Welt & Politik Göring-Eckardt kritisiert verfrühte Debatte um Exit aus Corona-Lockdown

18:20  29 märz  2020
18:20  29 märz  2020 Quelle:   rp-online.de

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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wendet sich in der Debatte über die Beschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona -Pandemie gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit -Strategie nachzudenken, ist falsch“

Katrin Dagmar Göring - Eckardt , geb. Eckardt (* 3. Mai 1966 in Friedrichroda) ist eine deutsche Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Von Oktober 2005 bis Oktober 2013 amtierte sie für die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

 Katrin Göring-Eckardt im Bundestag (Archivnild). © Kay Nietfeld Katrin Göring-Eckardt im Bundestag (Archivnild).

Berlin. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring Eckardt hat die Debatte um ein Ende der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus‘ kritisiert: „Statt zu früh über eine Lockerung der Maßnahmen zu spekulieren und damit falsche Hoffnung zu erwecken, würde ich mir von Teilen der Regierung eine verlässlichere Kommunikation wünschen.“

Das sagte Göring-Eckardt unserer Redaktion. Das sei unabdingbar für das nötige Vertrauen. „Wir brauchen Klarheit, Verlässlichkeit und eine Strategie für die Zeit danach, um die Bevölkerung auf dem schwierigen Weg durch die Krise mitzunehmen“, betonte sie. Die Bundeskanzlerin habe zurecht zur Geduld aufgerufen, daran sollten sich auch alle Regierungsmitglieder halten. „Je konsequenter wir alle die nötigen Einschränkungen beherzigen, umso größer ist die Chance, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt, was die Voraussetzung dafür ist, die Maßnahmen lockern zu können“, sagte Göring-Eckardt weiter. Das sei für alle auch eine Geduldsprobe. „Aber es geht eben darum, dass wir genügend Kapazitäten in den Krankenhäusern haben. Für die Lockerung der Maßnahmen brauchen wir dann zusätzlich ausreichend Tests, eine Stärkung der Gesundheitsämter und ausreichend Schutzkleidung.“

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  Lindner fordert Ausstiegsstrategie für Anti-Corona-Maßnahmen FDP-Chef Christian Lindner hat eine "Exit-Strategie" für die deutschen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gefordert. Die Corona-Krise dürfe nicht "zu einer Änderung aller Koordinaten in unserem Zusammenleben führen", warnte der FDP-Vorsitzende.Die Corona-Krise dürfe nicht "zu einer Änderung aller Koordinaten in unserem Zusammenleben führen", warnte der FDP-Vorsitzende. "Wir wollen keinen autoritären Staat, in dem eine Regierung ohne parlamentarische Kontrolle Freiheitseinschränkungen befehlen kann." Auch dürfe es keine weitgehende Abhängigkeit der Wirtschaft vom Staat geben, der seinerseits nur mit der Aufnahme von Schulden operiere.

Merkel befindet sich derzeit selbst in Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu einem mit dem Corona -Virus infizierten Arzt gehabt hatte. Wie viele Bürger sitze sie derzeit den ganzen Tag vor einem Gerät und könne nur virtuell mit Menschen sprechen, berichtete sie.

Die Kanzlerin macht derweil klar, was sie von der Debatte um eine Lockerung der Corona -Maßnahmen hält. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor verfrühten Spekulationen über ein Ende der Beschränkungen und Auflagen.

Die Grünen-Fraktionschefin betonte: „Wir müssen sowohl die Gesundheit der Menschen schützen, als auch unsere Wirtschaft unterstützen und dann dort wieder in Gang bringen, wo jetzt vieles Brach liegt.“ Das klappe nur, wenn man das Virus so schnell wie möglich unter Kontrolle bekomme, wenn man möglichst viel Wissen sammele. „Drei Punkte sind jetzt also vordringlich: Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Testkapazitäten massiv erhöht werden, dass die Schutzausrüstungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ankommen, und dass die Gesundheitsämter überall personell verstärkt werden.“

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