. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen wissenschaftlichen Beitrag. Das darin geschilderte Szenario findet sich dennoch im Papier des Innenministeriums wieder. Es bedeutet, dass das Virus zunächst mit Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen eingedämmt wird und die Fallzahlen binnen sechs Wochen deutlich zurückgehen.

Nach dieser Phase des Holzhammers, also etwa zum Ende der Osterferien, könnte dann die "Dance"- oder Tanzphase beginnen: Kindergärten und Schulen würden wieder öffnen, die Infektion würde dann durch intensives Testen, Nachverfolgung von Kontakten und Isolation kontrolliert. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben kehre dann "weitgehend zurück zur Normalität", heißt es in dem Papier. Ebenfalls zum Ende der Osterferien, um den 20. April herum, erwarten die Experten die höchste Zahl der pro Tag neu entdeckten Infektionen. Danach würden diese - dem optimistischen Szenario folgend - sinken.

Kampf gegen Corona: Fernando Alonso spendet Schutzanzüge und Masken

  Kampf gegen Corona: Fernando Alonso spendet Schutzanzüge und Masken Fernando Alonso unterstützt den Kampf gegen das Coronavirus und spendet 4.000 Schutzanzüge und 300.000 Atemmasken: "Jede kleine Hilfe zählt"Die Formel 1 hilft in Zeiten des Coronavirus, wo sie nur kann. Ex-Weltmeister Fernando Alonso ist der nächste, der sich in die Reihe der Hilfespendenden einreiht. Der Spanier spendet über die Unicef-Stiftung wichtiges Material im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19.

Bei diesem Szenario ließe sich der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts auf etwa vier Prozent begrenzen, dies sei der wirtschaftliche "Best Case". Ohne das umfangreiche Testprogramm aber könne es zu Szenarien kommen, bei denen die Krise in Wellen immer wiederkehre, oder bei denen ein schnelles Eindämmen misslinge und Ausgangsbeschränkungen über Monate notwendig seien.

Alle aktuellen Informationen und Empfehlungen des Gesundheitsministeriums finden Sie hier.

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Großbritannien will Zahl der Corona-Tests massiv erhöhen .
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